Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze – Teil 5

PISA 2015 - Mathematik - Deutschland/Singapur

Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze

5. Mathematische Kompetenz in Deutschland und Ostasien

Die psychologische Intelligenzforschung und internationale Bildungsstudien zeigen, dass Ostasiaten in Mathematik deutlich höhere Leistungen erzielen als Deutsche. Bei zusätzlicher Berücksichtigung der Bevölkerungszahl ergibt sich für Deutschland ein düsteres Bild.

Hier geht es zum Anfang der Serie → Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze.

In Übereinstimmung mit der psychologischen Intelligenzforschung zeigt PISA [1], dass Deutschland in Mathematik erheblich schlechter abschneidet als die ostasiatischen Länder. Da Mathematik die zentrale Schlüsselkompetenz für informationsbasierte Zukunftstechnologien darstellt, verdient dieser Bereich eine nähere Betrachtung.

Der größte Rückstand ergab sich gegenüber Singapur (siehe Tabelle 1.1 in → Teil 1). Die Differenz von 58 Punkten entspricht einer Effektstärke von d=-0,63. Abbildung 5.1 verdeutlicht den Unterschied anhand zweier Normalverteilungen [A1].

PISA 2015 - Mathematik - Deutschland/Singapur
Abbildung 5.1: PISA 2015 – Mathematik – Deutschland/Singapur

Abbildung 5.1 zeigt eindrucksvoll, dass der Anteil der Schüler im oberen Leistungsbereich in Singapur viel größer ist als in Deutschland. Je höher das Niveau, desto stärker wird das Übergewicht zugunsten Singapurs.

Trotz der enormen Unterschiede ist Singapur kein bedeutsamer Konkurrent für Deutschland. Bei einem Ländervergleich kommt es nämlich nicht alleine auf das Leistungsniveau an – eine entscheidende Rolle spielt auch die Bevölkerungsgröße. In Abbildung 5.2 sind die PISA-Werte auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet [A2].

PISA 2015 - Mathematik - Deutschland/Singapur; Population
Abbildung 5.2: PISA 2015 – Mathematik – Deutschland/Singapur; Population

Abbildung 5.2 verdeutlicht das Zusammenspiel von Leistungsniveau und Bevölkerungsgröße. Mit lediglich 5,6 Millionen Einwohnern stellt Singapur über die gesamte Bandbreite eine viel kleinere Personenzahl als Deutschland (lediglich im extremsten Spitzenbereich kann sich das Verhältnis angleichen). Betrachtet man nur die absoluten Zahlen, dann ist Singapur kein bedeutender Konkurrent.

Völlig anders sieht es aus, wenn man Japan oder gar China betrachtet. Abbildung 5.3 zeigt die Normalverteilungen für Deutschland und Japan ohne Berücksichtigung der Bevölkerungsgröße.

PISA 2015 - Mathematik - Deutschland/Japan
Abbildung 5.3: PISA 2015 – Mathematik – Deutschland/Japan

Die Effektstärke Deutschland/Japan ist mit d=-0,30 knapp halb so groß wie beim Vergleich Deutschland/Singapur. Dementsprechend zeigen die Verteilungen von Deutschland und Japan eine viel stärkere Überlappung. Dass es dennoch gewaltige Unterschiede gibt, zeigt Abbildung 5.4, in der auch die Bevölkerungszahlen berücksichtigt sind.

PISA 2015 - Mathematik - Deutschland/Japan; Population
Abbildung 5.4: PISA 2015 – Mathematik – Deutschland/Japan; Population

Im oberen und mittleren Bereich hat Japan ein viel größeres Potenzial als Deutschland. Im unteren Bereich finden sich hingegen trotz der kleineren Bevölkerungszahl mehr Deutsche als Japaner.

Noch extremer fällt der Vergleich mit China aus, der in Abbildung 5.5 unter Berücksichtigung der Bevölkerungsgröße dargestellt ist.

PISA 2015 - Mathematik - Deutschland/China; Population
Abbildung 5.5: PISA 2015 – Mathematik – Deutschland/China; Population

Über das gesamte Leistungsspektrum hinweg stellt China ein sehr viel größeres Kontingent als Deutschland. Im oberen Bereich ist das deutsche Potenzial verschwindend klein; und im Spitzenbereich ist Chinas Überlegenheit so erdrückend, das Deutschland überhaupt nicht mehr sichtbar ist.

Sollte es China gelingen, sein gigantisches Potenzial an mathematischen Hoch- und Spitzenbegabungen auch nur annähernd so effektiv zu aktivieren wie Deutschland, dann wird Deutschland in einer hochtechnisierten informationsbasierten Zukunft völlig chancenlos zurückbleiben.

Die PISA-Studien beziehen sich auf die kognitiven Kompetenzen von 15-Jährigen. In den nächsten Beiträgen werden wir auf der Grundlage von PIAAC 2012/2014 die Kompetenzen von Erwachsenen in Deutschland und Ostasien betrachten.

Hier gibt es die Fortsetzung → Teil 6. PIAAC 2012/2014: Lesekompetenz von Erwachsenen in Deutschland und Ostasien

*

Literatur


[1] OECD (2016) PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengleichheit in der Bildung. Band I. W. Bertelsmann Verlag, Germany. DOI 10.3278/6004573w

*

Anmerkungen

[A1] Den Normalverteilungen in diesem Beitrag liegen die Parameter aus Tabelle 1.1 in → Teil 1 zugrunde.

[A2] Für Deutschland wurde eine Bevölkerung von 82,5 Millionen eingesetzt, für Singapur 5,6 Millionen, für Japan 126 Millionen und für China 1.379 Millionen.
Die Hochrechnungen beruhen auf PISA, also auf den Leistungen von 15-Jährigen. Tatsächlich sieht es jedoch in der älteren Bevölkerung zum Teil deutlich anders aus, siehe → Teil 6: Lesekompetenz von Erwachsenen in Deutschland und Ostasien und Teil 7.

***
Stichwörter:
Bildung, PISA, Asien, Ostasien, Ostasiaten, Japan, Singapur, Deutschland, Mathematik, Intelligenz, Normalverteilung, Population, Bevölkerungsgröße

Advertisements

Kleine Länder ganz groß

Kleine Länder ganz groß

Einwohnerzahl, Wohlstand und Entwicklung

Der Wohlstand und die demokratische Entwicklung eines Landes hängt nicht von der Zahl seiner Einwohner ab. Die Vorstellung, dass nur große Staatsgebilde Wohlstand bescheren können, entbehrt jeglicher Grundlage.

Als Kommentar zu dem SPIEGEL-ONLINE-Artikel Puigdemont zum Wahlergebnis: „Der spanische Staat wurde bezwungen“ schreibt der Leser kurtbär:

katalonien ist ein trauerfall. demokratie und vor allem wohlstand findet man nur in größeren staatlichen gebilden. hier wählen leute bewusst ein kleines staatliches gebilde als ihr zu hause (1)


Wie der Leser kurtbär zu der Vorstellung kommt, Demokratie und Wohlstand fände man nur in größeren staatlichen Gebilden, bleibt sein Geheimnis. Fakt ist, dass keinerlei Zusammenhang zwischen Demokratie und Wohlstand auf der einen und Größe der staatlichen Gebilde auf der anderen Seite besteht.

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme UNDP) veröffentlicht seit 1990 alljährlich den Human Development Index HDI (2). Dieser Index gilt – wie der Name schon sagt – als Indikator der menschlichen Entwicklung (3). Tabelle 1 zeigt die Top 20 des Entwicklungsindexes sowie Spanien und Katalonien.

