Geographie der Intelligenz – Teil 3

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 95 und IQ 90

Geographie der Intelligenz

Teil 3: Die Zweite Liga. IQ 95, IQ 90

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. In der Zweiten Liga finden sich im oberen Bereich (IQ 95) neben Israel und Vietnam ausschließlich europäische Länder, überwiegend aus Süd- und Osteuropa. Im unteren Bereich (IQ 90) finden sich 9 asiatische, 6 europäische und 5 lateinamerikanische Länder sowie die pazifischen Cook-Inseln und Tunesien als einziges afrikanisches Land.

Im → Teil 1 haben wir auf der Grundlage von Rindermann (2018) [1],[A1] die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht.

Im → Teil 2 haben wir die Weltspitze betrachtet. Hierzu gehören die Länder mit einem Nationalen IQ von 100 und darüber [A2].

Nun betrachten wir die Länder im Intelligenzbereich IQ 95 bis IQ 90, gewissermaßen die Zweite Liga der Weltintelligenz.

Abbildung 3.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 95 (oben) und 90 (unten).

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 95 und IQ 90
Abbildung 3.1: IQ-Ampel. Das Intelligenzniveau der Zweiten Liga. IQ 95 und IQ 90.

Bevor wir den Blick auf die einzelnen Länder werfen, ist eine methodische Anmerkung angebracht:
Die IQ-Ampel beruht auf der Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100, die für Mittel-, West- und Nordeuropa charakteristisch ist. Beim Mittelwert 100 ist die Verteilung der Stufen symmetrisch; der Anteil der Intelligenten ist genauso groß wie der Anteil der Unintelligenten.
Bei IQ-Werten unter 100 verschiebt sich die IQ-Ampel in den roten Bereich, es gibt also mehr Unintelligente als Intelligente.
Wie Abbildung 3.1 zeigt, ist die Verschiebung bereits bei einem IQ von 90 so groß, dass die Hälfte der Bevölkerung (sehr) unintelligent ist. Bei noch kleineren Werten nimmt die „Rotverschiebung“ dramatisch zu.
Man sollte im Folgenden stets im Auge behalten, dass die Kategorien der IQ-Ampel den Intelligenzstandard der westlichen Welt repräsentieren.

IQ 95

Im Bereich IQ 95, also unmittelbar unter der Weltspitze, finden sich die Länder Kroatien, Irland, Lettland, Luxemburg, Polen, Russland, Slowenien, Weißrussland, Spanien, Israel, Griechenland, Litauen, Portugal, Vietnam, Andorra, Malta, Bulgarien, Zypern, Ukraine.
Hier ist die IQ-Ampel leicht in den roten Bereich verschoben: 2 Prozent sehr intelligent; 13 Prozent intelligent; 47 Prozent durchschnittlich; 28 Prozent unintelligent; 9 Prozent sehr unintelligent. Der Anteil der Unintelligenten ist mehr als doppelt so groß wie der Anteil der Intelligenten; fast die Hälfte (47 Prozent) zeigt eine durchschnittliche Intelligenz.

IQ 90

Im Bereich IQ 90 finden sich Bosnien, Tunesien, Mongolei, Tibet, Rumänien, Serbien, Uruguay, Armenien, Kasachstan, Malaysia, Moldawien, Bermudas, Chile, Thailand, Vereinigte Arabische Emirate, Trinidad Tobago, Surinam, Aserbaidschan, Laos, Grönland, Montenegro, Cookinseln.
In dieser Gruppe zeigt die IQ-Ampel zur Hälfte Rot. Die Hälfte der Bevölkerung dieser Länder ist unintelligent (34 Prozent) oder sehr unintelligent (16 Prozent). 41 Prozent sind durchschnittlich. Nur 8 Prozent sind intelligent und nur 1 Prozent ist sehr intelligent.

