Von Experten und Fachidioten – Teil 4

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

In → Teil 1, → Teil 2 und → Teil 3 haben wir einen Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz zu dem Artikel → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ kritisiert. Hier setzten wir die Kritik fort.

Volker Seitz: Ich kenne übrigens sehr viele kluge und erfolgreiche Afrikaner.

Anmerkung: Dieser Satz ist sicherlich richtig – aber er zeigt in ganz besonderer Weise, dass Volker Seitz das Kernproblem überhaupt nicht begriffen hat.
Selbstverständlich gibt es auch in Schwarzafrika kluge und erfolgreiche Menschen [A1]. Der entscheidende Punkt ist: Sehr intelligente Menschen sind in Schwarzafrika extrem selten.

Nach den gängigen Kriterien der → IQ-Ampel gelten IQ-Werte ab 125 als „sehr intelligent“. Bei einem Nationalen IQ von 75 sind unter zehntausend Menschen lediglich vier sehr intelligente zu erwarten; bei IQ-Werten von 70 bzw. 65 bzw. 60 sogar nur einer pro Zehntausend bzw. drei pro Hunderttausend bzw. sieben pro Million (siehe die Serie → Geographie der Intelligenz Teil 5 und → Teil 6).

Volker Seitz war Botschafter in Kamerun (IQ 67), der Zentralafrikanischen Republik (IQ 62) und Äquatorialguinea (IQ 65). Das Amt des Botschafters bringt es zwangsläufig mit sich, dass man einer ausgelesenen, grotesk verzerrten Stichprobe führender Persönlichkeiten zusammentrifft und „kluge und erfolgreiche“ Menschen kennenlernt.
Wenn selbst ein ausgewiesener Afrikaspezialist wie Volker Seitz nicht in der Lage ist, die alles überragende Bedeutung der extrem niedrigen Intelligenz der Schwarzafrikaner zu erkennen – was soll man dann von der abgeschotteten Kaste der Politiker erwarten?

Damit sind wir beim Kern dieser Serie angelangt.
Es geht nicht um die Person Volker Seitz; sein Gegenkommentar auf achgut.com steht exemplarisch für das zentrale Problem, dass Menschen in ihrem Fachbereich überragende Kenntnisse besitzen und in anderen Bereichen völlig versagen können.
Hans Rosling zeigt in seinem Buch „Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie ist“ [1], dass Nobelpreisträger, Spitzenforscher unterschiedlicher Disziplinen, Spitzenmanager und Spitzenpolitiker zu vielen drängenden Weltproblemen völlig verzerrte Vorstellungen haben. Gelegentlich liegen die Kenntnisse der Experten sogar unter denen von Laien.

  • Wer über die Probleme Schwarzafrikas redet und dabei die alles überragende Bedeutung der extrem niedrigen Intelligenz der Schwarzafrikaner nicht (an)erkennt, ist faktenblind!
  • Politiker, die von „Bekämpfung der Fluchtursachen“ faseln und die Fluchtursache Nr. 1, nämlich die extrem niedrige Intelligenz der Schwarzafrikaner leugnen, sind hohle Schwätzer.

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Zum Abschluss:
Wie bereits erwähnt, richtet sich diese Serie nicht gegen die Person Volker Seitz. Ich habe seine zahlreichen Beiträge auf achgut.com stets mit großem Interesse gelesen und dabei viele interessante Dinge erfahren. Die Neuauflage seines Buches „Afrika wird armregiert“ [2] steht schon lange auf meiner Wunschliste. Das Buch wird am 21. September 2018 – also übermorgen – erscheinen. Ich habe es bereits bestellt und freue mich sehr auf die Lektüre.

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Literatur


(1) Hans Rosling (2018). Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie ist. Berlin: Ullstein.

(2) Volker Seitz (2018). Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann. München: dtv.

(3) Heiner Rindermann und Georg W. Oesterdiekhoff (2008). HIV, AIDS und vormodernes Denken: Die kognitiven Ursachen einer Epidemie. In Georg W. Oesterdiekhoff und Heiner Rindermann (Hrsg.). Kultur und Kognition. Die Beiträge von Psychometrie und Piaget-Psychologie zum Verständnis kultureller Unterschiede. Münster: LIT Verlag, S.133-164.
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Anmerkungen


[A1] Es gibt viele Menschen, die sehr erfolgreich, aber alles andere als intelligent sind. Insbesondere Schwarzafrika bietet viele extreme Beispiele. Zahlreiche führende Politiker sind – nicht zuletzt dank der verantwortungslosen Entwicklungspolitik des Westens – unendlich reich, aber ihr Intelligenzniveau ist erschreckend.
Jacob Gedleyihlekisa Zuma (von 2009 bis 2018 Präsident von Südafrika) „hatte ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer Frau, von der er vorher wusste, dass sie HIV-infiziert war. Nach dem intendierten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer HIV-Infizierten duschte er, so seine Schilderung, um das HIV-Übertragunsrisiko zu redzieren. Deshalb wäre ein HIV-Test bei ihm auch nicht nötig“ (Rindermann und Oesterdiekhoff, 2008, S.147 [3]). Rindermann und Oesterdiekhoff geben in ihrem Artikel über HIV in Schwarzafrika weitere Beispiele des schockierend niedrigen Intelligenzniveaus von führenden Politikern und „Gebildeten“. Die ethnologische Literatur ist voll unzähliger weiterer Beispiele. In einer primitiven Kultur können Menschen mit einer sehr niedrigen Intelligenz äußerst erfolgreich sein – unter den Blinden ist der Einäugige König.

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Afrika, achgut.com, Volker Seitz, Afrikaexperte, Experten, Fachidioten, Psychologie, Intelligenz, IQ, Schwarze, Schwarzafrika

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Von Experten und Fachidioten – Teil 3

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

Im → Teil 1 und → Teil 2 haben wir einen Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz zu dem Artikel → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ kritisiert. Hier setzten wir die Kritik fort.

Volker Seitz: Intelligenz wird nach wieder anderen Studien angeblich durch gute Bildung, hohes Einkommen und reichhaltige Nahrung erheblich verbessert. Newsweek hat 2010 eine Studie der University of New Mexico zitiert, nach der die Intelligenz mit Infektionskrankheiten in Verbindung stehen könnte. Dies könnte schwerwiegende, lebenslange Auswirkungen auf das Hirn haben.

Anmerkung: Intelligenz hat verschiedene Ursachen. Einige davon sind genetischer Natur, andere ergeben sich aus Umweltfaktoren. Verbesserungen der Gesundheitsbedingungen könnten zwar kleinere Intelligenzgewinne erbringen, aber diese würden die gigantische Kluft zur modernen Welt nur minimal verringern.
Die einzige Intelligenzmaschine, die wir kennen, ist eine langjährige Schulausbildung mit einem modernen Curriculum, das die Gehirne ständig zur Weiterentwicklung antreibt und formales, abstraktes Denken ermöglicht, welches sich an den objektiven Gegebenheiten dieser Welt orientiert (und nicht an Magie, Aberglauben, Religion) und die kindlichen Entwicklungsstufen überwindet (Oesterdiekhoff, 2013 [1]).
Aber die Intelligenzmaschine Schulbildung kann keine Wunder bewirken. Das sieht man sehr gut an den Schwarzen in den USA. Diese sind in einer modernen Industriegesellschaft geboren und aufgewachsen, und obwohl die USA in den letzten 50 Jahren Milliarden und Abermilliarden Dollars investiert und alles unternommen haben, um die Schwarzen – zulasten der Weißen! – zu fördern, hat sich die Intelligenzkluft zwischen Weißen und Schwarzen nur minimal verringert (siehe die Serie → Intelligenzunterschiede zwischen Schwarzen und Weißen). Dieses Beispiel lehrt, dass man selbst bei extrem massiven Anstrengungen nicht erwarten darf, dass Bildung und Intelligenz der Schwarzafrikaner in absehbarer Zeit auf ein konkurrenzfähiges Niveau angehoben werden könnten.

Volker Seitz: Fazit: Es ist sehr schwierig, die Intelligenz von Deutschen, Chinesen, Indern oder Afrikanern (alle 55 Staaten haben den gleichen IQ ??) vergleichen zu wollen.

Anmerkung: Nein, ein Vergleich ist überhaupt nicht schwierig. Hierzu gibt es zahlreiche empirische Untersuchungen. Selbstverständlich haben nicht alle 55 afrikanischen Staaten den gleichen IQ. Aber kein einziger erreicht einen IQ von 80, die meisten liegen deutlich unter 75, einige sogar bei 60!
Genauere Werte finden sich zum Beispiel bei Rindermann (2018) [2] oder in der Serie → Geographie der Intelligenz.
Die weit überwiegende Mehrheit der Schwarzafrikaner weist eine deutliche Intelligenzminderung auf; und nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO wäre ein erheblicher Teil als klinisch relevant einzustufen (siehe die Serie → Intelligenzminderung).
Selbst Staaten, deren IQ bei 85 liegt, können keine modernen Industrie- und Informationsgesellschaften aus eigener Kraft aufbauen; und Schwarzafrika liegt meilenweit darunter. Mit einem Nationalen IQ von 75, 70, 65 oder 60 ist der Aufbau einer modernen Gesellschaft aus eigener Kraft völlig ausgeschlossen. Jede Politik, die diese Tatsache ignoriert, ist zum Scheitern verurteilt.

Hier gibt es die Fortsetzung → Von Experten und Fachidioten – Teil 4.

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Literatur


(1) Oesterdiekhoff, G. W. (2013). Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife. Wiesbaden: Springer VS.

(2) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.
Der Appendix zu diesem Buch (2) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Darin finden sich IQ-Werte für alle Länder dieser Welt.

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Afrika, achgut.com, Volker Seitz, Afrikaexperte, Experten, Fachidioten, Psychologie, Intelligenz, IQ, Schwarze, Schwarzafrika

Von Experten und Fachidioten – Teil 2

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

Im → Teil 1 haben wir einen Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz zu dem Artikel → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ kritisiert. Hier setzten wir die Kritik fort.

Volker Seitz: Außerdem ist Intelligenz nicht entscheidend für Erfolg.