Tabelle 1: Top 20 des Human Development Index (HDI) und Einwohnerzahlen
HDI-
Rang

Land
Millionen
Einwohner
1 Norwegen 5,2
2 Australien 24,0
2 Schweiz 8,3
4 Deutschland 80,7
5 Dänemark 5,7
5 Singapur 5,6
7 Niederlande 16,9
8 Irland 4,7
9 Island 0,3
10 Kanada 35,9
10 USA 321,8
12 Hong Kong 7,3
13 Neuseeland 4,5
14 Schweden 9,8
15 Liechtenstein 0,0
16 Großbritannien 64,7
17 Japan 126,6
18 Südkorea 50,3
19 Israel 8,1
20 Luxemburg 0,6
27 Spanien 46,1
Katalonien 7,5

Katalonien hat 7,5 Millionen Einwohner. Neun der HDI-Top-20 haben weniger Einwohner als Katalonien; zwei weitere Länder haben nur unwesentlich mehr (Israel 8,1 Millionen, Schweiz 8,3 Millionen).

Von den 20 einwohnerreichsten Ländern der Welt finden sich lediglich drei – USA, Japan und Deutschland – unter den HDI-Top-20. Die Hälfte der einwohnerreichsten Länder finden sich sogar in der unteren Hälfte des HDI (nicht in dieser Tabelle dargestellt).

Die Korrelation zwischen Einwohnerzahl und HDI beträgt -0,01. Das ist natürlich statistisch völlig bedeutungslos, und das heißt:

  • Es besteht auch nicht der allergeringste Zusammenhang zwischen dem Entwicklungsstand und der Einwohnerzahl.

Ein wenig, aber nicht viel anders sieht es aus, wenn man ausschließlich den finanziellen Reichtum betrachtet.

In Tabelle 2 finden sich die Top-20 gemessen am kaufkraftbereinigten Bruttoeinkommen pro Kopf.

Tabelle 2: Top 20 der reichsten Länder nach kaufkraftbereinigtem Pro-Kopf-Einkommen in US-Dollar und Einwohnerzahlen.
HDI-
Rang

Land
Bruttoeink.
pro Kopf
Millionen
Einwohner
33 Katar 129916 2,2
5 Singapur 78162 5,6
51 Kuwait 76075 3,9
15 Liechtenstein 75065 0,0
30 Brunei 72843 0,4
1 Norwegen 67614 5,2
42 Vereinigte Arabische Emirate 66203 9,2
20 Luxemburg 62471 0,6
2 Schweiz 56364 8,3
12 Hong Kong 54265 7,3
10 USA 53245 321,8
38 Saudi-Arabien 51320 31,5
32 Andorra 47979 0,1
7 Niederlande 46326 16,9
14 Schweden 46251 9,8
4 Deutschland 45000 80,7
5 Dänemark 44519 5,7
8 Irland 43798 4,7
24 Österreich 43609 8,5
2 Australien 42822 24,0
27 Spanien 32779 46,1

Wenn es ausschließlich um den finanziellen Reichtum geht, dann stehen die bevölkerungsarmen Erdölförderländer Katar (Rang 1), Kuwait (Rang 3), Brunei (Rang 5), Vereinigte Arabische Emirate (Rang 7) und Saudi-Arabien (Rang 12) ganz weit vorn. Ansonsten sind jene Länder besonders reich, die im HDI an der Spitze stehen (das ist nicht verwunderlich, da das Pro-Kopf-Einkommen eine Komponente des HDI ist).

  • Auch der finanzielle Reichtum eines Landes zeigt keinerlei Zusammenhang mit der Einwohnerzahl (die Korrelation beträgt -0,04)

Die Vorstellung des SPIEGEL-ONLINE-Kommentators kurtbär entbehrt jeglicher Grundlage. Die reine Bevölkerungszahl ist völlig unerheblich. Entscheidend sind ganz andere Faktoren.

  • Der mit Abstand wichtigste Faktor für Entwicklungsniveau und Wohlstand eines Landes ist das Intelligenzniveau der Bevölkerung! Im Vergleich dazu sind alle anderen Faktoren drittrangig.

Sämtliche Länder in den HDI-Top-20 weisen einen nationalen IQ um 100 auf (siehe Lynn und Vahnanen, 2012 (4)).

Zahlreiche Autoren sehen die politischen Institutionen als den wichtigsten Faktor an (5). Die herausragende Rolle der politischen Institutionen ist nicht zu bestreiten. Entscheidend ist jedoch, dass funktionierende politische Institutionen nur dort etabliert werden können, wo die Bevölkerung ein ausreichend hohes Intelligenzniveau aufweist. Intelligenz ist also die Voraussetzung. Dass die Autoren diesen alles entscheidenden Aspekt schamhaft verschweigen, ist wohl der politischen Correctness geschuldet.

  • Wenn es alleine um den finanziellen Reichtum geht, spielt das Erdöl eine überragende Rolle.

Die erdölfördernden Länder der Arabischen Halbinsel weisen einen niedrigen nationalen IQ auf (4); lediglich mit Hilfe der westlichen Technologie ist es ihnen möglich, ungeheuren finanziellen Reichtum anzuhäufen. Die herausragende Rolle des Erdöls ist jedoch auf einen historisch relativ engen Zeitraum beschränkt. Mit der Entwicklung neuer Technologien können diese Länder rasch in völliger Bedeutungslosigkeit versinken.

Zum Thema Wahlausgang in Katalonien – das der Ausgangspunkt für den SPIEGEL-ONLINE-Kommentar ist – sei abschließend lediglich festgehalten: Die reine Bevölkerungszahl ist absolut irrelevant in Bezug auf Demokratie und Wohlstand. kurtbärs Behauptung „demokratie und vor allem wohlstand findet man nur in größeren staatlichen gebilden“ ist pure Fantasie.

*

Quellen und Anmerkungen:

(1) SPIEGEL ONLINE: Puigdemont zum Wahlergebnis: „Der spanische Staat wurde bezwungen“,
Kommentar Nr. 9 von kurtbär, 22.12.2017, 06:29 Uhr

(2) Human Development Report 2016. Human Development for Everyone. United Nations Development Programme (UNDP), 2016.

(3) Der HDI berücksichtigt folgende Komponenten:
Lebenserwartung bei Geburt
Durchschnittliche Schulbesuchsdauer (Anzahl der Schuljahre für Mindestens-25-Jährige)
Voraussichtliche Schulbesuchsdauer (Anzahl der Jahre, die 5-Jährige voraussichtlich zur Schule gehen werden)
Pro-Kopf-Bruttonationaleinkommen, kaufkraftbereinigt in US-Dollar

(4) Lynn, R. & Vanhanen, T. (2012). Intelligence. A Unifying Construct for the Social Sciences. London: Ulster Institute for Social Research.

(5) Einige ausgezeichnete Bücher zur Rolle der politischen Institutionen:
Daron Acemoglu und James A. Robinson: Warum Nationen scheitern. Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut. Frankfurt am Main: Fischer Verlag, 20153.
Angus Deaton: Der große Ausbruch: Von Armut und Wohlstand der Nationen. Stuttgart: Klett-Cotta, 2017.
Francis Fukuyama (2011). The Origins of Political Order. From Prehuman Times to the French Revolution. New York: Farrar, Straus and Giroux.
Francis Fukuyama (2014). Political Order and Political Decay. From the Industrial Revolution to the Globalisation of Democracy. New York: Farrar, Straus and Giroux.

***
Stichwörter:
Politik, Bevölkerung, Staaten, Länder, Einwohner, Einkommen, Wohlstand, HDI, Human Development Index, Spanien, Katalonien

Buchtipp: The Neuroscience of Intelligence

The Neuroscience of Intelligence

Ein Buchtipp

Ich lese gerade ein ganz hervorragendes Buch:

Richard D. Haier (2017). The Neuroscience of Intelligence. New York: Cambridge Universitiy Press.

Das Buch macht deutlich, wie weit Genetik und Neurowissenschaften in der Erforschung der biologischen Grundlagen fortgeschritten und wie lächerlich die antifaktischen kulturdeterministischen Ideologien vor dem Hintergrund der psychologischen und biologischen Intelligenzforschung sind.

