PISA und Intelligenz – Teil 2

PISA und Intelligenz – Teil 2

In PISA und Intelligenz – Teil 1 habe ich berichtet, dass die PISA-Studie 2015 (1) – über alle Teilnehmerländer betrachtet – extrem hohe Korrelationen zwischen den Fächern erbrachte:

Mathematik / Naturwissenschaften: 0,98
Mathematik / Lesekompetenz: 0,94
Naturwissenschaften / Lesekompetenz: 0,96

Auf die Frage, was hinter diesen extrem hohen Korrelationen stecken könnte, gibt es eine naheliegende Antwort: Intelligenz.

Bei Lynn & Vanhanen (6) findet sich eine Liste der landestypischen IQ-Werte für Länder aus aller Welt (Appendix 1, S.391-419).

Im Folgenden betrachte ich 56 Länder, für die IQ-Werte vorliegen (2).

Tabelle 1 zeigt in Spalte 2 und Spalte 3 die Korrelationen zwischen den Fächern Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz bezogen auf die Teilmenge der 56 Länder. Die Korrelationen sind praktisch identisch mit den Werten für die Gesamtgruppe aller 72 Länder.

Tabelle 1: Produkt-Moment-Korrelationen zwischen den PISA-Fächern und dem landestypischen IQ; durch den IQ aufgeklärte Varianz.
Lesen Mathematik IQ Erklärte Varianz
Naturwiss. 0,96 0,97 0,87 76,5
Lesen 0,94 0,86 74,2
Mathematik 0,90 81,6

Spalte 4 der Tabelle 1 zeigt die Korrelation zwischen den PISA-Fächern und dem landestypischen IQ. Wie erwartet, besteht ein außerordentlich enger Zusammenhang zwischen den Schulleistungen auf der einen und der Intelligenz auf der anderen Seite (sehr ähnliche Werte für PISA 2000 und PISA 2003 finden sich bei Lynn & Vanhanen (6) in Tabelle 3.3, S.39/40).

Spalte 5 zeigt, welcher Prozentsatz der Varianz der Schulleistungen allein durch die Kenntnis des landestypischen IQ aufgeklärt wird: Bei der Lesekompetenz sind es 74,2 Prozent, in den Naturwissenschaften 76,5 Prozent und in Mathematik 81,6 Prozent.

Statistische Anmerkung: Die PISA-Tests wie auch die IQ-Werte Test besitzen zwangsläufig eine Reliabilität kleiner 1. Würde man die Reliabilitätsmängel durch eine Minderungskorrektur berücksichtigen, dann wären die ohnehin schon sehr hohen Korrelationen noch höher und der ohnehin schon sehr hohe Anteil der aufgeklärten Varianz würde noch weiter steigen.

Die landestypischen IQ-Werte, die von unabhängigen Forschern in Hunderten Studien mit Abertausenden Probanden in aller Welt ermittelt wurden, stimmen hervorragend mit der Rangordnung der Schulleistungen in der PISA-Studie überein. Die PISA-Tests und Intelligenztests messen in einem außerordentlich hohen Grad dieselben Fähigkeiten (3, 7).

Das alles ist natürlich längst bekannt, auch wenn Politik und Medien und ideologisch bornierte Wissenschaftler alles unternehmen, um das Thema Intelligenz totzuschweigen oder die Bedeutung der Intelligenz zu leugnen. Politische Ideologien und Political Correctness ändern aber nichts an der Tatsache, dass sich Länder, Staaten, Völker, Ethnien, Rassen usw. in ihrem Intelligenzniveau unterscheiden und dass die Unterschiede oftmals dramatisch sind. Und politische Ideologien und Political Correctness ändern nichts an der Tatsache, dass die Intelligenz in außerordentlich vielen Lebensbereichen eine überragende Rolle spielt (4, 6).

Anmerkung: Dieser Beitrag betrachtet nur einen winzigen Ausschnitt – eine sehr viel ausführlichere Darstellung zum Thema PISA und Intelligenz bietet zum Beispiel Rindermann (7).

Anmerkungen und Quellen

(1) PISA 2015 Ergebnisse (Band I)
Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung
http://www.oecd-ilibrary.org/education/pisa-2015-ergebnisse-band-i_9789264267879-de

(2) Nicht berücksichtigt wurden Argentinien, da sich dort nur die Hauptstadt Buenos Aires beteiligte, sowie Trinidad und Tobago, da Lynn & Vanhanen die IQ-Werte für dieses Land aus der PISA-Studie von 2006 abgeleitet haben.
Dass die Intelligenzwerte in Buenos Aires tatsächlich (sehr) viel höher sind als im gesamten Land, belegen zum Beispiel Kierkegaard & Fürst: Admixture in Argentina, Mankind Quarterly, 2017, 57:4, 542-580 [als PDF downloadbar].

(3) Alles spricht für die Messung eines g-Faktors kognitiver Fähigkeiten …. (Rindermann, 2006, S.69)
Wenn „Intelligenz“ und „Schulleistung“ einander so ähnlich sind, sollte ein gemeinsamer Begriff für beide gefunden werden. Wie soll man diese kognitive Fähigkeit benennen? Allgemeine kognitive Fähigkeiten … schulnahe kognitive Fähigkeiten, Denkfähigkeit, Intelligenz? (Rindermann, 2006, S.84)

(4) Jensen, Arthur R. (1998). The g Factor: The Science of Mental Ability. Westport, Connecticut: Praeger.
Buchbesprechung von J. Phillip Rushton als PDF

(5) Lynn, Richard (2015). Race Differences in Intelligence. An Evolutionary Analysis. Augusta, Georgia: Washington Summit Publishers.

(6) Lynn, Richard & Vanhanen, Tatu (2012). Intelligence. A Unifying Construct for the Social Sciences. London: Ulster Institute for Social Research.

(7) Rindermann, Heiner (2006). Was messen internationale Schulleistungsstudien? Schulleistungen, Schülerfähigkeiten, kognitive Fähigkeiten, Wissen oder allgemeine Intelligenz? Psychologische Rundschau, 57 (2), 69-86.

***
Stichwörter:
PISA, Intelligenz, Political Correctness, Bildung

4 Kommentare zu „PISA und Intelligenz – Teil 2

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