Anmerkung: Die psychometrische Intelligenzforschung hat in unzähligen Untersuchungen gezeigt, dass Intelligenz mit Abstand das wichtigste Merkmal für Erfolg in vielen Bereichen ist [A1]. Selbstverständlich tragen auch andere Faktoren zum Erfolg bei, aber keine einzige Variable ist so bedeutsam wie die Intelligenz. Diese Aussage gilt nicht nur für Individuen, sie gilt auch und ganz besonders für Länder (siehe zum Beispiel Rindermann (2018) [1]). Ein hohes Entwicklungsniveau gibt es ausschließlich in Ländern mit hoher Intelligenz oder in Ländern, die dank des unendlichen Reichtums ihrer Bodenschätze die Intelligenz anderer Länder kaufen können [A2].

Volker Seitz: Auch die USA sind bei wissenschaftlichen Untersuchungen oft nur unteres Mittelmaß. Am besten schneiden in manchen Studien Menschen in Nordasien ab.

Anmerkung: Der erste Satz ist absurd! Welche Untersuchungen sollen das bitteschön sein? Der IQ der USA liegt etwa bei 100 oder knapp darunter. Das ist weltweit betrachtet Spitzenniveau. Bei Rindermann (2018) liegen die USA auf Platz 22 unter 200 Ländern [1]. Die USA schneiden nur dann „schlecht“ ab, wenn man sie mit der absoluten Weltspitze Nordostasien vergleicht. Unteres Mittelmaß sind die USA nur dann, wenn man die unteren 160 Länder außer Acht lässt.
Was soll der Hinweis auf die USA eigentlich aussagen? Das Thema ist Schwarzafrika. Der IQ von Schwarzafrika liegt etwa bei 70; fast alle schwarzafrikanischen Länder liegen unter 75, manche sogar bei 60! Zwischen den USA und Schwarzafrika liegen Lichtjahre!
Der Hinweis auf die USA ist jedoch ein gutes Stichwort für die folgende Differenzierung: Die weißen US-Amerikaner zeigen dasselbe Intelligenzniveau wie die Länder ihrer Vorfahren, also etwa 100. Die US-Schwarzen liegen mit einem IQ von etwa 85 meilenweit darunter und drücken das Gesamtniveau ein wenig nach unten. Wären die US-Schwarzen in einem eigenen Staat auf sich alleine gestellt, dann würde dieser aufgrund der mangelnden Intelligenz der US-Schwarzen innerhalb kürzester Zeit zusammenbrechen.
Die Schwarzafrikaner sind aber noch viel unintelligenter als die US-Schwarzen; die Differenz beträgt etwa 15 Punkte. Wenn schon die US-Schwarzen keine moderne Gesellschaft aufbauen und erhalten könnten, dann gilt dies in noch viel größerem Maße für alle Länder Schwarzafrikas.

Hier gibt es die Fortsetzung → Von Experten und Fachidioten – Teil 3

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] Selbstverständlich gibt es auch viele Bereiche, in denen Intelligenz gar keine oder nur eine geringe Rolle spielt. In dem Artikel von Volker Seitz geht es um die Frage, warum die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Schwarzafrikas so extrem weit hinterherhinkt. In Bezug auf diese Frage ist die Intelligenz der Bevölkerung von überragender Bedeutung. Solange dieser Punkt ausgeklammert wird, ist jegliche Diskussion unvollständig und letztlich auch schädlich, weil sie vom alles entscheidenden Problem ablenkt.

[A2] Dazu kommen noch ein paar Länder, die geographisch begünstigt sind und vom internationalen Tourismus profitieren – die Touristen kommen aus den höher entwickelten Ländern – sowie ein paar Steuerparadiese, die von den Reichen und Superreichen profitieren.

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Afrika, achgut.com, Volker Seitz, Afrikaexperte, Experten, Fachidioten, Psychologie, Intelligenz, IQ, Schwarze, Schwarzafrika

Von Experten und Fachidioten – Teil 1

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 65 und IQ 60

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

Der Aufhänger für diesen Beitrag ist ein Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz [A1] auf achgut.com.

Am 16. September 2018 erschien auf achgut.com der lesenswerte Beitrag → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ von Volker Seitz. Im Kommentarbereich verwies der Leser Frank Box auf die Bedeutung der Intelligenz, welche im Artikel überhaupt nicht berücksichtigt wird. Darauf antwortete Volker Seitz mit einem Gegenkommentar, der eine erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz offenbart. Dieser Gegenkommentar ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Experten auf einem Gebiet – hier Volker Seitz zu Afrika – auf einem anderen Gebiet – hier Intelligenz – völlig versagen können.

Volker Seitz: Der IQ wurde von Westeuropäern für Westeuropäer nach europäischen Maßstäben entwickelt. Der Begriff IQ wurde 1922 von dem deutschen William Stern geprägt. Es ist äußerst strittig, ob sich dieses Verfahren auf Völker mit gänzlich anderen sozialen Strukturen, Kulturen, Werten und Denkweisen anwenden lässt.

Anmerkung: Der IQ ist ein Maß für die Intelligenz. Es ist völlig irrelevant, wann und wo und von wem ein Maß entwickelt wurde. Nahezu alle Maße, die weltweit verwendet werden, wurden von Europäern entwickelt – Meter, Kilogramm, Sekunde, Watt, Joule, Megabyte, PS … und … und … und … – aber mit diesen Maßen kann man an jedem x-beliebigen Ort der Welt messen. Das gilt auch für den IQ.
Wenn man die Körpergröße von Schwarzafrikanern ermitteln möchte, dann misst man gewöhnlich mit einem Metermaß, obwohl das Urmeter in Paris liegt. Wenn man die Intelligenz von Schwarzafrikanern ermitteln möchte, dann misst man mit einem IQ-Test – ganz egal, wann wo und vom wem dieser entwickelt wurde.
Ein Problem stellt sich allerdings in der Tat: Die herkömmlichen Intelligenztests wurden für das europäische Intelligenzniveau normiert. Je weiter die Werte vom Durchschnitt abweichen, umso schlechter kann ein Intelligenztest zwischen verschiedenen Individuen differenzieren. Intelligenzwerte unter 70 sind in modernen Gesellschaften sehr selten, Werte unter 60 extrem selten. In Schwarzafrika gibt es jedoch sehr viele Menschen, deren IQ unter 70 oder sogar unter 60 liegt. Wenn in einem Test die Zahl der korrekten Antworten dicht an oder sogar unterhalb der Ratewahrscheinlichkeit liegt, dann ist es nicht möglich, einen IQ-Wert zu bestimmen. Dies trifft auf einen hohen Anteil der Schwarzafrikaner zu. Um im extrem niedrigen Intelligenzbereich differenzieren zu können, müsste man spezielle Intelligenztests entwickeln oder Tests verwenden, die für geistig Behinderte entwickelt wurden.
Am Rande: Der Begriff IQ wurde zwar von William Stern geprägt, aber das IQ-Maß, das heute weltweit verwendet wird, ist der Abweichungs-IQ von Wechsler, der völlig anders definiert ist als der Stern’sche IQ.

Volker Seitz: In modernen Staaten ist das Trinkwasser besser, das beugt Krankheiten vor.

Anmerkung: Und? Was soll das besagen? Es gibt auch in Schwarzafrika Gegenden, in denen das Trinkwasser hervorragend ist, aber auch dort sind die Menschen außerordentlich unintelligent. Zwischen den Ländern dieser Welt gibt es gigantische Unterschiede – siehe die Serie → Geographie der Intelligenz -; die Qualität des Trinkwassers ist mit Sicherheit keine nennenswerte Ursache für diese Unterschiede.
Den Zusammenhang zwischen Trinkwasserqualität und Intelligenz sollte man besser so betrachten: Alles Trinkwasser beruht letztlich auf dem Regenwasser. Der Regen ist in Schwarzafrika derselbe wie überall sonst. Die schlechte Wasserqualität ergibt sich daraus, dass (a) die Schwarzafrikaner sehr unintelligent sind und das Wasser selbst verseuchen, dass sie (b) aufgrund ihrer geringen Intelligenz nicht in der Lage sind, den Zusammenhang zwischen Wasserqualität und Krankheiten zu erkennen, und dass sie (c) aufgrund ihrer geringen Intelligenz keine Technologien zur Wasseraufbereitung entwickeln und instandhalten können [A2].
Hier haben wir es mit einem Rückkoppelungsprozess zu tun: Niedrige Intelligenz führt zu schlechtem Trinkwasser → schlechtes Trinkwasser kann die Intelligenzentwicklung beeinträchtigen → geringe Intelligenz verhindert die Verbesserung der Wasserqualität → schlechtes Wasser …

Hier gibt es die Fortsetzung → Von Experten und Fachidioten – Teil 2.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] achgut.com schreibt Folgendes zur Person: Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Buches „Afrika wird armregiert“. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe erscheint am 21. September 2018. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.

[A2] Auch andere Länder verseuchen ihre eigene Umwelt. Die intelligenteren sind immerhin in der Lage, die Zusammenhänge zu verstehen und mit technologischen Mitteln sauberes Trinkwasser aufzubereiten.

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Afrika, achgut.com, Volker Seitz, Afrikaexperte, Experten, Fachidioten, Psychologie, Intelligenz, IQ, Schwarze, Schwarzafrika

Die IQ-Ampel – Teil 3

IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem

Die IQ-Ampel

Teil 3: Effekte von unterschiedlichen Mittelwerten und Standardabweichungen

Die IQ-Ampel unterteilt die IQ-Skala in fünf Stufen. IQ > 125: sehr intelligent; IQ 110 bis 125: intelligent; IQ 90 bis 110: durchschnittlich; IQ 75 bis 90: unintelligent; IQ < 75 sehr unintelligent. Es wird gezeigt, wie sich unterschiedliche Mittelwerte und Standardabweichungen auf die prozentualen Anteile dieser Stufen auswirken.

Im → Teil 1 haben wir die IQ-Ampel vorgestellt, die die kontinuierliche IQ-Skala in fünf Stufen unterteilt. Abbildung 3.1 zeigt die IQ-Ampel für die Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15.

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Ampel. Intelligenz-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem
Abbildung 3.1: IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem.

Im → Teil 2 haben wir in → Tabelle 2.1 dargestellt, wie sich unterschiedliche Populationsmittelwerte auf die prozentualen Anteile auswirken, die auf die fünf Stufen der IQ-Ampel entfallen.