Die geographische Verteilung der Zweiten Liga zeigt folgendes Bild:

  • Im Bereich IQ 95 finden sich neben den beiden asiatischen Ländern Israel und Vietnam ausschließlich europäische Länder, und zwar vor allem aus Süd- und Osteuropa.
  • Lediglich fünf islamische Länder schaffen es in die Zweite Liga und dort lediglich in den Bereich IQ 90, in dem die Hälfte der Bevölkerung zu den (sehr) Unintelligenten gehört.
  • Für Lateinamerika gilt dasselbe wie für die islamischen Länder: Nur fünf Länder schaffen es in die Zweite Liga und dort lediglich in den Bereich IQ 90.
  • Afrika ist mit einem einzigen Land vertreten, nämlich Tunesien.
  • Die Cookinseln sind der einzige Vertreter der pazifischen Inselwelt.

Da IQ 90 der Scheidepunkt ist, an dem die Hälfte der Bevölkerung (sehr) unintelligent ist, folgt:

  • In fast allen Ländern Europas sind die Unintelligenten (deutlich) in der Minderheit.
  • Asien stellt zwar die absolute Weltspitze sowie einige Länder in der Zweiten Liga, aber in den meisten asiatischen Ländern sind die Unintelligenten in der Mehrheit.
  • In Lateinamerika und in der islamischen Welt erreicht nur eine Handvoll Länder die Zweite Liga (untere Stufe). In den allermeisten lateinamerikanischen und islamischen Ländern ist die Mehrheit der Bevölkerung (sehr) unintelligent.
  • Mit einer einzigen Ausnahme – Tunesien – schafft es Afrika noch nicht einmal in die Zweite Liga – das heißt: auf dem afrikanischen Kontinent ist (weit) mehr als die Hälfte der Bevölkerung (sehr) unintelligent.

In der nächsten Folge betrachten wir die Bereiche IQ 85 und IQ 80.

Hier gibt es die Fortsetzung → Geographie der Intelligenz. Teil 4: Das Mittelfeld. IQ 85, IQ 80.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Die Länder werden durch Rundung in 5er-Stufen zusammengefasst. Zum Beispiel umfasst der Bereich IQ 100 das rechtsoffene Intervall [97,5 bis 102,5[. Siehe auch die → Anmerkung in Teil 2.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala, Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika, Islamische Länder

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Geographie der Intelligenz – Teil 2

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 105 und IQ 100

Geographie der Intelligenz

Teil 2: Die Weltspitze. IQ 105, IQ 100

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. An der Weltspitze – im IQ-Bereich 100 bis 105 – befinden sich Nordostasien, West-, Mittel- und Nordeuropa sowie Länder, die von Europäern besiedelt und geprägt wurden.

Im → Teil 1 haben wir die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht. Nun wollen wir die geographische Verteilung der Intelligenz detaillierter betrachten.

Zur Methode: Der Datensatz beruht auf dem Buch „Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations“ von Heiner Rindermann (2018) [1]. Im Anhang [A1] zu dem Buch finden sich die IQ-Werte für 200 Länder. Im Folgenden werden die Länder durch Rundung in 5er-Schritten zusammengefasst. Die Ländergruppe IQ 105 umfasst den Bereich IQ ≥102,5 und < 107,5; die Ländergruppe IQ 100 den Bereich IQ ≥ 97,5 und < 102,5 usw. Da der Nationale IQ nicht präzise bestimmt werden kann, ist es durchaus möglich, dass der wahre Wert eines Landes in eine benachbarte Gruppe gehört. Größere Fehlzuordnungen sind wohl eher selten; sie betreffen vermutlich vor allem Länder für die nur sehr wenige empirische Daten vorliegen; und das sind insbesondere die Länder im untersten Intelligenzbereich.

Wir beginnen mit den Ländern, die das höchste Intelligenzniveau aufweisen.

Abbildung 2.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 105 (oben) und 100 (unten).

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 105 und IQ 100
Abbildung 2.1: IQ-Ampel. Das Intelligenzniveau der Weltspitze. IQ 105 und IQ 100.