Hier will ich lediglich eine Randbemerkung aus dem Buch zitieren: „… genetic studies are logistically complex and expensive, especially when large samples are involved. DNA sequencing machines alone, for example, cost about $1-2 million each. Reportedly, in 2012 a single research institute in China, The Behavioral Genetics Institute, had 128 of them, along with super computers. Finding intelligence genes is a high priority. This one institute has over 4,000 scientists and technicians working there and a poster on the wall reportedly says: ‘Genes build the future’ … At the end of the twentieth century, Plomin (1999) stated, ‘The most far-reaching implications for science, and perhaps for society, will come from identifying genes responsible for the heritability of g …’ One the one hand, China has substantial investment in this hunt, and on the other hand, a majority of members currently in the US Congress apparently do not believe in evolution.” (S.65)

Nun ja, in den USA gibt es trotz alledem noch Forschung zu Intelligenz, Genetik und Neurowissenschaften.

In Deutschland ist Intelligenzforschung immer noch tabu. Hierzulande ist man immer noch der Meinung, alle Menschen würden mit leeren Köpfen geboren und die Schulen und „die Gesellschaft“ müssten die Intelligenz in die Hohlräume füllen.

Statt in zukunftsrelevante Forschung zu investieren, importiert Deutschland Millionen Analphabeten aus Arabien und Schwarzafrika, die den Steuerzahler Hunderte Milliarden kosten und das Intelligenzniveau drastisch senken. Die Chinesen lachen sich über so viel Dummheit kaputt.

Anmerkung: In dem Buch geht es um Forschungsmethoden und Forschungsergebnisse. Die unglaubliche Dummheit von Forschungspolitik und politisch bornierten Ideologen kommt nur am Rande zur Sprache.

***
Stichwörter:
Migranten, Intelligenz, Politik, Deutschland, USA, China, Forschung, Forschungspolitik, Intelligenzforschung, Genetik, Neurowissenschaften, Psychologie

Von Rechtsradikalen und Salafisten

Von Rechtsradikalen und Salafisten

Heute wartet ZEIT ONLINE mal wieder mit einer erschütternden Nachricht auf: Geheimdienst stufte jährlich 20 Soldaten als rechtsextrem ein.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat seit 2008 rund 200 Bundeswehrsoldaten als rechtsextrem eingestuft …
[die innenpolitische] Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic … sprach bei umgerechnet mehr als 20 Rechtsextremen pro Jahr von einer „relevanten und bedenklichen Größenordnung“ …
MAD-Präsident Christopf Gramm hatte bei der Anhörung keinen grundsätzlichen Anstieg von rechtsextremen Tendenzen in der Bundeswehr konstatiert … Nach … 2011 seien die Fallzahlen zunächst sogar deutlich gesunken. Seit 2012 würden im Schnitt jährlich acht Extremisten identifiziert.


So weit ZEIT ONLINE, 23. Oktober 2017

*

Am 25. September 2017 berichtete ZEIT ONLINE

Die Zahl der Salafisten in Deutschland ist nach Angaben des Verfassungsschutzes erneut gestiegen. Inzwischen rechnen die Sicherheitsbehörden 10.300 Menschen zu dieser Szene. Sie sei „sowohl in Deutschland wie auch auf internationaler Ebene die zurzeit dynamischste islamistische Bewegung“.


Ob die Grünen damals auch von einer „relevanten und bedenklichen Größenordnung“ sprachen, entzieht sich meiner Kenntnis.

*

Fakt ist:
Wenn der MAD weiterhin im Tempo von 2008 bis 2017 Rechtsradikale in der Bundeswehr entlarvt, dann ist die Zahl 10.300 in 515 Jahren erreicht.
Wenn der MAD im Tempo von 2012 bis 2017 Rechtsradikale in der Bundeswehr entlarvt, dann ist die Zahl 10.300 in 1.288 Jahren erreicht.
Ob allerdings die Zahl der Salafisten auf dem niedrigen Niveau von 10.300 gehalten werden kann, ist offen.

*

Kurze Ergänzung:

Die Bundesanwaltschaft leitete 2017 bisher mehr als 900 Terrorismus-Verfahren ein, davon mehr als 800 Islamradikale … Im ganzen Jahr 2016 waren 240 solcher Verfahren eingeleitet worden, 2013 gab es noch „nur“ 80 neue Verfahren.
Die Bundespolizei schätzt, dass 705 islamischen Extremisten im Lande zu Terror-Anschlägen bereit sind … Die Zahl der islamischen Extremisten in Deutschland insgesamt geben die Dienste mit 24.400 an, von denen keine unmittelbare Terror-Gefahr erwartet wird.


Terrorismus-Verfahren vervierfachten sich in einem Jahr, Tichys Einblick, 25. Oktober 2017

Diese Zahlen werden sicherlich die Grünen und die Linken in ihrem Kampf gegen Rechts bestärken.

***

Stichwörter:
Politik, Medien, ZEIT, Rechtsradikale, Bundeswehr, Salafisten, Grüne, Linke, Terrorismus

Bundestagswahl 2017 Mega-Beben in Sachsen

Bundestagswahlen - Bundesland Sachsen 1990 bis 2017

Bundestagswahl 2017

Das Mega-Beben in Sachsen

Im Beitrag → Bundestagswahl 2017 – Die Schrumpfung von CDU/CSU und SPD haben wir gesehen, dass Sachsen unter allen Bundesländern die dramatischsten Veränderungen bei der Bundestagswahl 2017 zu verzeichnen hat.

Im Einzelnen sieht das so aus:

  • CDU von 42,6 auf 26,9 Prozent. Das entspricht einer Reduktion des Stimmenanteils um 36,85 Prozent.
  • SPD von 14,6 auf 10,5 Prozent. Reduktion: 28,08 Prozent.
  • Linke von 20,0 auf 16,1 Prozent. Reduktion: 19,5 Prozent.
  • Grüne von 4,9 auf 4,6 Prozent. Reduktion: 6,12 Prozent.
  • FDP von 3,1 auf 8,2 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um 164,52 Prozent.
  • AfD von 6,8 auf 27,0 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um 297,06 Prozent.

Die CDU – 2013 Spitzenreiter mit 42,6 Prozent – liegt nun mit 26,9 Prozent hinter der AfD, die mit dem gigantischen Sprung von 6,8 auf 27,0 Prozent zur stärksten Partei geworden ist.

Mit 29,9 + 10,5 = 41,4 Prozent hätte eine „Große Koalition“ aus CDU und SPD eine regierungsfähige Mehrheit meilenweit verfehlt (auch in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätte eine CDU-SPD-Koalition keine Mehrheit).

Das ist ein politisches Mega-Beben! In den Medien wird Sachsen gelegentlich erwähnt, aber das Ausmaß der Verwerfungen wird dabei kaum deutlich.

In Abbildung 1 habe ich die Ergebnisse der Bundestagswahlen für das Bundesland Sachsen von 1990 bis 2017 dargestellt.

Bundestagswahlen - Bundesland Sachsen 1990 bis 2017
Abbildung 1: Bundestagswahlen – Bundesland Sachsen 1990 bis 2017

Von 1990 bis 2013 lagen die Werte der CDU zwischen 49,5 (1990) und 30,0 Prozent (2005). Die untere Schranke hat sie nun deutlich unterboten.

Nach einem steilen Anstieg von 1990 (18,2 Prozent) bis 2002 (33,3 Prozent) ging es für die SPD steil bergab; und nun konnte sie sich nur mit größter Mühe im zweistelligen Bereich halten. Eine Volkspartei ist die SPD wahrlich nicht mehr – in Sachsen hat sie eher den Charakter einer Splitterpartei.

Man darf gespannt sein, wie die Fortsetzung der Kurvenverläufe in Abbildung 1 aussehen wird. Womöglich findet die nächste Bundestagswahl noch vor der nächsten Landtagswahl in Sachsen statt, die im Sommer 2019 ansteht.