In Tabelle 2.1 wurden die Prozentwerte bis zur zweiten Nachkommastelle angegeben. Diese Werte ergeben sich bei einer perfekten Normalverteilung. Die Normalverteilung ist eine theoretische Verteilung. In der Realität sind Variablen niemals exakt normalverteilt; die Normalverteilung kann allenfalls eine mehr oder weniger gute Annäherung an die empirische Verteilung sein [A1]. Da zudem IQ-Messungen nur recht grob sind, täuscht die Angabe von zwei Nachkommastellen eine Präzision vor, die weit über die empirische Präzision hinausgeht. In Tabelle 3.1 sind die Werte aus Tabelle 2.1 auf ganzzahlige Prozentwerte gerundet. Diese sind für praktische Zwecke voll ausreichend [A2].

Tabelle 3.1: Prozentualer Anteil der IQ-Kategorien für unterschiedliche Populationsmittelwerte (M) bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15. Gerundet auf ganze Zahlen.

 
 
M
< 75
sehr un-intelligent
75 – 90
unintel-ligent
90 – 110
durch-schnittlich
110-125
 intelligent 
> 125
sehr in-telligent
110 1 8 41 34 16
105 2 14 47 28 9
100 5 20 50 20 5
95 9 28 47 14 2
90 16 34 41 8 1
85 25 38 32 4 0
80 37 38 23 2 0
75 50 34 15 1 0
70 63 28 9 0 0

Nachdem wir mit Tabelle 3.1 den Unterschied zwischen theoretischer und empirischer Verteilung und die relativ grobe IQ-Messung ins Bewusstsein gerufen haben, werden wir im Folgenden weiterhin mit theoretisch abgeleiteten Werten arbeiten und Nachkommastellen berücksichtigen, die über die empirische Messgenauigkeit hinausgehen. Die folgenden Tabellen sollen als Nachschlagewerk dienen; bei der Verwendung sollten die Werte an das Messniveau der konkret vorliegenden Fragestellung angepasst werden.

Tabelle 3.2 gibt für unterschiedliche Populationsmittelwerte (M) an, wie viel Prozent der Fälle bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15 unterhalb der IQ-Werte 75, 90, 100, 110 und 125 liegen. Zusätzlich zu den Grenzen, die die Stufen der IQ-Ampel voneinander trennen, ist der Mittelwert der Standard-IQ-Skala, also der Wert 100, berücksichtigt.

Tabelle 3.2: Prozentualer Anteil, der unterhalb eines bestimmten IQ-Wertes liegt für verschiedene Populationsmittelwerte (M) bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15.

M < 75 < 90 < 100 < 110 < 125
110 0,98 9,12 25,25 50 84,13
105 2,28 15,87 36,94 63,06 90,88
100 4,78 25,25 50 74,75 95,22
95 9,12 36,94 63,06 84,13 97,72
90 15,87 50 74,75 90,88 99,02
85 25,25 63,06 84,13 95,23 99,63
80 36,94 74,75 90,88 97,72 99,86
75 50 84,13 95,22 99,01 99,95
70 63,06 90,88 97,72 99,62 99,99

Bislang haben wir lediglich Effekte des Mittelwerts berücksichtigt. Eine Normalverteilung ist jedoch auch definiert durch die Standardabweichung definiert. Tabelle 3.3 zeigt, wie sich unterschiedliche Standardabweichungen auf eine Normalverteilung mit dem Mittelwert 100 auswirken.

Tabelle 3.3: Prozentualer Anteil der IQ-Kategorien für verschiedene Standardabweichungen (s) bei einer Normalverteilung mit Mittelwert 100.

 
 
s
< 75
sehr un-intelligent
75 – 90
unintel-ligent
90 – 110
durch-schnittlich
110-125
 intelligent 
> 125
sehr in-telligent
18 8,24 20,68 42,15 20,68 8,24
17 7,07 20,75 44,36 20,75 7,07
16 5,91 20,69 46,80 20,69 5,91
15,36 5,18 20,57 48,50 20,57 5,18
15 4,78 20,47 49,50 20,47 4,78
14,64 4,39 20,34 50,54 20,34 4,39
14 3,71 20,05 52,49 20,05 3,71
13 2,72 19,36 55,82 19,36 2,72
12 1,86 18,37 59,53 18,37 1,86
10 0,62 15,24 68,27 15,24 0,62

Tabelle 3.3 verdeutlicht das allgemeine Prinzip: Je größer die Standardabweichung, desto mehr Fälle wandern von der Mitte in den oberen und den unteren Bereich; je kleiner die Standardabweichung, desto mehr Fälle konzentrieren sich in der Mitte und die Enden werden ausgedünnt. Für die hier ausgewählten Standardabweichungen sind die Effekte aber wesentlich kleiner als die Auswirkungen der Mittelwertsunterschiede in Tabelle 3.1.

Die Mittelwerte, die in Tabelle 3.1 berücksichtigt werden, weisen eine außerordentlich breite Spanne auf. Im weltweiten Vergleich finden sich jedoch Länder und Gruppen, die diese Mittelwerte aufweisen [A3]. Die Mittelwertseffekte bilden also reale Unterschiede ab.

Im Gegensatz zu den Mittelwerten, welche gigantische Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Völkern aufweisen, sind die Unterschiede in der Variationsbreite, also der Varianz oder der Standardabweichung, zwischen verschiedenen Ländern und Völkern nur sehr klein [A4].

Leider werden oftmals nur Mittelwerte, aber keine Standardabweichungen angegeben. Oftmals wird zum Beispiel bei Ländervergleichen eine Standardabweichung von 15 unterstellt, ohne detaillierte Angaben für die einzelnen Länder. Die meisten Länder weisen zwar recht ähnliche Streuungen auf, aber gelegentlich kann es doch große Unterschiede geben. So ergaben sich zum Beispiel für die 72 Länder, die an PISA 2015 teilnahmen, folgende Minimal- und Maximalwerte: Lesen 11,0 / 18,5; Mathematik 10,2 / 16,5; Naturwissenschaften 9,8 / 17,7. Minimum und Maximum sind jedoch nicht repräsentativ; die meisten Länder weisen, wie gesagt, recht ähnliche Streuungen auf.

In Tabelle 3.3 sind mit 14,64 und 15,36 zwei krumme Standardabweichungen aufgeführt. Dahinter steht folgender Gedanke: Beim Vergleich zweier Stichproben oder Populationen wird gelegentlich der Varianzquotient (größere Varianz dividiert durch kleinere Varianz) berechnet. Nach einer groben Faustregel werden Varianzunterschiede erst dann als relevant angesehen, wenn die größere Varianz um mindestens 10 Prozent größer ist als die kleinere, mit anderen Worten: wenn der Varianzquotient mindestens 1,1 beträgt [A5]. Die Standardabweichung 14,64 entspricht einer Varianz von 214,3; die Standardabweichung 15,36 entspricht einer Varianz von 235,9; daraus ergibt sich ein Varianzquotient von 1,1. Tabelle 3.3 zeigt, wie sich bei diesen Werten die prozentualen Anteile in der IQ-Ampel verschieben.


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Literatur


(1) Lynn, R. (2011). The Chosen People: A Study of Jewish Intelligence and Achievement. eBook Amazon Kindle.

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Anmerkungen


[A1] In Deutschland zum Beispiel werden die realen Verhältnisse immer stärker von einer Normalverteilung abweichen. Durch die massive Zuwanderung aus Niedrig- und Niedrigstintelligenzländern und die hohe Fortpflanzungsrate der Migranten wird der untere Intelligenzbereich stetig aufgebläht, während der obere Bereich durch die niedrige Fortpflanzungsrate der Einheimischen stetig ausgedünnt wird. Aufgrund der politisch gewollten Masseninvasion von Unintelligenten wird sich die IQ-Verteilung in wenigen Jahrzehnten markant von einer Normalverteilung unterscheiden. Der Populationsmittelwert wird um mehrere Punkte sinken und die Standardabweichung wird sich vergrößern.

[A2] Selbstverständlich beziehen sich auch die gerundeten Prozentwerte auf die theoretische Normalverteilung; und je nachdem, wie stark die (unbekannte) empirische Verteilung in der Population von der mathematisch definierten Normalverteilung abweicht, können sich mehr oder weniger große Fehler ergeben.

[A3] Der Wert 110 wird in keinem Land erreicht; aber die Gruppe der aschkenasischen Juden soll diesen Mittelwert aufweisen [1]. Am unteren Ende gibt es sogar Länder, deren Nationaler IQ bei 60 liegt, also deutlich unter den in Tabelle 3.1 und 3.2 berücksichtigten Mittelwerten.

[A4] Achtung! Die Aussage „Zwischen Ländern und Völkern sind die Unterschiede in der Variationsbreite nur sehr klein“ bezieht sich auf den Vergleich zwischen verschiedenen Ländern. Innerhalb der Länder gibt es jedoch gigantische Unterschiede zwischen den Individuen.

[A5] Dieses Thema haben wir zum Beispiel bei der Frage nach → Geschlechtsunterschieden in der Intelligenz diskutiert. Dabei haben wir gesehen, dass bereits recht „kleine“ Varianzunterschiede sehr große Unterschiede in den Extremen bewirken können. Dieser entscheidende Punkt wird bei den meist hysterischen Diskussionen um die übergroße Dominanz der Männer im mathematisch-technischen Bereich aus Unkenntnis übersehen oder bewusst unter den Teppich gekehrt.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Intelligenz-Ampel, Psychologie, Mittelwert, Standardabweichung, IQ-Skala

Die IQ-Ampel – Teil 2

IQ-Ampel. Oben: Mittelwert = 105 (Ostasien); unten Mittelwert = 75 (Schwarzafrika)

Die IQ-Ampel

Teil 2: Der Effekt von Mittelwertsunterschieden

Die IQ-Ampel unterteilt die IQ-Skala in fünf Stufen. IQ > 125: sehr intelligent; IQ 110 bis 125: intelligent; IQ 90 bis 110: durchschnittlich; IQ 75 bis 90: unintelligent; IQ < 75 sehr unintelligent. Die prozentualen Anteile dieser Stufen werden für verschiedene Populationsmittelwerte tabellarisch dargestellt.