IQ 105

Die absolute Weltspitze der Intelligenz bilden die Länder Südkorea, Singapur, Hongkong, Japan und Taiwan, deren Mittelwert – gerundet – bei 105 liegt.
In diesen Ländern ist der Grün-Anteil der IQ-Ampel (9 Prozent sehr intelligent; 28 Prozent intelligent) deutlich größer als der Rot-Anteil (14 Prozent unintelligent; 2 Prozent sehr unintelligent).

IQ 100

Die Länder, deren Mittelwert – gerundet – 100 beträgt, sind: Kanada, China, Finnland, Niederlande, Estland, Schweiz, Großbritannien, Nordkorea, Australien, Neuseeland, Österreich, Belgien, Tschechien, Deutschland, Liechtenstein, Schweden, USA, Macau, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Island, Italien, Norwegen, Slowakei.
In dieser Gruppe ist die IQ-Ampel per Definition symmetrisch: 50 Prozent sind durchschnittlich, je 20 Prozent sind intelligent bzw. unintelligent und je 5 Prozent sind sehr intelligent bzw. sehr unintelligent.

Die geographische Verteilung der Weltspitze zeigt ein sehr klares Bild:

  • Die absolute Weltspitze findet sich in Nordostasien [A2].
  • Darüber hinaus finden sich an der Weltspitze ausschließlich europäische Länder bzw. Länder, die von Europäern besiedelt und geprägt wurden (Kanada, Australien, Neuseeland, USA).

Komplementär ergibt sich unter anderem:

  • In der Weltspitze findet sich kein einziges Land aus Afrika, kein einziges Land aus Lateinamerika und – mit Ausnahme von Nordostasien – kein asiatisches Land.
  • Insbesondere findet sich in der Weltspitze kein einziges islamisches Land.
  • Mit Ausnahme von Italien findet sich an der Weltspitze in Europa kein einziges Land, das südlich der Alpen liegt [A3].

In einem Satz zusammengefasst gilt für die Weltspitze:

  • Hohe Intelligenz ist – zurzeit noch – ein Privileg von Nordostasiaten, Europa und einigen europäisch geprägten Ländern [A6].

Das entscheidende Wort in der Zusammenfassung ist „zurzeit“. Unsere Geographie der Intelligenz ist selbstverständlich nur eine Momentaufnahme. Es besteht kein Zweifel, dass zahlreiche Länder im Laufe dieses Jahrhunderts bemerkenswerte Zugewinne verzeichnen werden. Leider besteht auch kein Zweifel, dass sich einige Länder durch eine verantwortungslose dysgenische Migrationspolitik und eine interne dysgenische Fortpflanzungsrate (die Unintelligenten pflanzen sich stärker fort als die Intelligenten) erheblich verschlechtern werden. Nach den Prognosen von Rindermann [1] ist zu befürchten, dass das Intelligenzniveau in Europa so stark sinken wird, dass im Jahr 2100 nur noch extrem wenige Länder einen IQ um 100 aufweisen werden.
Die Zukunftsaussichten – für Europa düster, für den Rest der Welt sehr erfreulich – werden wir in einer eigenen Serie ausführlich behandeln.

In der nächsten Folge betrachten wir die Bereiche IQ 95 und IQ 90.

Hier gibt es → Geographie der Intelligenz. Teil 3: Die Zweite Liga. IQ 95, IQ 90.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Singapur liegt nicht in Nordost-, sondern in Südostasien. Die große Mehrheit der Bevölkerung stammt jedoch auch China, und es sind die Chinesen, die das sehr hohe Intelligenzniveau Singapurs tragen – die Intelligenz wird nicht durch die geographische Lage bestimmt, sondern durch die Bewohner der Region.

[A3] Italien weist ein extremes Nord-Süd-Gefälle auf. In den nördlichen Provinzen liegt der IQ etwa 10 Punkte höher als in Süditalien; siehe → Geographie der Intelligenz. Nord-Süd-Gefälle in Italien.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala, Europa, Nordostasien

Geographie des Mordes – Teil 3

Geographie des Mordes

Teil 3: Europa

Die Häufigkeit von Morden ist in den verschiedenen Ländern dieser Welt sehr ungleich verteilt. Im Teil 3 dieser Serie betrachten wir die Mordrate in Europa.