***
Stichwörter:
Politik, Wahl, Bundestagswahl, 2017, Sachsen, Bundesländer, CDU, SPD, AfD, Linke, FDP, Grüne, Bundesländer

Bundestagaswahl 2017 – Die Schrumpfung von CDU/CSU und SPD

Bundestagswahl 2017 - Schrumpfung von CDU/CSU und SPD

Bundestagswahl 2017

Schrumpfkur oder Die Selbstverzwergung der Großen Koalition

Bei der Bundestagswahl 2017 mussten die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD dramatische Verluste hinnehmen.

CDU/CSU sind von 41,5 auf 32,9 Prozent abgesackt, die SPD von 25,7 auf 20,5. Für CDU/CSU beträgt der Verlust 8,6, für die SPD 5,2 Prozentpunkte.
Bei einer Ausgangsbasis von 41,5 bedeutet ein Verlust von 8,6 Prozentpunkten: Der Stimmenanteil hat sich um 20,72 Prozent reduziert!
Eine Reduktion von 25,7 auf 20,5 Prozent bedeutet: Der Stimmenanteil ist um 20,23 Prozent geschrumpft!
Die Großkoalitionäre CDU/CSU und SPD haben damit einen nahezu identischen Schrumpfungsprozess vollzogen. Beide Parteien haben ihren Stimmenanteil um ein Fünftel reduziert.

In Abbildung 1 habe ich mal zusammengestellt, wie dies für die einzelnen Bundesländer aussieht.

Bundestagswahl 2017 - Schrumpfung von CDU/CSU und SPD
Bundestagswahl 2017 – Schrumpfung von CDU/CSU und SPD

Unangefochtener Spitzenreiter ist Sachsen. Hier ist die CDU um 36,85 und die SPD 28,08 Prozent geschrumpft. Das kann man eigentlich kaum anders als politisches Erdbeben bezeichnen. In der Berichterstattung ist das kaum zur Sprache gekommen.

Das niederschmetternde Ergebnis der CSU in Bayern fand hingegen einige Beachtung. In bundespolitischer Hinsicht ist dies zweifellos das bedeutsamste Landesergebnis; im Hinblick auf die Schrumpfungsquote ist es allerdings absolut durchschnittlich; in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Würtemberg, Hessen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hat die CDU noch stärkere Verluste eingefahren als die Bajuwaren.

In keinem einzigen Bundesland konnte einer der ehemaligen Großkoalitionäre den Verlust im einstelligen Bereich halten. Mit 12,0 in Rheinland-Pfalz und 12,26 Prozent im Saarland schnitt die SPD noch am besten ab – eine Reduktion um ein Achtel ist unter normalen Umständen ein herber Verlust, aber angesichts des katastrophalen Gesamtergebnisses wird die SPD im Südwesten vermutlich jubeln.

***

Stichwörter:
Politik, Wahl, Bundestagswahl, CDU, CSU, SPD, Schrumpfung, Großparteien, Große Koalition, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Bundestagswahl 2017 – Das vollständige Wahlergebnis

Bundestagswahl 2017 - Das vollständige Ergebnis

Bundestagswahl 2017

Das vollständige Wahlergebnis

So sieht das vollständige Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017 aus:

Bundestagswahl 2017 - Das vollständige Ergebnis
Bundestagswahl 2017 – Das vollständige Ergebnis

Nur jeder vierte Wahlberechtigte wählte Merkel-CDU/CSU.
Die zweitstärkste Gruppe sind die Nichtwähler.
Noch nicht mal jeder sechste Wahlberechtigte wählte die SPD.
Keine der übrigen Parteien konnte wenigstens zehn Prozent der Wahlberechtigten für sich gewinnen.

***

Stichwörter:
Politik, Wahl, Bundestagswahl, CDU, CSU, SPD, AfD, FDP, Grüne, Linke, Nichtwähler, Sonstige

ZEIT für politische Propaganda

ZEIT für politische Propaganda

Bildungsniveau von Migranten – Teil 1

Die online-Ausgabe der ZEIT bringt extra zur Bundestagswahl 2017 eine Serie „Zahl des Tages“. Was vorgeblich der Information dienen soll, entpuppt sich rasch als statistische Manipulation und pure politische Propaganda.

Unter der Schlagzeile „Jeder fünfte Mensch mit Migrationshintergrund hat Abitur“ meldet ZEIT-online am 13. September: „20 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund haben Abitur. Bei Menschen ohne Migrationshintergrund sind es ebenfalls 20 Prozent.“

Mit Hinweis auf das Statistische Bundesamt (1) erfährt der ZEIT-Leser: „Demnach hatten bis zum Erhebungszeitpunkt 3,7 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund Abitur gemacht, das entspricht 20,21 Prozent. Damit liegt ihr Anteil minimal über dem Anteil bei den Menschen ohne Migrationshintergrund – hier haben 20,17 Prozent den höchsten deutschen Schulabschluss erreicht.“

Die politische Botschaft, die diese Meldung vermitteln soll ist klar: Migranten sind – zumindest im Hinblick auf das Abitur – genauso gebildet wie die Deutschen (2).

ZEIT online räumt anschließend zwar ein, dass der Anteil der Personen ohne Schulabschluss bei den Migranten fünfmal so hoch ist wie bei den Deutschen, gleichwohl ist dieser Artikel ein Zeugnis journalistischer Inkompetenz und politischer Propaganda.

Wie kommen die Zahlen 20,21 und 20,17 Prozent zustande?

Tabelle 8 Bevölkerung 2016 nach Migrationsstatus, allgemeinem Schulabschluss und Geschlecht des Statistischen Bundesamtes weist 63.848.000 Deutsche aus, davon haben 12.881.000 Abitur (3). Hieraus ergibt sich ein Anteil von 20,17 Prozent. Von 18.576.000 Personen mit Migrationshintergrund finden sich 3.754.000 in der Rubrik „Abitur“, das sind 20,21 Prozent.

So weit sind die Zahlen zwar numerisch korrekt, inhaltlich sind sie aber – gelinde ausgedrückt – irreführend. 8.730.000 Deutsche und 4.821.000 Personen mit Migrationshintergrund sind noch in Ausbildung oder noch gar nicht schulpflichtig. Diese Personen können naturgemäß kein Abitur haben. Bereinigt man die Daten um diese Gruppe, dann haben 23,37 Prozent der Deutschen und 27,29 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund Abitur.

Hier gibt es die → Fortsetzung.


*

Quellen und Anmerkungen

(1) Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Bevölkerung mit Migrationshintergrund. – Ergebnisse des Mikrozensus 2016 – Fachserie 1 Reihe 2.2. Statistisches Bundesamt (Destatis). Erschienen am 1. August 2017, Artikelnummer: 2010220167004

(2) Ich verwende die Bezeichnung Deutsche für die Personen, die beim Statistischen Bundesamt als Deutsche ohne Migrationshintergrund geführt werden.

(3) Die Häufigkeitsangaben des Statistischen Bundesamtes beziehen sich auf die Einheit 1.000.

***

Stichwörter:
ZEIT, Medien, Presse, Lügenpresse, Bildung, Abitur, Migranten, Propaganda, Statistik

Wahlprogramme der deutschen Parteien zur Bundestagswahl 2017

Wahlprogramme der deutschen Parteien zur Bundestagswahl 2017

Die Linke und die Grünen haben ein gemeinsames Wahlprogramm:   One world – no borders! Es gibt ein allgemeines uneingeschränktes Menschenrecht auf bedingungslose lebenslange Rundumvollversorgung durch den deutschen Sozialstaat. Deutschland hat die Pflicht, einen ständigen Shuttle-Dienst einzurichten und die Reisewilligen aus aller Welt zusammen mit ihrer gesamten Familie per Flugzeug sicher in ihre neue Heimat zu bringen.
Zusatz der Grünen:  Wir freuen uns auf die Zeit, wenn die Deutschen endlich ausgelöscht sind.