Im → Teil 1 haben ein gängiges Kategoriensystem vorgestellt, das die kontinuierliche Verteilung der Intelligenzwerte in fünf Kategorien unterteilt, und dieses einfache Kategoriensystem durch die IQ-Ampel veranschaulicht, die in Abbildung 2.1 dargestellt ist (entspricht Abbildung 1.2 in Teil 1).

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Ampel. Intelligenz-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem
Abbildung 2.1: IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem.

Abbildung 2.1 zeigt die IQ-Ampel für die Standard-IQ-Skala, die durch einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 definiert ist. Diese Parameter sind – mehr oder weniger – typisch für das Intelligenzniveau einheimischer Mittel-, Nord- und Westeuropäer [A1].

Weltweit betrachtet ist das Intelligenzniveau in den verschiedenen Ländern außerordentlich unterschiedlich. In einigen wenigen Ländern liegt der Nationale IQ über 100; in den meisten Länder liegt er deutlich, in zahlreichen Ländern sogar sehr deutlich darunter.

Tabelle 2.1 zeigt, wie sich die prozentualen Anteile der Kategorien sehr intelligent, intelligent, durchschnittlich, unintelligent und sehr unintelligent in Abhängigkeit vom Populationsmittelwert verändern. Die Mittelwerte (M) sind in Fünferschritten absteigend von 110 bis 70 gelistet [A2].

Tabelle 2.1: Prozentualer Anteil der IQ-Kategorien für unterschiedliche Populationsmittelwerte (M) bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15.

 
 
M
< 75
sehr un-intelligent
75 – 90
unintel-ligent
90 – 110
durch-schnittlich
110-125
 intelligent 
> 125
sehr in-telligent
110 0,98 8,14 40,88 34,13 15,87
105 2,28 13,59 47,19 27,82 9,12
100 4,78 20,47 49,50 20,47 4,78
95 9,12 27,82 47,19 13,59 2,28
90 15,87 34,13 40,88 8,14 0,98
85 25,25 37,81 32,17 4,40 0,38
80 36,94 37,81 22,97 2,14 0,13
75 50,00 34,13 14,88 0,94 0,04
70 63,06 27,82 8,74 0,37 0,01

Tabelle 2.1 macht deutlich, dass die Unterschiede in Abhängigkeit vom Populationsmittelwert gigantisch sein können. In einer Population mit Mittelwert 110 ist die Hälfte intelligent oder sehr intelligent; unintelligent sind lediglich 8 und sehr unintelligent ist gerade mal 1 Prozent.
In einer Population mit Mittelwert 70 gibt es fast gar keine intelligenten Menschen, fast zwei Drittel sind sehr unintelligent, weitere 28 Prozent sind unintelligent.

Wie gigantisch die Intelligenzunterschiede sein können, wird durch Abbildung 2.2 veranschaulicht. Diese zeigt die IQ-Ampel für den Mittelwert 105 (typisch für Nordostasien) und 75 (typisch für Schwarzafrika).

IQ-Ampel. Oben: Mittelwert = 105 (Nordostasien); unten: Mittelwert = 75 (Schwarzafrika). Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ
Abbildung 2.2: IQ-Ampel. Oben: Mittelwert = 105 (Nordostasien); unten: Mittelwert = 75 (Schwarzafrika).

Abbildung 2.2 spricht für sich: Die gigantischen Unterschiede springen sofort ins Auge. Da ein Mittelwert von 105 (obere Verteilung) typisch ist für Nordostasien und ein Mittelwert von 75 (untere Verteilung) weite Teile Schwarzafrikas charakterisiert, zeigt Abbildung 2.2, wie extrem unterschiedlich die Intelligenz weltweit verteilt ist. Dieses Thema werden wir in einer eigenen Serie ausführlich behandeln.

Der aktuelle Beitrag soll lediglich die IQ-Ampel vorstellen und – gewissermaßen als Nachschlagewerk – ein paar allgemeine Daten tabellarisch bereitstellen. Diese Arbeit wird in der nächsten Folge weitergeführt.

Hier gibt es die Fortsetzung → Die IQ-Ampel. Teil 3: Effekte von unterschiedlichen Mittelwerten und Standardabweichungen.


*

Literatur


(1) Lynn, R. (2011). The Chosen People: A Study of Jewish Intelligence and Achievement. eBook Amazon Kindle.

(2) Heiner Rindermann (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.
Der Appendix zu dem Buch ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.

*

Anmerkungen


[A1] Ein Mittelwert von 100 ist zwar mehr oder weniger typisch für die einheimischen Mittel-, Nord- und Westeuropäer, aber aufgrund der massiven Migration aus Niedrig- und Niedrigstintelligenzländern sinkt der Nationale IQ in diesen Ländern.

[A2] Die weltweit höchsten Intelligenzwerte werden für die aschkenasischen Juden berichtet, deren IQ etwa bei 110 liegen soll [1]. IQ-Werte um die 70 sind charakteristisch für weite Teile Schwarzafrikas [2].

***
Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Intelligenz-Ampel, Psychologie, Mittelwert, Standardabweichung, IQ-Skala

Die IQ-Ampel – Teil 1

IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem

Die IQ-Ampel

Teil 1: Intelligenzstufen in Analogie zu Schulnoten

Ein gebräuchliches Kategoriensystem teilt die kontinuierlichen IQ-Werte in fünf Stufen ein. IQ > 125: sehr intelligent; IQ 110 bis 125: intelligent; IQ 90 bis 110: durchschnittlich; IQ 75 bis 90: unintelligent; IQ < 75 sehr unintelligent. Diese Klassifikation wird durch die IQ-Ampel veranschaulicht, die als farblich markierte Normalverteilung dargestellt wird.

Intelligenz ist eine Variable, die nicht direkt beobachtbar ist, aber mit Hilfe von Intelligenztests gemessen werden kann [A1]. Die Intelligenzmessung erfolgt typischerweise mit Intelligenztests. Die Leistung, die in einem Intelligenztest erzielt wird, bezeichnet man als IQ [A2].

Bei der Konstruktion von Intelligenztests werden anhand einer sehr großen repräsentativen Stichprobe die IQ-Werte so normiert, dass die Werte in der Population normalverteilt sind [A3].

Eine Normalverteilung ist vollständig definiert durch ihren Mittelwert und ihre Standardabweichung. Die Standard-IQ-Skala hat einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 [A4]. Diese wird durch Abbildung 1.1 veranschaulicht.

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Skala, Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15
Abbildung 1.1: IQ-Skala, Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15.

In Abbildung 1.1 ist die Verteilung in Anlehnung an eine Ampel farblich variiert. Rot kennzeichnet niedrige, Gelb durchschnittliche und Grün hohe IQ-Werte. Die farblichen Übergänge sind – so gut wie es das Graphikprogramm nun mal zulässt – nicht abrupt, sondern kontinuierlich. Dies veranschaulicht, dass die IQ-Werte in einer Population kontinuierlich verteilt sind und dass es im Prinzip unendlich viele Feinabstufungen gibt und dass die Übergänge von „unintelligent“ zu „durchschnittlich“ zu „intelligent“ fließend sind.

Da der menschliche Verstand nicht sonderlich gut mit kontinuierlichen Variablen umgehen kann, werden in vielen Bereichen kontinuierliche Variablen in eine kleine, übersichtliche Zahl von Kategorien unterteilt [A5].

In Analogie zu Schulnoten unterteilt eine gängige Klassifikation den kontinuierlichen IQ-Bereich in fünf Stufen:

  • IQ > 125: sehr intelligent
  • IQ 110 bis 125: intelligent
  • IQ 90 bis 110: durchschnittlich
  • IQ 75 bis 90: unintelligent
  • IQ < 75: sehr unintelligent

Diese Klassifikation ist in Abbildung 1.2 mit den Ampel-Farben Rot, Gelb und Grün dargestellt. Wir bezeichnen diese Darstellung als IQ-Ampel.

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Ampel. Intelligenz-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem
Abbildung 1.2: IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem.

Es versteht sich von selbst – und der Vergleich von Abbildung 1.1 mit Abbildung 1.2 macht dies deutlich -, dass es an den Kategoriengrenzen 75, 90, 110 und 125 keinerlei qualitative Veränderungen gibt [A6].

Die Kategoriengrenzen sind zwar willkürlich gewählt, aber dennoch steht hinter diesem Kategoriensystem eine sinnvolle Überlegung: Auf der Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 fallen rund 50 Prozent der Fälle in die Kategorie „durchschnittlich“, jeweils rund 20 Prozent entfallen auf die Kategorien „intelligent“ bzw. „unintelligent“ und jeweils rund 5 Prozent entfallen auf die Kategorien „sehr intelligent“ bzw. „sehr unintelligent“, also:

  • sehr intelligent: 5 Prozent
  • intelligent: 20 Prozent
  • durchschnittlich: 50 Prozent
  • unintelligent: 20 Prozent
  • sehr unintelligent: 5 Prozent

Diese (gerundeten) Prozentzahlen gelten, wie gesagt, für die Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15.

In diesem Blog beschäftigen wir uns häufig mit Populationen, die andere Parameter aufweisen (in aller Regel: Populationen, deren Mittelwert von 100 abweicht). In diesen Populationen fällt die prozentuale Aufteilung auf die fünf Kategorien selbstverständlich anders aus. In der nächsten Folge werden wir zeigen, wie sich die Relationen mit Veränderung der Populationsmittelwerte verschieben.

In einer Serie werden wir dann die Geographie der Intelligenz – die Verteilung der IQ-Werte über die verschiedenen Länder dieser Welt – auf der Grundlage der IQ-Ampel betrachten.

Hier gibt es die Forsetzung → Die IQ-Ampel. Teil 2: Der Effekt von Mittelwertsunterschieden.


*

Anmerkungen


[A1] Mit der Intelligenz verhält es sich nicht anders als zum Beispiel mit allen anderen theoretischen Konzepten. Nehmen wir zum Beispiel die Temperatur: Auch die Temperatur ist nicht direkt beobachtbar, aber man kann sie zum Beispiel mit einem Thermometer messen.

[A2] Der IQ einer Person ist nicht identisch mit ihrer Intelligenz, sondern lediglich ein Indikator.

