Forschungsartikel zum Schwellenmodell der formal-operativen Intelligenz

Aus der Serie „Korruption und Intelligenz. Transparency International“ ist ein Forschungsartikel hervorgegangen, der 2021 in der Zeitschrift Mankind Quarterly unter dem Titel „Non-Linearity of Intelligence Effects and the Threshold Model of Formal-Operative Intelligence“ veröffentlich wurde.

Der vollständige Artikel kann bei Researchgate.net heruntergeladen werden → Non-Linearity of Intelligence Effects and the Threshold Model of Formal-Operative Intelligence

Außerdem kann auf Researchgate.net eine deutsche Fassung dieses Artikels heruntergeladen werden → Nicht-lineare Effekte der Intelligenz und das Schwellenmodell der formal-operativen Intelligenz

Non-Linearity of Intelligence Effects and the Threshold Model of Formal-Operative Intelligence
Abstract     There is ample evidence that numerous effects of intelligence are non-linear. Nevertheless, psychometric research is almost exclusively restricted to the linear approach. The article presents a non-linear model, dubbed threshold model of formal-operative intelligence. The model is based on Piaget’s stages of cognitive development. Using Transparency International’s Corruption Perceptions Index as an example, it is shown that countries are only able to curb corruption if their national intelligence exceeds a certain threshold. In the lower intelligence range it does not matter whether a country is very far below or directly on the threshold. Intelligence only comes into play when the threshold is exceeded. In the context of Piaget’s developmental psychology this means: The decisive question is whether a sufficiently large proportion of the population has reached the stage of formal-operative thinking. It is shown that the threshold model has far greater explanatory power than the linear approach, and that this applies to a broad range of quite diverse variables. The importance of intelligence is much greater than many believe.

Nicht-lineare Effekte der Intelligenz und das Schwellenmodell der formal-operativen Intelligenz
Zusammenfassung
    Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass die Auswirkungen der Intelligenz in unterschiedlichen Bereichen nicht-linear sind. Dennoch ist die psychometrische Intelligenzforschung fast ausschließlich auf den linearen Ansatz beschränkt. Dieser Artikel stellt ein nicht-lineares Modell vor, das als Schwellenmodell der formal-operativen Intelligenz bezeichnet wird. Das Modell basiert auf Jean Piagets Stufen der menschlichen Entwicklung. Am Beispiel des Korruptionswahrnehmungs-Index von Transparency International wird gezeigt, dass Länder nur dann in der Lage sind, Korruption einzudämmen, wenn ihre nationale Intelligenz eine bestimmte Schwelle überschreitet. Im unteren Intelligenzbereich spielt es keine Rolle, ob ein Land sehr weit unter oder direkt an der Schwelle liegt. Intelligenz entfaltet erst dann ihre Wirkung, wenn die Schwelle überschritten wird. Im Kontext der Entwicklungspsychologie von Piaget bedeutet dies: Entscheidend ist, ob ein ausreichend großer Teil der Bevölkerung das Stadium des formal-operativen Denkens erreicht hat. Es wird gezeigt, dass das Schwellenmodell eine weitaus größere Erklärungskraft hat als der lineare Ansatz. Dies gilt für eine breite Palette von ganz unterschiedlichen Variablen. Die Bedeutung der Intelligenz ist viel größer, als viele glauben.

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