Auf der Grundlage des 2016 Human Development Report der Vereinten Nationen (1) haben wir im → Teil 1 dieser Serie die Länder mit der niedrigsten und im → Teil 2 die Länder mit der höchsten Mordrate betrachtet.

Nur richten wir den Blick auf Europa. In Tabelle 3.1 sind die Länder in aufsteigender Reihenfolge angeordnet.

Tabelle 3.1: Mordrate in den Ländern Europas.
Mordrate
pro 100.000
Andorra 0,0
San Marino 0,0
Zypern 0,1
Griechenland 0,1
Island 0,3
Österreich 0,5
Schweiz 0,5
Norwegen 0,6
Tschechien 0,7
Luxemburg 0,7
Niederlande 0,7
Polen 0,7
Slowenien 0,7
Spanien 0,7
Kroatien 0,8
Italien 0,8
Deutschland 0,9
Portugal 0,9
Schweden 0,9
Großbritannien 0,9
Dänemark 1,0
Irland 1,1
Slowakei 1,1
Frankreich 1,2
Bosnien/Herzegovina 1,3
Serbien 1,3
Malta 1,4
Ungarn 1,5
Rumänien 1,5
Bulgarien 1,6
Finnland 1,6
Mazedonien 1,6
Belgien 1,8
Liechtenstein 2,7
Estland 3,1
Moldawien 3,2
Montenegro 3,2
Weißrussland 3,6
Lettland 3,9
Albanien 4,0
Ukraine 4,4
Litauen 5,5
Russland 9,5

Tabelle 3.1 zeigt, dass die Mordrate in den meisten Ländern sehr niedrig ist und nur in sehr kleinen Schritten steigt. Erst im unteren Viertel, also bei den höchsten Mordraten, ist ein deutlicher Bruch zu erkennen.

Deutschland belegt gemeinsam mit Portugal, Schweden und Großbritannien und einer Mordrate von jeweils 0,9 die Rangplätze 17 bis 20 und befindet sich damit in der oberen – also der friedlicheren – Tabellenhälfte.

Auch von Platz 21 (Dänemark 1,0) bis Platz 33 (Belgien 1,8) sind die aufeinanderfolgenden Abstände sehr klein.

Ein Bruch findet sich bei Liechtenstein, das mit einer Rate von 2,7 den Rangplatz 34 belegt. Der Zwergstaat Liechenstein hat jedoch nur etwas mehr als 37.000 Einwohner. Der Mordrate 2,7 entspricht daher ein einziger Mordfall. Wie bereits in den vorangegangenen Folgen erwähnt, macht die Berücksichtigung von Zwergstaaten wenig Sinn, da bereits ein einziger Mordfall einen starken Ausschlag nach oben oder unten zur Folge hat. In Tabelle 3.1 betrifft dies neben Liechtenstein auch noch Andorra und San Marino.

Die neun Länder mit der höchsten Mordrate heben sich markant vom restlichen Europa ab. Estland (3,1), Moldawien (3,2), Weißrussland (3,6), Lettland (3,9), Ukraine (4,4), Litauen (5,5) und Russland (9,5) waren allesamt Republiken der ehemaligen Sowjetunion. Die beiden Balkanstaaten Montenegro (3,2) und Albanien (4,0) gehörten ebenfalls zum kommunistischen Ostblock.

  • Der Mord hat in Europa einen klaren geographischen und geopolitischen Schwerpunkt: Die Republiken der ehemaligen Sowjetunion sowie kommunistisch geprägte Teile des Balkans. Und dabei hebt sich das heutige Russland in negativer Hinsicht markant von seinen ehemaligen Trabanten ab.

Der Vergleich mit den anderen Teilen dieser Welt wird jedoch zeigen, dass Europa im Hinblick auf die Mordrate ein außerordentlich friedlicher Kontinent ist.