[A3] Da sich die Leistung in Intelligenztests mit dem Alter systematisch ändert, erfolgt die Normierung jeweils nur innerhalb von bestimmten Altersgruppen. Der IQ gibt daher Aufschluss über die Leistung einer Person in Relation zu ihrer Altersgruppe. Mit der Altersnormierung erhalten zum Beispiel ein 50-Jähriger und ein 25-Jähriger, die exakt dieselbe Leistung in einem Intelligenztest zeigen, unterschiedliche IQ-Werte.

[A4] Die Parameter 100 und 15 beziehen sich strenggenommen auf England und die Standard-IQ-Skala wird in Anlehnung an die Festlegung des Null-Meridians bei Greenwich auch als Greenwich-IQ-bezeichnet. Ein Mittelwert von (rund) 100 und eine Standardabweichung von (rund) 15 ist charakteristisch für die meisten mittel-, west- und nordeuropäischen Länder. Ostasiatische Länder erreichen höhere, der Rest der Welt erreicht niedrigere, zum Teil sehr, sehr viel niedrigere Werte. Die Geographie der Intelligenz – die Verteilung der IQ-Werte auf die Länder dieser Welt – wird in einer eigenen Serie mit Hilfe der IQ-Ampel ausführlich dargestellt.

[A5] Man denke zum Beispiel an die Ampel-Kennzeichnung für Energieeffizienzklassen für elektrische Geräte, Handelsklassen für Nahrungsmittel, die Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst, Winter), Tageszeiten (Morgen, Mittag, Nachmittag, Abend, Nacht), Lebensphasen (Säuglingsalter, Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter, Alter, Hohes Alter), Windstärken, die beliebten Sterne-Bewertungen für Köche oder Hotels und alle möglichen sonstigen Produkte.

[A6] Zum Beispiel ist Unterschied zwischen 109 und 111 genauso groß wie der Unterschied zwischen 99 und 101. Im ersten Fall liegen die Werte in unterschiedlichen Kategorien (109: durchschnittlich; 111: intelligent), im zweiten Fall (99 und 101) liegen beide Werte in derselben Kategorie (durchschnittlich). Da IQ-Messungen keine perfekte Präzision aufweisen, kann der wahre Wert einer Person, deren IQ-Wert nahe an einer Grenze liegt, durchaus in die benachbarte Kategorie fallen.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Intelligenz-Ampel, Psychologie, IQ-Skala

Splitter

Moderne Galerie Saarbrücken, Saarlandmuseum. Pae White: Spacemanship

Splitter

Durch kulturelle Bereicherung zurück ins Mittelalter

Zur kulturellen Bereicherung und Retribalisierung Deutschlands

„Die Rolle der Gewalt und Grausamkeit im Mittelalter ist bekannt, „sie alle hatten schnell das Messer in der Hand.“ Es bereitete Lust zu morden, zu verstümmeln und sich auch noch etwas einfallen zu lassen, wie man mit raffinierten Methoden Schmerzen bereiten konnte.“
Georg W. Oesterdiekhoff (2006). Die kulturelle Evolution des Geistes. Die historische Wechselwirkung von Psyche und Gesellschaft. Münster: LIT Verlag, S.386 [A1].

Der aktuelle Bezug zu unserer sich rapide wandelnden Gesellschaft, in der das Zusammenleben täglich neu ausgehandelt werden muss, liegt auf der Hand.

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Es gibt Menschen, die sind intellektuell so bescheiden ausgestattet, dass sie nicht in der Lage sind, eine deutsche Kultur zu erkennen, selbst wenn sie in Deutschland geboren wurden und fast fünfzig Jahre hier leben.

Es gibt Menschen, die so stark in ihrer primitiv-tribalistischen Herkunftskultur verwurzelt sind, dass sie nicht begreifen, was ein Rechtsstaat ist, und meinen, das soziale Zusammenleben müsse täglich neu ausgehandelt werden.

Typischerweise manifestiert sich ein solch primitives kognitives Niveau und ein solch primitives moralisches Niveau in ein und derselben Person. Beides sind Facetten einer primitiven Persönlichkeitsentwicklung, welche die anthropologische Entwicklungsstufe der formalen Operationen nicht erreicht hat.

Wenn sich bei solchen Menschen zum Migrationshintergrund auch noch ein Menstruationshintergund gesellt, dann sind sie als Doppelquotenbegünstigte die ideale Besetzung für höchste Staatsämter der Bundesrepublik Deutschland.


*

Anmerkungen

[A1] Das eingebettete Zitat stammt von Norbert Elias (1977). Der Prozess der Zivilisation. Frankfurt/Main: Suhrkamp, S.276.

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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft, Zitate, Migranten, Özoguz, Özoğuz, Psychologie, Entwicklungspsychologie, kulturelle Bereicherung, Mittelalter

Bildungsproblem Türken – Teil 15

PIAAC 2012/2014: Lesekompetenz in Deutschland und der Türkei nach Geschlecht und Altersgruppen

Bildungsproblem Türken

15. Kognitive Kompetenzen von Erwachsenen in Deutschland und der Türkei

PIAAC 2012/2014 zeigt, dass das Bildungsniveau von Erwachsenen in Deutschland sehr viel höher ist als in der Türkei. Dies gilt für beide Geschlechter und alle Altersgruppen von 16 bis 65 Jahren. In der Lesekompetenz beträgt die Effektstärke d 0,94, in der Alltagsmathematischen Kompetenz 0,96 und in der Technologiebasierten Problemlösekompetenz 0,67.

Zum Anfang der Serie → Bildungsproblem Türken

In den vorangegangenen Folgen haben wir das Bildungsniveau in Deutschland und der Türkei auf der Basis von PISA verglichen. PISA erforscht die kognitiven Kompetenzen von 15-Jährigen. Im Folgenden betrachten wir das Bildungsniveau von Erwachsenen auf der Basis von PIAAC 2012/2014 [1] [2].

PIAAC ist PISA für Erwachsene. In enger Anlehnung an PISA erforscht PIAAC die Lesekompetenz, die Alltagsmathematische Kompetenz und die Technologiebasiertes Problemlösekompetenz [A1] im Altersbereich von 16 bis 65 Jahren. Auf der Grundlage von 24 OECD-Staaten, die an der ersten PIAAC-Runde teilnahmen, sind die PIAAC-Skalen auf einen Mittelwert von 250 und eine Standardabweichung von 50 normiert.

Abbildung 15.1 zeigt die Mittelwerte der Lesekompetenz in Deutschland und der Türkei, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und den Altersgruppen 16-24, 25-34, 35-44, 45-54 und 55-65 Jahre.

PIAAC 2012/2014: Lesekompetenz in Deutschland und der Türkei nach Geschlecht und Altersgruppen
Abbildung 15.1: PIAAC 2012/2014: Lesekompetenz in Deutschland (DEU) und der Türkei (TUR) nach Geschlecht und Altersgruppen

Abbildung 15.1 spricht eine klare Sprache:

  • Deutschland schneidet in der Lesekompetenz bei beiden Geschlechtern und in allen Altersgruppen viel besser ab als die Türkei.
  • Männer schneiden in beiden Ländern und in allen Altersgruppen besser ab als Frauen.
  • In 17 von 20 möglichen Vergleichen innerhalb der Kombinationen Land x Altersgruppe schneiden die jeweils Jüngeren besser ab als die Älteren [A2].

Geschlechtsunterschiede und Kohorteneffekte wurden in breiterem Rahmen an anderer Stelle dargestellt → Geschlechtsunterschiede in der Intelligenz. Im aktuellen Kontext interessiert in allererster Linie der enorme Niveauunterschied zwischen Deutschland und der Türkei. In Deutschland beträgt der Mittelwert 270 und die Standardabweichung 47 Punkte, in der Türkei 227 und 44. Dem entspricht eine Effektstärke d von 0,94.

Abbildung 15.2 zeigt die Mittelwerte der Alltagsmathematischen Kompetenz in Deutschland und der Türkei, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Altersgruppen.

PIAAC 2012/2014: Alltagsmathematische Kompetenz in Deutschland und der Türkei nach Geschlecht und Altersgruppe
Abbildung 15.2: PIAAC 2012/2014: Alltagsmathematische Kompetenz in Deutschland und der Türkei nach Geschlecht und Altersgruppe

Auch in der Mathematischen Alltagskompetenz ergibt sich ein außerordentlich klares Bild:

  • Deutschland schneidet bei beiden Geschlechtern und in allen Altersgruppen viel besser ab als die Türkei.
  • Männer schneiden in beiden Ländern und in allen Altersgruppen viel besser ab als Frauen.
  • Mit Ausnahme der jüngsten Kohorte schneiden die Jüngeren besser ab als die Älteren [A3].

Auch in der Mathematischen Alltagskompetenz klafft zwischen Deutschland und der Türkei eine enorme Lücke. Mittelwert und Standardabweichung betragen in Deutschland 272 und 53, in der Türkei 219 und 56. Daraus ergibt sich die Effektstärke d=0,96.

Abbildung 15.3 zeigt die Mittelwerte der Technologiebasierten Problemlösekompetenz in Deutschland und der Türkei, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Altersgruppen.

PIAAC 2012/2014: Technologiebasierte Problemlösekompetenz von Erwachsenen in Deutschland und der Türkei nach Geschlecht und Alter
Abbildung 15.3: PIAAC 2012/2014: Technologiebasierte Problemlösekompetenz von Erwachsenen in Deutschland und der Türkei nach Geschlecht und Alter

Auch bei der Technologiebasierten Problemlösekompetenz ist das Bild recht klar:

  • Deutschland schneidet bei beiden Geschlechtern und in allen Altersgruppen viel besser ab als die Türkei.
  • In Deutschland schneiden die Männer in allen Altersgruppen besser ab als Frauen; in der Türkei ist das Bild uneinheitlich.
  • Mit Ausnahme der jüngsten Kohorte und der 45-bis-54-jährigen türkischen Frauen schneiden die Jüngeren besser ab als die Älteren [A4].

Auch bei der Technologiebasierten Problemlösekompetenz schneidet Deutschland viel besser ab als die Türkei. Mittelwert und Standardabweichung betragen 283 und 44 bzw. 253 und 44. Daraus ergibt sich die Effektstärke d=0,67. Dieser Vergleich ist jedoch verzerrt, da in der Türkei die älteste Kohorte nicht besetzt werden konnte, weil die älteren Frauen überhaupt keine Computerkenntnisse besaßen. Dieses Problem betrifft, wenngleich in viel geringerem Umfang, alle Altersgruppen und Länder.