SPD   Jeder Mensch auf der ganzen Welt, der nach Deutschland kommen will, darf nach Deutschland kommen. Araber und Afrikaner sind wertvoller als Gold. Zusätzlich muss endlich ein Einwanderungsgesetz her, um qualifizierte Fachkräfte ins Land zu locken.
Brandaktuelle Ergänzung: 100%-Schulz fordert, dass die Goldstücke auf andere europäische Länder verteilt werden, ganz egal, ob es denen gefällt oder nicht. Wenn die anderen Länder nicht wollen, dann müssen wir sie halt dazu zwingen. Und wenn die Goldstücke sich nach der Zwangsverteilung auf den Weg ins Traumparadies Deutschland machen, dann gilt der erste Satz: Jeder Mensch auf der ganzen Welt, der nach Deutschland kommen will, darf nach Deutschland kommen.

CDU   Deutschland kann und will seine Grenzen nicht schützen und eine Obergrenze kann es nicht geben. Wenn jemand nach Deutschland kommt, dann ist er halt da. Eine Situation wie im Jahre 2015 soll und darf sich nicht wiederholen.; wenn dennoch zwei, drei, fünf oder zehn Millionen nach Deutschland kommen, dann ist das nun mal so, dann sind sie halt da und wir zeigen ein freundliches Gesicht. Wir schaffen das!
Angelas Wille geschehe, amen!

CSU   Wir brauchen eine Obergrenze. Wir stehen voll hinter der Kanzlerin und wenn diese keine Obergrenze will, dann können wir leider nichts ändern. Wenn die Obergrenze überschritten ist, murren wir ein bisschen und lassen alles weiterlaufen wie gehabt.

FDP   Das Thema interessiert uns nicht. Hauptsache, wir kommen endlich wieder an die fetten Pöstchen. Alles andere ist uns egal.

Bei diesem reichhaltigen und vielfältigen Angebot hat nun der brave deutsche Bürger die Wahl, wo er am 24. September sein Kreuzchen setzen darf.

In ein paar Jahren wird er dann sagen: „Wer hätte denn damals wissen können, dass es so kommt? Das hätte doch keiner gedacht, das konnte doch keiner wissen! Was hätte ich denn tun sollen? Niemand hat uns gewarnt. Und eine Alternative gab es damals ja nicht.“

***
Stichwörter:
Politik, Wahl, Bundestagswahl, Wahlprogramm, Parteien, CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP, Wähler, Flüchtlingspolitik

Ausländerkriminalität und Intelligenz

Intelligenz und Ausländerkriminalität

Ausländerkriminalität in Deutschland

Teil 2: Ausländerkriminalität und Intelligenz

Im Teil 1 dieser Serie – Ausländerkriminalität in Deutschland. Teil 1: Herkunftsländer und Kriminalitätsrate – kamen wir zu folgenden Aussagen über die Kriminalität von Ausländern in Deutschland:

  • Schwarzafrikaner sind sehr viel krimineller als Deutsche.
  • Moslems sind viel krimineller als Deutsche.
  • Ostasiaten sind weniger kriminell als Deutsche.

  • Diese Aussagen beschreiben empirische Tatsachen, die sich unmittelbar aus Renz‘ Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016 und der Bevölkerungsstatistik 2015 ergeben (1). Politisch korrekten und ideologisch verbretterten Menschen werden diese Aussagen nicht gefallen – aber ideologisches Wunschdenken ändert nichts an der Realität.

    Im aktuellen Beitrag greife ich nun einen Aspekt auf, der in Lenz‘ Analyse nicht berücksichtigt wurde, nämlich die Intelligenz.

    Aus Hunderten Untersuchungen mit Millionen Probanden (2) ergeben sich folgende Aussagen:

  • Schwarzafrikaner sind sehr viel weniger intelligent als Deutsche.
  • Moslems sind viel weniger intelligent als Deutsche.
  • Ostasiaten sind intelligenter als Deutsche.

  • Auch diese Befunde werden politisch korrekten und ideologisch verbretterten Menschen nicht gefallen – aber auch hier ändert ideologisches Wunschdenken nichts an der Realität.

    Aus den je drei Aussagen zur Ausländerkriminalität und zum Intelligenzniveau verschiedener Nationen (Regionen/Religionen) lässt sich unmittelbar ein Zusammenhang zwischen Kriminalität und Intelligenz erwarten. In der Tat machen unzählige kriminologische und psychologische Untersuchungen unmissverständlich klar, dass Kriminalität mit einer geringeren Intelligenz einhergeht (3). Der Großteil der Untersuchungen erfolgte zwar innerhalb der jeweiligen Populationen, Lynn und Vanhanen (2012, S.270-271) zeigen aber, dass dies auch für Unterschiede zwischen Nationen gilt.

    Abbildung 1 veranschaulicht den Zusammenhang zwischen der nationalen Intelligenz und der Ausländerkriminalität.

    Die Datenpunkte bezeichnen jeweils ein Land.

    Als Maß der Intelligenz auf der horizontalen Achse habe ich die nationalen IQ-Werte von Lynn und Vanhanen (2012, Table 3.6, S.51-62) übernommen (4).

    Das Maß der Ausländerkriminalität auf der Y-Achse ist der Ausländerkriminalitätsquotient AKQ aus Teil 1. Dieser Quotient gibt an, um welchen Faktor Ausländer in Deutschland die Kriminalitätsrate der Deutschen über- oder unterschreiten.

    Intelligenz und Ausländerkriminalität in Deutschland
    Abbildung 1: Intelligenz und Ausländerkriminalität in Deutschland
    Horizontal: Intelligenz = Nationaler IQ
    Vertikal: Ausländerkriminalitätsquotient AKQ = Anteil der Tatverdächtigen im Verhältnis zu Deutschen
    Grüner Punkt: Deutschland

    Hohe, aber keineswegs perfekte Korrelation

    Die Datenpunkte in Abbildung 1 zeigen einerseits eine starke Streuung – das heißt: der Zusammenhang zwischen Intelligenz und Kriminalität ist keineswegs perfekt.

    Andererseits zeigt sich ein deutlicher Abfall von links oben nach rechts unten – das heißt: je höher die nationale Intelligenz, desto geringer die Kriminalität.

    Die Produkt-Moment-Korrelation zwischen der Intelligenz und der Kriminalitätsrate beträgt -0.56. Das ist für psychologische und soziologische Untersuchungen ein hoher Wert. Fast ein Drittel der Varianz der Kriminalität wird durch den nationalen IQ aufgeklärt (5).

    Extreme Unterschiede

    Wie stark sich die Intelligenz auf die Kriminalität auswirkt, zeigt zum Beispiel folgende Betrachtung:

    Elf Länder weisen einen IQ über 95 auf. Mit Ausnahme der Mongolei (IQ=100; AKQ=5,8) liegt in all diesen Ländern der Ausländerkriminalitätsquotient zwischen 3,1 (Polen) und 0,2 (Japan). Singapur, Katar, Philippinen, Finnland, China, Malaysia, Taiwan, Korea und Japan schneiden sogar besser ab als Deutschland.

    Einunddreißig Länder weisen einen IQ von 85 oder weniger auf. Lediglich zwei dieser Länder zeigen einen AKQ unter 5. Die beiden Ausnahmen sind Katar (IQ=80,1; AKQ=0,9) und die Demokratische Republik Kongo (IQ=68; AKQ=2,7).

    Anmerkung: Renz machte bereits auf den Sonderfall Kongo aufmerksam. Die Demokratische Republik Kongo fällt, wie gerade gesehen, völlig aus dem Rahmen. Demgegenüber ist die Republik Kongo ein Musterfall von sehr geringer Intelligenz und extrem hoher Kriminalität (IQ=73; AKQ=24,5).

    Unterteilt man die Länder in Zehnerschritten nach dem IQ, dann ergeben sich die in Tabelle 1 zusammengefassten Kriminalitätsraten.