In der nächsten Folge richten wir den Blick auf Asien sowie Australien und Neuseeland und die Pazifikinseln. Hier gibt es die Fortsetzung → Teil 4.

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Quellen und Amerkungen

(1) 2016 Human Development Report. UNDP UNITED NATIONS DEVELOPMENT PROGRAMME. http://hdr.undp.org/en/2016-report
Als PDF erhältlich unter http://hdr.undp.org/sites/default/files/2016_human_development_report.pdf

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Stichwörter:
Kriminalität, Gewalt, Mord, Mordrate, HDI, Human Development Index, Statistik, Mordstatistik, Gewaltstatistik, Europa, Länder
Geographie der Gewalt, Mord und Totschlag

Europäische Geographie der Intelligenz

PISA-Intelligenz in Europa

PISA 2015 in Europa

Teil 3: Europäische Geographie der Intelligenz

Im Teil 1 dieser Serie habe ich einen groben Überblick über die durchschnittliche Intelligenz in den 37 europäischen Teilnehmerstaaten der PISA-Studie 2015 gegeben. Der Teil 2 enthält einen groben Überblick über die Variation innerhalb der Länder.

Nun beleuchte ich die Unterschiede zwischen den Ländern aus geographischer Sicht.

Abbildung 1, die wir bereits aus Teil 1 kennen, zeigt den PISA-IQ der teilnehmenden europäischen Staaten.

PISA 2015 - Intelligenz in Europa
Abbildung 1: PISA-Intelligenz in Europa. Mittelwerte.

Dass die Intelligenzunterschiede auf dem europäischen Kontinent gigantisch sind – die Differenz zwischen Estland (524) und Kosovo (362) beträgt 162 Punkte, also 1,62 Standardabweichungseinheiten –, haben wir bereits im Teil 1 gesehen.

Die geographische Zuordnung macht deutlich, dass die Leistungsunterschiede keineswegs zufällig über den europäischen Kontinent verstreut sind. Ganz im Gegenteil: Es gibt ein sehr klares Muster.

Zum einen zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle, zum anderen schneidet Europas Süd-Osten außerordentlich schlecht ab.

Eine grobe, rein schematische Drittelung macht bereits den Kern deutlich:
Im oberen Drittel findet sich kein einziges südeuropäisches Land.
Im unteren Drittel findet sich kein einziges westeuropäisches und kein einziges nordeuropäisches Land.

Die Spitzengruppe

In der Spitzengruppe lässt sich eine Zweiteilung vornehmen.

Top A: Estland und Finnland.
Die beiden Spitzenreiter schneiden signifikant besser ab als das drittplatzierte Irland (der Abstand beträgt 13 1/3 Punkte).

Top B: Irland, Slowenien, Deutschland, Niederlande, Schweiz, Norwegen, Dänemark, Polen, Belgien, Großbritannien.
Die Unterschiede zwischen diesen Ländern sind sehr gering, die maximale Differenz beträgt 9 Punkte.

Geographisch bemerkenswert: Zehn der zwölf Länder sind Nordsee- oder Ostseeanrainer. Der einzige Mittelmeeranrainer ist Slowenien – allerdings ist Sloweniens Küstenlinie nur 40 Kilometer lang, Luftlinie sind es gar nur 17 Kilometer. Der einzige Binnenstaat ist die Schweiz.

Das Mittelfeld

Die Abgrenzung zwischen dem oberen und dem mittleren Drittel ist recht willkürlich, da der Abstand zwischen Großbritannien und Portugal lediglich 2 2/3 Punkte beträgt. Zu den punktgleichen Schweden und Frankreich sind es 4 Punkte. Der Abstand Großbritannien-Österreich ist mit 7 2/3 jedoch schon recht deutlich.
Nach unten ist die Abgrenzung klarer: Der Abstand Litauen-Ungarn beträgt nur 1/3 Punkte. Demgegenüber zeigt sich zwischen Ungarn und Malta ein starker Abfall von 11 Punkten. Dementsprechend ist Ungarn eindeutig der mittleren Gruppe zuzuordnen.