Zusammenfassend sei ein Aspekt ausdrücklich hervorgehoben:

  • Mit Ausnahme der Technologiebasierten Problemlösekompetenz der 55-bis-65-jährigen deutschen Frauen schneidet Deutschland in allen Bereichen, bei beiden Geschlechtern und in allen Altersgruppen deutlich besser ab als die Türkei und die Leistungsunterschiede sind beträchtlich.

In der nächsten Folgen ziehen wir ein Resumé des Ländervergleichs Deutschland-Türkei, wobei wir PISA und PIAAC gemeinsam berücksichtigen.

Hier gibt es die Fortsetzung → Bildungsproblem Türken. Teil 16: Der enorme Niveauunterschied zwischen Deutschland und der Türkei

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Literatur


[1] Rammstedt, B. (2013). Grundlegende Kompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich. Ergebnisse von PIAAC 2012. Münster: Waxmann.

[2] NCES National Center for Educational Statistics: International Data Explorer. PIAAC Data Explorer.
https://nces.ed.gov/surveys/piaac/ideuspiaac/

*

Anmerkungen


[A1] Die Technologiebasierte Problemlösekompetenz wird in PISA nicht erfasst. Sie bezieht sich weder auf Technikprobleme noch auf Hardwarekenntnisse oder auf Softwarekenntnisse, sondern auf die Fähigkeit, alltägliche Probleme im Umgang mit Computern zu bewältigen.

[A2] Die drei Ausnahmen betreffen die jüngsten Altersgruppen: Die 16-bis-24-Jährigen und die 25-bis-34-Jährigen erzielen in Deutschland und in der Türkei nahezu identische Werte; bei den türkischen Frauen schneidet die zweitjüngste Kohorte ein wenig besser ab als die jüngste.

[A3] In Deutschland schneiden die 16-bis-24-Jährigen bei beiden Geschlechtern schlechter ab als die beiden nächsten Kohorten. In der Türkei schneidet die jüngste Männerkohorte nur minimal schlechter ab als die zweitjüngste, bei den Frauen ist der Abfall von Jüngeren zu Älteren kontinuierlich.

[A4] Bei den türkischen ist Daten Vorsicht geboten: In der Altersgruppe gab es 55-65 nicht genügend Frauen, die überhaupt Kenntnisse im Umgang mit Computern hatten, so dass diese Altersgruppe nicht berücksichtigt werden konnte.

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Stichwörter:
Bildung, Bildungsforschung, Deutschland, Türkei, Türken, PIAAC, Erwachsene, Intelligenz, Lesekompetenz, Mathematik, Technologiebasiertes Problemlösen, Psychologie, Erwachsene

Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze – Teil 10

PIAAC 2012/2014: Gesamtwert nach Alterskohorten

Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze

10. PIAAC 2012/2014: Repräsentanten der Weltspitze

Die Teilnehmer an PIAAC 2012/2014 gehören – weltweit betrachtet – zum oberen und obersten Intelligenzbereich. Die in dieser Serie betrachteten Länder Deutschland, Japan, Korea und Singapur liegen weit über dem PIAAC-Mittelwert und zählen zu den Repräsentanten der Weltspitze.

Hier geht es zum Anfang der Serie → Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze.

Im → Teil 9 haben wir einige zentrale Ergebnisse von PIAAC 2012/2014 [1] [2] zur kognitiven Kompetenz von Erwachsenen in Deutschland, Japan, Korea und Singapur dargestellt. Diese sollen nun in einem breiteren Kontext diskutiert werden.

Abbildung 10.1 zeigt die bereits aus Teil 9 bekannten Mittelwerte der Alterskohorten in den vier Ländern. Der PIAAC-Gesamtwert ist der Durchschnitt aus den Bereichen Lesekompetenz, Alltagsmathematische Kompetenz und Technologiebasierte Problemlösekompetenz und kann als Indikator der allgemeinen kognitiven Kompetenz – sprich: der Allgemeinen Intelligenz – interpretiert werden.

Abbildung 10.1 ist das Spiegelbild von Abbildung 9.1 im Teil 9. Im Gegensatz zu den bisherigen Darstellungen ist die X-Achse nun in aufsteigender zeitlicher Reihenfolge geordnet. Die PIAAC-Erhebungen in Deutschland, Japan und Korea wurden im Jahr 2011 durchgeführt, in Singapur im Jahr 2013. Die Alterskohorten repräsentieren daher die Geburtsjahrgänge um 1950, 1960, 1970, 1980 und 1990, jeweils plus/minus fünf Jahre. Die Schreibweise in eckigen Klammern soll darauf hinweisen, dass es sich um Kohorten handelt, die jeweils 10 Geburtsjahrgänge umfassen. Es sei nochmals ausdrücklich betont, dass es sich um eine Querschnittsuntersuchung handelt und dass die Kurven daher nicht die zeitliche Entwicklung der Intelligenz von Individuen widerspiegeln.

PIAAC 2012/2014: Intelligenz von Erwachsenen in Deutschland Japan Korea Singapur nach Alterskohorten
Abbildung 10.1: PIAAC 2012/2014: Gesamtwert nach Alterskohorten

In Abbildung 10.1 ist der Punktwert 250 hervorgehoben. 250 ist der Mittelwert der PIACC-Skala, die auf den Daten aller 28 Teilnehmerländer PIAAC-Runde beruht. Diese Länder gehören alle der OECD an und sie repräsentieren den oberen und obersten Bereich der weltweiten nationalen Intelligenzwerte. Lediglich Chile und die Türkei gehören zum gehobenen Mittelfeld. Länder aus der unteren Hälfte des weltweiten Intelligenzbereichs sind überhaupt nicht vertreten. Der PIAAC-Mittelwert 250 repräsentiert somit – weltweit betrachtet – ein außerordentlich hohes Intelligenzniveau. Er steht für das Intelligenzniveau der modernen Industrieländer, die – wie Oesterdiekhoff [3] in hervorragender Weise herausgearbeitet hat – auf einer höheren anthropologischen Entwicklungsstufe stehen als der Rest der Welt.

Mit Ausnahme der Kohorte [1950] in Korea und Singapur liegen sämtliche Werte über 250. Zwölf der zwanzig Werte sind größer oder gleich 275 und liegen damit mindestens eine halbe Standardabweichung über dem PIAAC-Durchschnitt. Dies gilt ohne Ausnahme für die Kohorten [1980] und [1990]. Wir reden hier also – weltweit gesehen – von einem außerordentlich hohen Intelligenzniveau und der Titel dieser Serie „Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze“ ist absolut zutreffend.

In der nächsten Folge werden wir unsere Ergebnisse vor dem Hintergrund der historischen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Nachkriegszeit betrachten und auch die Ergebnisse der 15-Jährigen in PISA 2015 einbeziehen, die in den ersten fünf Folgen dargestellt wurden.

Fortsetzung folgt.

*

Literatur

[1] Rammstedt, B. (2013). Grundlegende Kompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich. Ergebnisse von PIAAC 2012. Münster: Waxmann.

[2] NCES National Center for Educational Statistics: International Data Explorer. PIAAC Data Explorer.
https://nces.ed.gov/surveys/piaac/ideuspiaac/

[3] Oesterdiekhoff, Georg W. (2013). Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife. Wiesbaden: Springer VS.
Kleine Anmerkung: Dies ist eines der besten Bücher, die ich kenne. Kein anderes mir bekanntes Werk hat die überragende Bedeutung der Intelligenz für die Menschheitsentwicklung so klar und umfassend dargestellt. Dieses Buch müsste Pflichtlektüre für jeden Sozialwissenschaftler, jeden Lehrer und jeden Politiker sein.

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Stichwörter:
Bildung, Asien, Ostasien, Ostasiaten, Japan, Singapur, Korea, Deutschland, Erwachsene, PIAAC, Intelligenz, Alter, Psychologie

Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze – Teil 9

PIAAC 2012/2014: Gesamtwert nach Alterskohorten

Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze

9. PIAAC 2012/2014: Intelligenz von Erwachsenen in Deutschland und Ostasien

PIAAC 2012/2014 zeigt, dass in Deutschland, Japan, Korea und Singapur die Jüngeren in allen Bereichen höhere kognitive Kompetenzen aufweisen als die Älteren. Relativ zu Korea und Singapur steht Deutschland von der ältesten zur jüngsten Altersgruppe kontinuierlich schlechter da. Bei der ältesten Kohorte liegt Deutschland (sehr) weit vor Korea und Singapur, bei der jüngsten liegt es deutlich dahinter.

Hier geht es zum Anfang der Serie → Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze.

Auf der Grundlage von PIAAC 2012/2014 [1] [2] haben wir im → Teil 6 die Lesekompetenz, im → Teil 7 die Alltagsmathematische Kompetenz und im → Teil 8 die Technologiebasierte Problemlösekompetenz von Erwachsenen in Deutschland, Japan, Korea und Singapur betrachtet. Nun betrachten wir die drei Bereiche gemeinsam.

Zunächst sei ausdrücklich betont: PIACC ist eine Querschnittsuntersuchung. Sie bietet eine Momentaufnahme über die Kompetenzen von Erwachsenen, die eine Altersspanne vom 50 Jahren umfassen. Die Kurven in den Abbildungen dürfen nicht als die Entwicklung von Individuen über die Zeit interpretiert werden.

Die Zusammenfassung ist sehr einfach, da die drei Bereiche nahezu identische Muster aufweisen. Dies ist auch nicht anders zu erwarten, da Lesekompetenz, Alltagsmathematische Kompetenz und Technologiebasierte Problemlösekompetenz eines gemeinsam haben, nämlich die Intelligenz. Jeder Bereich erfasst zwar einen spezifischen Aspekt, aber auf der Aggreationsebene von Alterskohorten innerhalb von Ländern überwiegt der Anteil der Allgemeinen Intelligenz. Länder und Kohorten, die in einem kognitiven Bereich gut sind, sind es in der Regel auch in anderen kognitiven Bereichen. Es ist daher sinnvoll, die drei Kompetenzbereiche zu einem Gesamtwert zusammenzufassen.

Abbildung 9.1 zeigt den PIAAC-Gesamtwert aufgeschlüsselt nach Ländern und Alterskohorten.