        IQ   AKQ       .
    Unter 70 13,50  
    70 – 79,9 9,98  
    80 – 89,9 7,18  
    90 – 99,9 3,94  
    100 und mehr 1,37  
    100+ ohne Mongolei 0,63  
    Tabelle 1: Intelligenz und Kriminalitätsrate (AKQ)


    In dieser Sichtweise wird die Kernaussage ganz deutlich:

    • Je geringer das Intelligenzniveau im Herkunftsland, desto höher ist die Kriminalität der in Deutschland lebenden Ausländer.

    Damit bestätigt auch diese Analyse die Tatsache, die seit Langem bekannt ist, aber aus Gründen der Political Correctness totgeschwiegen oder dreist geleugnet wird:

    • Kriminalität ist in einem hohem Maße ein Problem geringer Intelligenz.

    In den Daten stecken natürlich noch viele interessante Punkte. Auf einige davon werde ich in weiteren Beiträgen eingehen.

    Eine Lehre aus dem bisher Gesagten:

    • Wer massenhaft Schwarzafrikaner und Moslems ins Land schleust, der schleust massenhaft geringe Intelligenz und extrem hohe Kriminalität ins Land.

    Die deutsche Politik will diese elementare Tatsache nicht wahrhaben. Sie betreibt stattdessen seit Jahren in einem unerträglichen Ausmaß ganz gezielt Dysgenik (6), die in den kommenden Jahrzehnten unglaublich hohe irreparable Schäden anrichten wird.


    Quellen und Anmerkungen

    (1) Renz, Jochen (2017). Drei Chinesen mit dem Kontrabass – wenig bekannte Fakten zur Ausländerkriminalität in Deutschland. SSOAR Open Access Repository.
    * Polizeiliche Kriminalstatistik 2016, Tabelle 62 – Straftaten und Staatsangehörigkeit nichtdeutscher Tatverdächtiger, Bundeskriminalamt.
    * Ausländische Bevölkerung – Fachserie 1 Reihe 2 – 2015, Tabelle 12. Statistisches Bundesamt

    (2) Richard Lynn (2015). Race Differences in Intelligence. An Evolutionary Analysis. Augusta, Georgia: Washington Summit Publishers.

    (3) Ellis, L. &v Walsh, A. (2003). Crime, Delinquency and Intelligence. In Nyborg, H. (Ed.): The Scientific Study of General Intelligence. Amsterdam: Elsevier.

    (4) Lynn, Richard & Vanhanen, Tatu (2012). Intelligence. A Unifying Construct for the Social Sciences. London: Ulster Institute for Social Research.
    Für Kosovo habe ich den Wert 79 aus dem Beitrag Asylpolitik und Dysgenik, Tabelle 1 eingesetzt.

    (5) Nimmt man die drei extremen Ausreißer Guinea-Bissau, Algerien und Republik Kongo, deren AKQ weit über 20 liegt, heraus, dann steigt die Korrelation auf -0.66 und die Varianzaufklärung auf 43 Prozent.

    (6) Lynn, Richard (2011). Dysgenics. Genetic Deterioration in Modern Populations. London: Ulster Institute for Social Research.
    [Als PDF von der Tallinn University of Technology erhältlich: Dysgenics. Genetic Deterioration in Modern Populations (PDF)]

    ***
    Stichwörter:
    Kriminalität, Ausländer, Ausländerkriminalität, Polizeiliche Kriminalstatistik, Bevölkerungsstatistik, Ausländerkriminalitätskoeffizient, AKQ, Intelligenz, Dysgenik, Political Correctness, Politik

    Asylpolitik und Dysgenik

    Asylpolitik und Dysgenik

    Mir ist gerade mal wieder der BAMF-Flyer „Schlüsselzahlen Asyl 2016.“ zwischen die Finger geraten (1). Dort gibt es ein paar interessante Zahlen zur Entwicklung der Asylanträge in den letzten Jahren. Unter anderem eine Aufstellung der jeweils zehn zugangsstärksten Herkunftsländer von 2013 bis 2016 auf der Basis der Asyl-Erstanträge, die ich in Tabelle 1 wiedergebe.

    Hinzugefügt habe ich in der rechten Spalte die nationalen IQ-Werte auf der Grundlage von Lynn & Vanhanen (2012) und Lynn (2015) sowie der Webseite IQ Research+ (siehe 2).

    Da die IQ-Werte für einige Länder auf wenigen Studien mit zum Teil kleinen Stichproben beruhen, sind sie nur als Näherungswerte zu verstehen; in der Mehrzahl der Fälle dürfte die Fehlermarge nicht allzu groß sein (aber Bosnien-Herzegowina und Mazedonien sind wohl deutlich überschätzt). Für das zentrale Argument des aktuellen Betrages sind die Fehler aber irrelevant.

    2013 2014 2015 2016 IQ
    Afghanistan 7.735 9.115 31.382 127.012 75
    Albanien   7.865 53.805 14.853 82
    Bosnien-Herzegowina 5.705 93
    Eritrea 3.616 13.198 10.876 18.854 76
    Irak 3.958 5.345 29.874 96.116 87
    Iran 4.424 26.426 84
    Kosovo 6.908 33.427 79
    Mazedonien 6.208 5.614 9.083 91
    Nigeria 12.079 71
    Pakistan 4.101 8.199 14.484 84
    Russland 14.887 10.985 97
    Serbien 11.459 17.172 16.700 92
    Somalia 3.786 5.528 68
    Syrien 11.851 39.332 158.657 266.250 83
    Ungeklärt 11.721 14.659
    Erstanträge insgesamt     109.580   173.072   441.899   722.370

    Tabelle 1: Asylanträge 2013 bis 2016 (Erstanträge). Top-Ten-Herkunftsländer. Quelle: BAMF (1).
    Zur Spalte IQ siehe (2).

    Die letzte Zeile von Tabelle 1 macht das Ausmaß der merkel’schen Masseninvasion deutlich (3).

    Mit dem Merkel-Tsunami hat sich die Lage nicht nur im Hinblick auf die Zahl der Migranten, sondern auch im Hinblick auf das Intelligenzniveau dramatisch verschärft.

    2013, als die Migrantenzahl noch moderat war, stellten Russland (IQ = 97) und Serbien (IQ = 92) einen beträchtlichen Anteil, der den Niveauverlust ein wenig abmilderte.

    Mit dem Merkel-Tsunami wurden hingegen mehr als eine Million Araber und Afrikaner ins Land geschleust, deren kognitive Fähigkeiten erschreckend sind. Die Top-9 im Jahr 2016 weisen IQ-Werte zwischen 68 und 87 auf. Damit liegt diese Gruppe weit mehr als eine Standardabweichung unter dem deutschen Intelligenzniveau!
    Zur Einordnung: In den USA beträgt der Intelligenzunterschied zwischen Weißen und Schwarzen etwa eine Standardabweichung – diese Differenz ist enorm. Das Intelligenzgefälle zwischen Deutschen und den arabischen und afrikanischen Wohlstandsmigranten ist noch deutlich größer.

    Mit der Einladung zur größten Facebook-Party der Welt hat Merkel zweifellos den katastrophalsten dysgenischen Akt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland vollbracht.

    *

    Quellen und Anmerkungen
    (1) Schlüsselzahlen Asyl 2016. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 11.01.2017

    (2) Lynn, Richard (2015). Race Differences in Intelligence. An Evolutionary Analysis. Augusta, Georgia: Washington Summit Publishers.
    Lynn, Richard & Vanhanen, Tatu (2012). Intelligence. A Unifying Construct for the Social Sciences. London: Ulster Institute for Social Research.

    (3) Ergänzung: Von Januar bis Mai 2017 sind weitere 77.524 Erstanträge hinzugekommen.
    Aktuelle Zahlen zum Asyl. Ausgabe Mai 2017. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 2017.