Mitte: Portugal, Schweden, Frankreich, Österreich, Russland, Spanien, Tschechien, Lettland, Italien, Luxemburg, Island, Kroatien, Litauen, Ungarn.

Geographisch gesehen überdeckt das Mittelfeld einen sehr breiten Bereich, lediglich der Süd-Osten ist ausgenommen.

Die Schlusslichter

Im unteren Bereich gibt es eine klare Viergliederung.
Flop A: Malta, Slowakei, Griechenland
Flop B: Bulgarien, Zypern, Rumänien
Flop C: Moldawien, Montenegro, Albanien
Flop D: Mazedonien, Kosovo

Geographisch gesehen ist die Lage eindeutig: Die – mit Abstand – niedrigsten Intelligenzwerte finden sich in den Regionen Balkan, östliches Mittelmeer und Schwarzes Meer, also in Europas Süd-Osten.

Nord-Süd-Gefälle und deutlicher Abfall im Süd-Osten

Das Nord-Süd-Gefälle und das dramatisch schlechte Abschneiden des Süd-Ostens sind nichts Neues – all das ist seit Langem bekannt und durch zahllose Untersuchungen wissenschaftlich untermauert (1). Die Unterschiede sind so gravierend, dass jeder unvoreingenommene Betrachter sie wahrnehmen kann.

Die rein geographische Betrachtung, auf die ich mich hier beschränkt habe, bietet natürlich für sich genommen keine Erklärung für die gravierenden Intelligenzunterschiede auf dem europäischen Kontinent. Zur Erklärung der Intelligenzunterschiede müssen sowohl genetische als auch kulturelle Faktoren berücksichtigt werden. Darauf werde ich in weiteren Beiträgen eingehen.

Tipp: Hier gibt es eine Serie → Geographie der Intelligenz, die auf neueren Daten beruht.

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Anmerkungen und Quellen

(1) Richard Lynn (2015). Race Differences in Intelligence. An Evolutionary Analysis. Augusta, Georgia: Washington Summit Publishers.

(2) Bei der Interpretation der „Europäischen Intelligenzampel“ in Abbildung 1 ist zu beachten, dass die Unterschiede zwischen einigen grünen und einigen gelben Ländern sehr klein sind. Hingegen ist der Abstand der roten zu allen anderen Ländern sehr deutlich.

PISA-Intelligenz in Europa. Europäische Intelligenzampel
Abbildung 1: PISA-Intelligenz in Europa

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Stichwörter:
PISA, Intelligenz, Intelligenzunterschiede, Europa, Bildung, Geographie

PISA in Europa – Leistungsträger und Totalversager

PISA 2015 - Leistungsträger und Totalversager in Europa

PISA 2015 in Europa

Teil 2: Intelligenzunterschiede in Europa – Leistungsträger und Totalversager

Der Teil 1 dieser Serie bot einen Grobüberblick über die PISA-Intelligenz in den 37 teilnehmenden europäischen Staaten. Die Mehrzahl der Länder weist ein relativ ähnliches Niveau auf, aber über den Gesamtbereich betrachtet sind die Unterschiede gigantisch. Zur Erinnerung: Der Unterschied zwischen dem Spitzenreiter Estland und dem Schlusslicht Kosovo ist viel größer als der Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen in den USA.

Im aktuellen Beitrag will ich die Unterschiede etwas differenzierter betrachten.

Unterschiede zeigen sich nicht nur zwischen verschiedenen Ländern – sie zeigen sich selbstverständlich auch innerhalb der einzelnen Länder. Und die Unterschiede innerhalb der einzelnen Länder sind erheblich größer als die Unterschiede zwischen den Mittelwerten verschiedener Länder.

Statistische Randbemerkung: Dass die Variation innerhalb von Gruppen größer ist als die Unterschiede zwischen Gruppenmittelwerten ist – bei sozialwissenschaftlichen Fragestellungen – im Grunde eine statistische Selbstverständlichkeit. Bei normalverteilten Variablen müssen zwei Gruppen mindestens zwei Standardabweichungseinheiten auseinanderliegen, um die Relation umzukehren. Dann sind die Unterschiede aber derart gigantisch, dass sie selbst für einen Halbblinden mit bloßem Auge erkennbar sind.