PIAAC 2012/2014: Intelligenz von Erwachsenen in Deutschland Japan Korea Singapur nach Alterskohorten
Abbildung 9.1: PIAAC 2012/2014: Intelligenz von Erwachsenen nach Alterskohorten und Ländern.

Der Vergleich der Altersgruppen innerhalb der Länder gibt ein klares Resultat:

  • In jedem Land schneiden Jüngere besser ab als Ältere.

Unter den vierzig möglichen Vergleichen gibt es nur drei Ausnahmen: In Japan ist die jüngste Kohorte (deutlich) schlechter als die zweit- und die drittjüngste. In Deutschland ist die jüngste Kohorte ein wenig schlechter als die zweitjüngste. Die jüngste Kohorte umfasst die 16-bis-24-Jährigen. Ein Großteil dieser Altersgruppe befand sich zur Testzeit noch in der Ausbildung und es ist davon auszugehen, dass sie in den Folgejahren Zugewinne verbuchen können. Bei den Mindestens-25-Jährigen gilt die Aussage „In jedem Land schneiden Jüngere besser ab als Ältere“ ausnahmslos für alle Kohortenvergleiche.

Der Vergleich zwischen den Ländern ergibt Folgendes:

  • Japan belegt in allen Kohorten Platz 1.

In der jüngsten Gruppe ist der Vorsprung gegenüber Singapur und Korea jedoch fast vollständig zusammengeschmolzen.

  • Von den Älteren zu den Jüngeren verschlechtert sich Deutschland kontinuierlich gegenüber Singapur und Korea.

Bei den Ältesten liegt Deutschland weit vor Korea und sehr weit vor Singapur. Mit jeder jüngeren Kohorte verzeichnen Korea und Singapur einen größeren Zugewinn als Deutschland. Bei 25-bis-34-Jährigen wird Deutschland von Singapur und Korea knapp überholt und bei den Jüngsten ist es auf dem letzten Platz deutlich abgeschlagen.

  • Das sicherlich bemerkenswerteste Ergebnis ist die exorbitante Steigerung über die Alterskohorten in Korea und ganz besonders in Singapur.

Der Zugewinn von der ältesten zur jüngsten Kohorte beträgt in Korea 0,98 Standardabweichungen auf der PIAAC-Skala, in Singapur sind es sogar 1,36 [A1]. Deutschland und Japan haben ebenfalls stark hinzugewonnen, aber die Steigerung ist mit 0,52 und 0,50 deutlich geringer.

In den abschließenden Folgen werden wir die Ergebnisse in einem breiteren Kontext diskutieren.

Hier gibt es die Fortsetzung → Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze. 10. PIAAC 2012/2014: Repräsentanten der Weltspitze

*

Literatur

[1] Rammstedt, B. (2013). Grundlegende Kompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich. Ergebnisse von PIAAC 2012. Münster: Waxmann.

[2] NCES National Center for Educational Statistics: International Data Explorer. PIAAC Data Explorer.
https://nces.ed.gov/surveys/piaac/ideuspiaac/

*

Anmerkungen

[A1] Die Angaben in Standardabweichungseinheiten beziehen sich auf die PIAAC-Skala, deren Standardabweichung auf 50 normiert ist. Die Normierung basiert auf allen Teilnehmerländern der ersten PIAAC-Runde. Da die Standardabweichungen in den einzelnen Ländern anders ausfallen (in der Regel deutlich niedriger), sind die Angaben nicht mit dem Effektstärkemaß d zu verwechseln. Die Effektstärke ist deutlich größer.

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Stichwörter:
Bildung, Asien, Ostasien, Ostasiaten, Japan, Singapur, Korea, Deutschland, Erwachsene, PIAAC, Intelligenz, Alter, Psychologie

Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze – Teil 8

PIAAC 2012/2014: Technologiebasierte Problemlösekompetenz nach Alterskohorten

Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze

8. PIAAC 2012/2014: Technologiebasierte Problemlösekompetenz von Erwachsenen in Deutschland und Ostasien

PIAAC 2012/2014 zeigt, dass in Deutschland, Japan, Korea und Singapur die Jüngeren eine höhere Technologiebasierte Problemlösekompetenz aufweisen als die Älteren. Relativ zu Korea und Singapur steht Deutschland von der ältesten zur jüngsten Altersgruppe kontinuierlich schlechter da. Bei der ältesten Kohorte liegt Deutschland vor Korea und Singapur, bei der jüngsten liegt es dahinter.

Hier geht es zum Anfang der Serie → Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze.

Auf der Grundlage von PIAAC 2012/2014 [1] [2] haben wir im → Teil 6 die Lesekompetenz und im → Teil 7 die Alltagsmathematische Kompetenz von Erwachsenen in Deutschland, Japan, Korea und Singapur betrachtet. Nun betrachten wir die Technologiebasierte Problemlösekompetenz.

Technologiebasierte Problemlösekompetenz bezieht sich nicht auf Technikprobleme oder Kenntnisse der Hardware und auch nicht auf die Programmierung von Software. Sie „bezeichnet die Kompetenz, digitale Technologien, Kommunikationshilfen und Netzwerke erfolgreich für die Suche, Vermittlung und Interpretation von Informationen zu nutzen … Im Fokus … steht, wie Personen sich Informationen in einer computergestützten Umgebung erfolgreich beschaffen und wie sie diese verwenden“ (Rammstedt, 2013; [1]).

Abbildung 8.1 zeigt die Mittelwerte aufgeschlüsselt nach den Altersgruppen 16-24, 25-34, 35-44, 45-54 und 55-65.

PIAAC 2012/2014: Technologiebasierte Problemlösekompetenz nach Alterskohorten Deutschland Japan Korea Singapur
Abbildung 8.1: PIAAC 2012/2014: Technologiebasierte Problemlösekompetenz nach Alterskohorten

Die vier Länder zeigen ein sehr ähnliches Muster über die Alterskohorten. In der Regel schneidet die jeweils jüngere besser ab als die ältere. In Korea und Singapur gilt dies generell und mit Ausnahme der beiden jüngsten Gruppen in Singapur und der beiden ältesten in Korea sind alle Unterschiede statistisch signifikant. In Deutschland schneidet die jüngste Gruppe minimal, aber nicht signifikant schlechter ab als die zweitjüngste. In Japan schneidet die jüngste Gruppe schlechter ab als die 25-34- und die 35-bis-44-Jährigen, aber nur der Unterschied zu den 25-bis-34-Jährigen ist signifikant. In Korea und Singapur ist der Trend von den Älteren zu den Jüngeren durchweg positiv, in Deutschland zeigt sich bei der jüngsten Kohorte ein minimaler Rückgang und in Japan zeigt sich bei der jüngsten Kohorte ein starker Einbruch.

Mit Ausnahme der jüngsten Kohorte liegt Japan stets auf Platz 1. Deutschland liegt bei den beiden ältesten Kohorten auf Platz 2. Bei den 35-bis-44-Jährigen teilt es sich den Platz mit Singapur und in der jüngsten Gruppe bildet es das Schlusslicht.

Von den Ältesten zu den Jüngsten kehrt sich die Position Deutschlands gegenüber Korea und Singapur um. Deutschland hat bei den Ältesten einen 4-Punkte-Vorsprung und bei den Jüngsten einen 9-Punkte-Rückstand gegenüber Korea. Der Vergleich mit Singapur ergibt einen 12-Punkte-Vorsprung bei den Ältesten und einen 10-Punkte-Rückstand bei den Jüngsten.

Alle Länder zeigen erhebliche Verbesserungen von den Älteren zu den Jüngeren. Der Unterschied zwischen der ältesten und der jüngsten Kohorte beträgt in Japan 0,56, in Deutschland 0,70, in Korea 0,96 und in Singapur 1,14 Standardabweichungseinheiten auf der PIAAC-Skala [A1]. Da der Zugewinn in Korea und Singapur höher ist als in Deutschland, ist Deutschland vom zweiten Platz bei den Ältesten auf den letzten Platz bei den Jüngsten abgesunken.

In der nächsten Folge betrachten wir die Bereiche Lesekompetenz, Mathematische Alltagskompetenz und Technologiebasierte Problemlösekompetenz gmeinsam.

Hier gibt es die Fortsetzung → Bildung und Intelligenz – Die Weltspitze. 9. PIAAC 2012/2014: Intelligenz von Erwachsenen in Deutschland und Ostasien

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Literatur

[1] Rammstedt, B. (2013). Grundlegende Kompetenzen Erwachsener im internationalen Vergleich. Ergebnisse von PIAAC 2012. Münster: Waxmann.

[2] NCES National Center for Educational Statistics: International Data Explorer. PIAAC Data Explorer.
https://nces.ed.gov/surveys/piaac/ideuspiaac/

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Anmerkungen

[A1] Die Angaben in Standardabweichungseinheiten beziehen sich auf die PIAAC-Skala, deren Standardabweichung auf 50 normiert ist. Die Normierung basiert auf allen Teilnehmerländern der ersten PIAAC-Runde. Da die Standardabweichungen in den einzelnen Ländern anders ausfallen (in der Regel deutlich niedriger), sind die Angaben nicht mit dem Effektstärkemaß d zu verwechseln. Die Effektstärke ist deutlich größer.

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Geschlechtsunterschiede in der Intelligenz – Teil 1

Geschlechtsunterschiede in der Intelligenz

Teil 1: Grundlegendes

Kaum ein anderes Thema ist emotional und politisch so hysterisch aufgeladen wie Geschlechtsunterschiede in der Intelligenz. In diesem Beitrag wird klargestellt, dass sich Männer und Frauen selbstverständlich auch im Hinblick auf die Intelligenz voneinander unterscheiden.

Beginnen wir mal mit einer Nachricht, die bei allen politisch Korrekten höchstes Entzücken auslöst:

Bei PISA 2015 zeigten in 72 von 72 Ländern Mädchen in der Lesekompetenz höhere Leistungen als Jungen.
Bei PIRLS 2016 zeigten in 52 von 52 Ländern Mädchen in der Lesekompetzenz höhere Leistungen als Jungen.
Unzählige Untersuchungen bestätigen, dass Mädchen eine höhere sprachliche Intelligenz aufweisen als Jungen.

Ich habe noch nie gehört, dass irgendjemand gegen diese empirische Tatsache protestiert hätte.