    ***
    Stichwörter:
    Politik, Asylpolitik, Migranten, Intelligenz, Dysgenik, Merkel

    Evolutionstheorie, Islam und Grüne

    Evolutionstheorie, Islam und Grüne

    Unter der Schlagzeile Regierung streicht Evolutionsunterricht erfahren wir heute – 23. Juni 2017 – auf SPIEGEL ONLINE, dass die Evolutionslehre an türkischen Schulen künftig nicht mehr behandelt werden soll (1).
    … ein hochrangiger Vertreter des Bildungsministeriums … sagte, Evolution sei umstritten, kontrovers und zu kompliziert. „Wir glauben, dass dieses Unterrichtsfach das Verständnis der Schüler übersteigt“.

    Nun ja, eines muss man dem guten Mann zugutehalten: Er ist sich offenbar darüber im Klaren, dass es mit der Intelligenz der Türken nicht sonderlich gut bestellt ist.

    Aber dass es so schlecht um die geistigen Fähigkeiten des türkischen Volkes bestellt ist, hätte ich nicht gedacht. Immerhin liegt der IQ der Türken etwa bei 90 (2). Bei einem nationalen IQ von 90 müssten doch wenigstens ein paar Prozent der Schüler in der Lage sein, die Evolutionstheorie zu kapieren. Aber auf Wissen legt man in der Türkei keinen besonderen Wert. Viel wichtiger ist, dass die Schüler gute und folgsame Moslems sind und den Koran in- und auswendig kennen.

    Da wir in Deutschland mit einem hohen Anteil türkischer Schüler gesegnet sind – und in den kommenden Jahren Millionen Spösslinge von Wohlstandsmigranten aus Arabien und Afrika geschenkt bekommen, deren Intelligenzniveau noch weit unter dem türkischen liegt –, denkt nun vielleicht der ein oder andere darüber nach, ob wir den intelligenzschwachen Migrantenkindern zuliebe auch an deutschen Schulen die Evolutionstheorie abschaffen sollten.

    Aber Halt! Da war doch was?
    Ach ja: Die Abschaffung des Biologieunterrichts ist bekanntlich schon lange ein Herzensanliegen der Grünen. Und bereits kurz nach der Machtübernahme in Baden-Württemberg haben sie ganze Arbeit geleistet (Baden-Württemberg will Biologie-Unterricht abschaffen. Stuttgart in der Hand der Gender-Ideologen).

    Den Grünen geht es allerdings nicht um den Koran. Den Grünen geht es um eine andere Religion. Die Religion der Grünen ist eine Welt, in der die Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind; eine Welt, in der jeder Menschen sein Geschlecht frei wählen kann; eine Welt, in der der Allerdümmste genauso intelligent ist wie der Allerintelligenteste; eine Welt, in der alles bunt ist und in der es dennoch keinerlei Unterschiede zwischen den Menschen gibt.

    Die ersten Früchte ihrer antifaktischen Bildungspolitik konnten die Grünen ja bereits ernten: Innerhalb kürzester Zeit wurde Baden-Württemberg von einem Spitzenplatz auf die untersten Ränge durchgereicht ( Baden-Württemberg sackt in Bildungsstudie deutlich ab).

    *

    Anmerkungen und Quellen

    (1) Regierung streicht Evolutionsunterricht. SPIEGEL ONLINE, 23. Juni 2017

    (2) Lynn, Richard & Vanhanen, Tatu (2012). Intelligence. A Unifying Construct fort he Social Sciences. London: Ulster Institute for Social Research.

    (3) Ferdinand Knauß: Baden-Württemberg will Biologie-Unterricht abschaffen. Stuttgart in der Hand der Gender-Ideologen. Wirtschaftswoche, 18. Februar 2014.

    (4) Baden-Württemberg sackt in Bildungsstudie deutlich ab. Süddeutsche Zeitung, 28. Oktober 2016.


    ***
    Stichwörter:
    Religion, Politik, Islam, Grüne, Bildung, Bildungspolitik, Grüne, Evolutionstheorie

    Mit den Grünen die Welt verbessern

    Mit den Grünen die Welt verbessern

    Ich sag’s ja immer: Die Grünen haben die besten Ideen!

    In einem Interview mit Ska Keller, der Fraktionschefin der Grünen im Europaparlament, fragte die Neue Osnabrücker Zeitung: „Sie schlagen vor, größere Flüchtlingsgruppen zusammen in ein Land zu schicken – beispielsweise ein ganzes syrisches Dorf nach Lettland. Glauben Sie ernsthaft, dass die Osteuropäer da mitmachen?“

    Die Antwort von Ska Keller: „Die Idee mit dem syrischen Dorf ist ja nur eine Möglichkeit, die man nutzen könnte. Zum Beispiel, wenn Flüchtlinge nicht alleine in ein Land gehen wollen, wo es sonst keine Flüchtlinge gibt. Menschen gehen gerne dahin, wo schon Landsleute leben, das macht die Integration und die Aufnahme einfacher.“

    Neue Osnabrücker Zeitung, 20.06.2017

    Wie gesagt: Die Grünen haben die besten Ideen.

    Wenn die Letten sich der kulturellen Bereicherung verweigern, dann müssen wir die Letten halt zwangsbereichern.

    Schließlich – darauf verweist Ska Keller – verstoßen die osteuropäischen Staaten, indem sie die Aufnahme von Migranten verweigern, gegen EU-Recht.

    Wer nicht hören will, muss fühlen.

    Einfach mit der Grünen Armee in Lettland einmarschieren und dort syrische Dörfer errichten. Das ist die Lösung!

    Und – wie gesagt: „Die Idee mit dem syrischen Dorf ist ja nur eine Möglichkeit, die man nutzen könnte.“

    Wer nach Lettland marschiert, der muss ja auch durch Polen und Litauen. Also besetzen wir doch Polen und Litauen gleich mit und siedeln ein paar Millionen Araber in Ostpreußen, Pommern und Litauen an.

    Dann erobern wir Weißrussland und Russland. Von Weißrussland bis zum Ural ist ausreichend Platz für 500 Millionen Schwarzafrikaner.

    Wenn dann eine weitere Milliarde Schwarzafrikaner kommen, dann deportieren wir sie nach Sibirien. Dank Klimaerwärmung wird die Tundra tauen und die Afrikaner werden sich in Sibirien wohlfühlen.

    Ach ja: Die Sozialleistungen in Polen, Litauen, Lettland, Weißrussland und Russland sind arg mickrig. Aber Deutschland ist bekanntlich reich, und die Deutschen werden von Herzen gerne die Rundumversorgung der Goldstücke übernehmen.

    Also: Grüne wählen und die Welt verbessern! Am Grünen Wesen soll die Welt genesen.


    ***
    Stichwörter:
    Politik, Grüne, Migration

    Von Menschen, Führern und Elritzen

    Von Menschen, Führern und Elritzen

    Der Hirnforscher Gerald Wolf veröffentlichte am 03. Juni 2017 auf dem Onlineportal achgut.com einen äußerst lesenswerten Artikel mit dem Titel „Schwarmintelligenz und Schwarmdummheit“ (1). Darin zitiert er den Verhaltensbiologen und Nobelpreisträger Konrad Lorenz (1903 – 1989), der seinerseits ein Experiment zum Schwarmverhalten von Fischen schildert, welches der Zoologe Erich von Holst (1908 – 1962) in den 1940er Jahren an Elritzen durchgeführt hat.