Die PISA-Studie bietet eine Zusammenfassung der besonders leistungsstarken und der besonders leistungsschwachen Schüler, die ich im Folgenden als Leistungsträger und als Totalversager bezeichne.

Leistungsträger sind Schüler, die in mindestens einem Fach (Mathematik, Naturwissenschaften, Lesekompetenz) sehr gute bis herausragende Leistungen zeigten.

Totalversager sind Schüler, deren Leistungen in allen drei Fächern unter dem Minimalniveau liegen, das erforderlich ist, um vollwertig am Leben einer modernen Gesellschaft teilhaben zu können.

In aller Regel gibt es zwischen diesen Extremen eine breite Mitte.

Die prozentualen Anteile von Totalversagern, Mitte und Leistungsträgern in den verschiedenen Ländern sind in Abbildung 1 dargestellt.

PISA 2015 - Leistungsträger und Totalversager in Europa
Abbildung 1: PISA-Intelligenz in Europa. Totalversager, Mitte und Leistungsträger.

Wie nicht anders zu erwarten, bildet die Mitte in fast allen Ländern die mit Abstand größte Gruppe. Lediglich bei den Schlusslichtern Mazedonien und Kosovo stellen die Totalversager die größte Gruppe und dort besitzen sie sogar die absolute Mehrheit.

In der oberen Hälfte (bis zu Tschechien) ist der Anteil der Leistungsträger größer als der Anteil der Totalversager. Im oberen Drittel beträgt das Verhältnis etwa 2:1, beim Spitzenreiter Estland sogar 4,3:1.

In der unteren Hälfte (mit Ausnahme von Italien und Island) gibt es hingegen mehr Totalversager als Leistungsträger. Spätestens auf den zehn unteren Rängen (ab Slowakei) ist das Bild dramatisch. Der Anteil der Leistungsträger fällt rapide ab und der Anteil der Totalversager schnellt in die Höhe. In Mazedonien und im Kosovo ist schließlich mehr als die Hälfte der 15-Jährigen in gar keiner Weise den Anforderungen einer modernen Industrie- und Informationsgesellschaft gewachsen.

Bislang bin ich nur ganz grob auf Niveauunterschiede zwischen den Ländern (Teil 1) und die Variation innerhalb der Länder (aktueller Beitrag) eingegangen. Einzelne Länder habe ich nur am Rande namentlich erwähnt.

Bereits ein oberflächlicher Blick auf die Abbildung 1 zeigt, dass die Leistungsunterschiede keineswegs zufällig über den europäischen Kontinent verstreut sind. Im folgenden Beitrag werde ich die Geographie der Intelligenz in Europa näher beleuchten und in späteren Beiträgen werde ich auf einige Details aus Abbildung 1 detaillierter eingehen.


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PISA, Intelligenz, Intelligenzunterschiede, Totalversager, Leistungsträger, Europa, Bildung

PISA 2015 – Intelligenz in Europa

PISA 2015 – Intelligenz in Europa

Teil 1: Intelligenzunterschiede in Europa – ein Grobüberblick

In verschiedenen Beiträgen zur PISA-Studie 2015 (1) habe ich mich mit den Leistungsunterschieden auf dem amerikanischen Kontinent (2) und in den islamischen Ländern (3) sowie dem Zusammenhang von PISA und Intelligenz (4) befasst.

Dies ist nun der Auftakt zu einer kleinen Serie zu Schulleistungen und Intelligenz in Europa.

Wie bereits gezeigt (4), korrelieren die Leistungen in den Fächern Naturwissenschaften, Mathematik und Lesekompetenz extrem eng miteinander – das bedeutet: die drei Tests messen praktisch das Gleiche. Und dieses „Gleiche“, das allen PISA-Tests gemeinsam ist, korreliert außerordentlich hoch mit der Allgemeinen Intelligenz, die mit herkömmlichen Intelligenztests gemessen wird.