    „Er [von Holst] operierte einem einzelnen Fischchen dieser Art das Vorderhirn weg, und in diesem stecken … alle Reaktionen des Schwarmzusammenhaltes. Die vorderhirnlose Elritze sieht, frißt und schwimmt wie eine normale, das einzige Verhaltensmerkmal, durch das sie sich von einer solchen unterscheidet, besteht darin, daß es ihr egal ist, wenn sie aus dem Schwarm herausgerät und ihr keiner der Genossen nachschwimmt. Ihr fehlt daher die zögernde Rücksichtnahme des normalen Fisches, der, auch wenn er noch so intensiv in bestimmter Richtung schwimmen möchte, sich doch schon bei den ersten Bewegungen nach den Schwarmgenossen umsieht und sich davon beeinflussen lässt, ob ihm welche folgen und wieviele. All dies war dem vorderhirnlosen Kameraden völlig egal; wenn er Futter sah, oder aus sonstwelchen Gründen irgendwohin wollte, schwamm er entschlossen los und siehe da – der   g a n z e    S c h w a r m   f o l g t e   i h m. Das operierte Tier war eben durch seinen Defekt eindeutig zum Führer geworden.“ (2)

    Wer denkt da nicht sofort an Angela Merkel und die Millionen Refjudschies-Wellkamm-Kreischer? (3)
    Bei der Führerin des deutschen Volkes – welches nach ihrem Verständnis alle umfasst, die es wie auch immer geschafft haben, ihren Fuß auf deutschen Boden zu setzen – scheint mir diese Assoziation allerdings nicht ganz treffend. Sie agiert eher wie ein Hecht, der eiskalt und stumm im Ozean der öffentlichen Meinung lauert und unentwegt Ausschau nach dem aktuell gerade größten Schwarm hält, um sich dann als Führerin an dessen Spitze zu stellen.

    *

    Quellen und Anmerkungen
    (1) Gerald Wolf: Schwarmintelligenz und Schwarmdummheit
    http://www.achgut.com/artikel/schwarmintelligenz_und_schwarmdummheit1
    03.06.2017
    (2) Konrad Lorenz: Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression. Dr. G. Borotha-Schoeler Verlag, Wien, 1963 (zitiert nach der 21. – 22. Auflage 1968, Seite 218-219; Sperrdruck im Original).
    (3) Gerald Wolf hat Angela Merkel nicht namentlich erwähnt. Er merkt lediglich ganz dezent an: „Wie, fragt man sich und das womöglich mit einer Spur von Häme, wie nun sieht es denn mit den Anführern unserer eigenen Spezies aus?“

     
    ***
    Stichwörter:
    Politik, Biologie, Konrad Lorenz, Erich von Holst, Elritzen, Angela Merkel, Führer, Schwarmverhalten, Schwarmintelligenz, Schwarmdummheit, Massenverhalten, Politiker, Verhaltensbiologie

    Von Wohlstandsmigranten, Steuern und Fleischwurst

    Von Wohlstandsmigranten, Steuern und Fleischwurst

    Kürzlich wurde ich bei einer Debatte um die Masseneinwanderung von Wohlstandsmigranten gefragt:
    „Haben Sie wegen der tsunamigleichen Einwanderungsströme der Flüchtlinge eine Scheibe Fleischwurst weniger auf dem Brötchen gehabt?“

    Wenn ich mich recht erinnere, war es Heiko Maas, der dieses Argument in die Welt gesetzt und sich damit als genialer Volkswirt profiliert hat (falls er es nicht war, bitte ich um Entschuldigung; Ehre, wem Ehre gebührt).
    In der Fantasia-Welt der SPD, der Grünen und der Linken ist es wohl tatsächlich so, dass das Geld auf Bäumen wächst und dass Nacht für Nacht Ufos auf dem Finanzministerium landen und heimlich die Schatztruhe des Finanzministers mit Milliarden Euros auffüllen.

    In der realen Welt sieht es ein bisschen anders aus. Da ergeben sich die Einnahmen des Staates in allererster Linie aus Steuern. Steuern kommen in der realen Welt nicht aus dem Nirwana. Steuern müssen die Bürger dieses Landes zahlen. Was der Finanzminister ausgibt, wurde vom Volk erwirtschaftet.

    Nehmen wir mal nur 21,7 Milliarden, das ist der Betrag, den allein der Bund im Jahr 2016 für die Wohlstandsmigranten gezahlt hat (*). Und lassen wir die Milliarden, die von den Ländern und Kommunen aufgebracht wurden, außen vor. 21,7 Milliarden ergeben bei einer Bevölkerung von 82 Millionen 264,63 Euro pro Kopf.

    Ehrlich gesagt: Eine Scheibe Fleischwurst, die ich auf dem Brötchen habe, kostet deutlich weniger als 264,63 Euro.
    Bei uns kostet ein Ring Fleischwurst knapp 5 Euro (ich leiste mir Fleischwurst nur dann, wenn sie im Sonderangebot ist). Zur Finanzierung der Wohlstandsmigranten habe ich in meiner Eigenschaft als Steuerzahler in einem einzigen Jahr auf 52,9 – also pro Woche auf einen – Ring Fleischwurst verzichtet. Das gilt aber nur für die Zahlungen des Bundes. Die Ausgaben der Länder und Gemeinden sind nicht berücksichtigt.

    Der nichtmonetäre Schaden, der im Zuge der Masseninvasion eingetreten ist, ist in dieser Rechnung ebenfalls unberücksichtigt. Und der nichtmonetäre Schaden wiegt für mich persönlich wesentlich schwerer als der wöchentliche Verzicht auf einen Ringel Fleischwurst.

    Ach ja: Auch in diesem Jahr und bis zu meinem Lebensende werde ich auf sehr, sehr, sehr viel Fleischwurst verzichten müssen.

    (*) „Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben zur Bewältigung der Flüchtlingskrise rund 21,7 Milliarden Euro ausgegeben. Nach dem nun veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums sind für dieses Jahr weitere 21,3 Milliarden Euro im Bundeshaushalt eingeplant.“
    Quelle: Tagesschau.de
    https://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-kosten-103.html
    Stand: 27.01.2017 07:35 Uhr

     
    ***
    Stichwörter:
    Politik, Migranten, Kosten, Steuern, Fleischwurst, Flüchtlingskosten

    Von Klima, Trumpeltieren und göttlichen Missionen

    Von Klima, Trumpeltieren und göttlichen Missionen

    Ich hab grad mal Trumps Rede zum Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen im vollständigen Wortlaut gelesen.

    Statement by President Trump on the Paris Climate Accord
    The White House
    Office of the Press Secretary
    June 01, 2017
    (https://www.whitehouse.gov/the-press-office/2017/06/01/statement-president-trump-paris-climate-accord)

    Wenn auch nur die Hälfte vom dem stimmt, was Trump sagt, dann wurde es – aus amerikanischer Sicht – allerhöchste Zeit, die Notbremse zu ziehen.
    Dass all die anderen, die sich auf Kosten der USA schadlos halten wollen, nun hysterisch werden, ist mehr als verständlich.

    Aber die Welt braucht keine Angst zu haben. Unsere Bundeskanzlerin hat bereits versichert, dass nichts und niemand sie als Weltenretterin aufhalten wird. Sie hat den Euro und Europa gerettet, sie hat das Flüchtlingselend auf der ganzen Welt gebannt und alle Fluchtursachen im Handumdrehen beseitigt. Aber das alles waren nur Peanuts. Nun geht es um die Rettung der Welt. Nun geht es um die Bewahrung der Schöpfung. Nun geht es um Göttliches. Nun geht es um eine göttliche Mission. Und an der Spitze stehen die Deutschen und ihre göttliche Weltenretterin!
    Dank Angela, der Weltenretterin und Bewahrerin der Schöpfung sind die Deutschen nun nicht nur die Guten, nun sind die Deutschen auch die Göttlichen.

    *

    Einige Worte der Göttlichen:
    „Diese [Trumps] Entscheidung kann und wird uns alle, die wir uns dem Schutz unserer Erde verpflichtet fühlen, nicht aufhalten.“
    „Entschlossener denn je werden wir in Deutschland, in Europa und in der Welt alle Kräfte bündeln.“
    „Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren. Nichts kann und wird uns dabei aufhalten.“
    (Bundeskanzlerin Angela Merkel, am 02. Juni 2017; zitiert nach der Saarbrücker Zeitung, 03.06.2017)
     
    ***
    Stichwörter:
    Politik, Klima, Klimawandel, Pariser Abkommen, Klimaabkommen, Donald Trump, Angela Merkel