Da die drei PISA-Tests das Gleiche messen, macht es Sinn, den Mittelwert der drei Fächer als PISA-Gesamtwert zu berechnen – und da die PISA-Tests kognitive Fähigkeiten messen und nahezu perfekt mit den landestypischen Intelligenzwerten korrelieren, macht es Sinn, den PISA-Gesamtwert als Indikator der Intelligenz zu betrachten.

Abbildung 1 zeigt die PISA-Gesamtwerte der 37 europäischen Länder, die an der PISA-Studie 2015 teilnahmen.

PISA 2015 - Intelligenz in Europa
Abbildung 1: PISA-Intelligenz in Europa.

In der linken Hälfte – also im oberen Intelligenzbereich – zeigt sich ein relativ flacher Abfall. Das heißt: benachbarte Länder weisen (auch über mehrere Schritte hinweg) sehr ähnliche Werte auf. Lediglich die beiden Spitzenreiter heben sich merklich von den nachfolgenden Ländern ab.

In der rechten Hälfte – also im unteren Intelligenzbereich – fällt die Kurve steiler ab; und das Gefälle wird umso stärker, je weiter man nach rechts kommt, also je niedriger das Leistungsniveau ist. Hier können Länder, die nur wenige Rangplätze auseinanderliegen, erhebliche Intelligenzunterschiede aufweisen.

Insgesamt beträgt die Spannweite vom größten bis zum kleinsten Wert 162 Punkte.

Um Punktedifferenzen einordnen zu können, sollte man Folgendes wissen: In den PISA-Studien werden die Werte so standardisiert, dass Großbritannien einen Mittelwert von 500 und eine Standardabweichung von 100 Punkten hat („Greenwich-Standard“ der PISA-Intelligenz).

Eine Differenz von 5 Punkten entspricht somit 0,05 Standardabweichungen. Für die meisten Zwecke ist eine solche Differenz zu vernachlässigen.

Hingegen dürfte – wenn es wie hier um landestypische Intelligenzunterschiede geht – zum Beispiel ein Unterschied von 25 Punkten, also einer Viertel Standardabweichung, spürbare praktische Bedeutung haben.

Der Unterschied von 162 Punkten – also 1,62 Standardabweichungen – ist nach allen Maßstäben gigantisch. Zwischen Estland (524 Punkte) und Kosovo (362 Punkte) liegen Welten. Zum Vergleich: Der Intelligenzunterschied zwischen Schwarzen und Weißen in den USA beträgt etwa eine Standardabweichungseinheit (5). Der Unterschied zwischen Estland und Kosovo beträgt also das 1,62-Fache der Schwarze-Weiße-Differenz!

Europa weist somit in Bezug auf die Intelligenz extreme Unterschiede auf (ähnlich extreme Unterschiede gibt es – wie in (2) gezeigt – auf dem amerikanischen Kontinent).

Im → Teil 2 dieser Serie werde ich die Unterschiede zwischen den europäischen Ländern weiter verdeutlichen, indem ich den Anteil der Leistungsträger und der Totalversager darstelle.


Anmerkungen und Quellen

(1) PISA 2015 Ergebnisse (Band I)
Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung
http://www.oecd-ilibrary.org/education/pisa-2015-ergebnisse-band-i_9789264267879-de

(2) PISA in Amerika – Mathematik

(3) PISA – Mathematik in islamischen Staaten
PISA – Naturwissenschaften in islamischen Staaten
PISA – Lesekompetenz in islamischen Staaten
PISA – Von Leistungsträgern und Totalversagern

(4) PISA und Intelligenz – Teil 1
PISA und Intelligenz – Teil 2

(5) Richard Lynn (2015). Race Differences in Intelligence. An Evolutionary Analysis. Augusta, Georgia: Washington Summit Publishers.

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Stichwörter:
PISA, Schulleistungen, Intelligenz, Europa, Intelligenzunterschiede