Erwähnt man hingegen, dass Männer im mathematischen Bereich wesentlich bessere Leistungen zeigen als Frauen, dann entfacht man unweigerlich einen „Sexismus! Sexismus!“-Kreischorkan der politisch Korrekten.

In dieser Serie betrachten wir Geschlechtsunterschiede in der Intelligenz.

Der Mainstream innerhalb der psychologischen Forschung geht ebenso wie der Mainstream in der Öffentlichkeit davon aus, dass es keine Geschlechtsunterschiede gibt [A1].

Angesichts der Tatsache, dass sich Männer und Frauen in nahezu allen Bereichen voneinander unterscheiden, ist es jedoch extrem unwahrscheinlich, dass es ausgerechnet bei der Intelligenz keine Unterschiede geben sollte. Wie wir gleich sehen werden, ist die Behauptung, dass es keinerlei Unterschiede in der Intelligenz von Männern und Frauen gibt, auf jeden Fall falsch.

Nach der Veröffentlichung des Buches „The Bell Curve. Intelligence and Class Structure in American Life“ von Herrnstein und Murray im Jahr 1994 [1] entbrannte eine hysterische, weitgehend politisch motivierte Diskussion, die so grotesk entartete, dass die American Psychological Association eine Fachgruppe von führenden Intelligenzforschern und Kritikern beauftragte, einen Bericht über die tatsächlichen Befunde der psychologischen Intelligenzforschung vorzulegen [2]. Eine äußerst wichtige Aussage dieses Berichts lautet:

  • Most standard tests of intelligence have been constructed so that there are no overall score differences between females and males.

Dieser Satz markiert ein zentrales Grundproblem: Bei der Konstruktion von Intelligenztests wird in der Regel große Mühe darauf verwandt, die Aufgaben so zu zusammenzustellen, dass sich keine Geschlechtsunterschiede ergeben. Aufgaben, bei denen sich im Rahmen von Voruntersuchungen nennenswerte Geschlechtsunterschiede zeigen, werden ausgeschieden; und die endgültigen Testaufgaben werden so zusammengestellt, dass der Gesamtwert für beide Geschlechter gleich ist. Oftmals gibt es getrennte Testnormen für Männer und Frauen und damit wird die „Gleichheit“ der Geschlechter per Definition erzwungen.

  • Statt real existierende Geschlechtsunterschiede zu erfassen, wird häufig viel Aufwand betrieben, um Geschlechtergleichheit zu konstruieren.

Trotz aller Bemühungen, „Geschlechtergleichheit“ per Testkonstruktion herzustellen, lassen sich Geschlechtsunterschiede nicht vertuschen.

Intelligenz ist ein extrem breites Konzept, welches kognitive Leistungen in allen Bereichen umfasst. In manchen Bereichen zeigen sich tatsächlich keine oder nur minimale Unterschiede zwischen den Geschlechtern, in manchen Bereichen zeigen Frauen bessere Leistungen, in manchen Bereichen haben Männer die Nase vorn.

Die Aussage „Es gibt keine Unterschiede in der Intelligenz von Männern und Frauen“ ist durch unzählige empirische Untersuchungen mit Hunderten Millionen Testpersonen widerlegt. Es steht außer Zweifel, dass Unterschiede in den relativen Stärken und Schwächen bestehen.

Allenfalls die Aussage „Die relativen Vorteile von Männern und Frauen gleichen sich so weit aus, dass in der Summe keine (nennenswerten) Geschlechtsunterschiede bestehen“ kann eine gewisse Gültigkeit beanspruchen. Aber selbst diese Behauptung ist keineswegs unumstritten.

In der nächsten Folge betrachten wir einige interessante Hypothesen, die in der aktuellen Diskussion im Blickpunkt stehen; und im Anschluss daran werden wir diese Hypothesen anhand einer sehr großen internationalen Stichprobe prüfen.

Hier gibt es die Fortsetzung → Geschlechtsunterschiede in der Intelligenz. Teil 2: Hypothesen

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Literatur


[1] Herrnstein, R.J. und Murray, C. (1994). The Bell Curve. Intelligence and Class Structure in American Life. New York: The Free Press.

[2] Neisser, U. et al. (1996). Intelligence: Knowns and Unknowns. American Psychologist, 51 (2), 77–101.

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Anmerkung

[A1] Mit „Mainstream innerhalb der psychologischen Forschung“ und „Mainstream in der Öffentlichkeit“ ist der Mainstream der letzten Jahrzehnte und die westliche Gesellschaft gemeint. In früheren Zeiten und in anderen Teilen der Welt galt und gilt es mehr oder weniger als selbstverständlich, dass Männer intelligenter sind als Frauen. Diese Annahme gründet sich allerdings lediglich auf Alltagsbeobachtungen und nicht auf wissenschaftliche empirische Forschung.

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Intelligenz, Geschlecht, Geschlechtsunterschiede, Intelligenzunterschiede, Intelligenzforschung, Psychologie

Buchtipp: The Neuroscience of Intelligence

The Neuroscience of Intelligence

Ein Buchtipp

Ich lese gerade ein ganz hervorragendes Buch:

Richard D. Haier (2017). The Neuroscience of Intelligence. New York: Cambridge Universitiy Press.

Das Buch macht deutlich, wie weit Genetik und Neurowissenschaften in der Erforschung der biologischen Grundlagen fortgeschritten und wie lächerlich die antifaktischen kulturdeterministischen Ideologien vor dem Hintergrund der psychologischen und biologischen Intelligenzforschung sind.

Hier will ich lediglich eine Randbemerkung aus dem Buch zitieren: „… genetic studies are logistically complex and expensive, especially when large samples are involved. DNA sequencing machines alone, for example, cost about $1-2 million each. Reportedly, in 2012 a single research institute in China, The Behavioral Genetics Institute, had 128 of them, along with super computers. Finding intelligence genes is a high priority. This one institute has over 4,000 scientists and technicians working there and a poster on the wall reportedly says: ‘Genes build the future’ … At the end of the twentieth century, Plomin (1999) stated, ‘The most far-reaching implications for science, and perhaps for society, will come from identifying genes responsible for the heritability of g …’ One the one hand, China has substantial investment in this hunt, and on the other hand, a majority of members currently in the US Congress apparently do not believe in evolution.” (S.65)

Nun ja, in den USA gibt es trotz alledem noch Forschung zu Intelligenz, Genetik und Neurowissenschaften.

In Deutschland ist Intelligenzforschung immer noch tabu. Hierzulande ist man immer noch der Meinung, alle Menschen würden mit leeren Köpfen geboren und die Schulen und „die Gesellschaft“ müssten die Intelligenz in die Hohlräume füllen.

Statt in zukunftsrelevante Forschung zu investieren, importiert Deutschland Millionen Analphabeten aus Arabien und Schwarzafrika, die den Steuerzahler Hunderte Milliarden kosten und das Intelligenzniveau drastisch senken. Die Chinesen lachen sich über so viel Dummheit kaputt.

Anmerkung: In dem Buch geht es um Forschungsmethoden und Forschungsergebnisse. Die unglaubliche Dummheit von Forschungspolitik und politisch bornierten Ideologen kommt nur am Rande zur Sprache.

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Migranten, Intelligenz, Politik, Deutschland, USA, China, Forschung, Forschungspolitik, Intelligenzforschung, Genetik, Neurowissenschaften, Psychologie

Intelligenzminderung Sub-Sahara-Afrika

Intelligenzminderung - Sub-Sahara-Afrika

Intelligenzminderung

Sub-Sahara-Afrika

Im Beitrag Intelligenzminderung – Deutschland – Arabien – Sub-Sahara-Afrika habe ich die idealisierten Modellfälle „Deutschland“, „Arabien“ und „Sub-Sahara-Afrika“ betrachtet. Anschließend habe ich die arabischen Länder in den Blickpunkt gerückt. Nun konzentriere ich mich auf Sub-Sahara-Afrika.

Die Ergebnisse zu „Sub-Sahara-Afrika“ sind in Abbildung 1 dargestellt (1).
Die rote und die braune Fläche zeigen den Anteil klinisch relevanter geistiger Behinderungen nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO (2).
Braun: leichte Intelligenzminderung (Debilität).
Rot: schwerere Intelligenzminderung (schwere geistige Behinderung, Imbezillität und Idiotie).
Die gelbe Fläche steht für grenzwertige Intelligenzminderung (Grenzdebilität), die zwar nicht klinisch relevant, aber dennoch von erheblicher Bedeutung ist.
Die blaue Fläche repräsentiert den gesamten Rest, der von unintelligent bis hochintelligent reicht.

Intelligenzminderung - Sub-Sahara-Afrika
Abbildung 1: Intelligenzminderung in „Sub-Sahara-Afrika“.

Halten wir noch einmal fest, was bereits gesagt wurde:

  • Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO ist bei der Hälfte der Bevölkerung Sub-Sahara-Afrikas eine klinisch relevante geistige Behinderung zu erwarten. Hiervon wären zwei Drittel als debil einzustufen und ein Drittel weist eine noch schwerere geistige Behinderung auf.
  • Zusätzlich fallen 34 Prozent in den IQ-Bereich 70 bis 85 – grenzwertige Intelligenz, Grenzdebilität – der zwar nicht klinisch relevant, aber dennoch von erheblicher Bedeutung ist.
  • Somit liegt bei 84 Prozent der Schwarzafrikaner eine Intelligenzminderung vor – und zum weit überwiegenden Teil ist die Intelligenzminderung so stark, dass sie als klinisch relevant einzustufen ist!

Von der anderen Seite aus betrachtet heißt dies: Lediglich 16 Prozent der Schwarzafrikaner zeigen unauffällige Intelligenzwerte. Das mag – wenn man eine rosarote Brille aufsetzt – auf den ersten Blick tröstlich klingen, aber die Wahrheit ist: In den allermeisten Fällen liegt der IQ unter 100.

  • Weniger als 3 Prozent der Schwarzafrikaner erreichen das Intelligenzniveau eines ganz und gar durchschnittlichen Deutschen!

Das Fazit lautet: Bei fünf Sechsteln aller Schwarzafrikaner ist das Intelligenzniveau so niedrig, dass diese Menschen den Anforderungen einer modernen Industrie- und Informationsgesellschaft nur sehr schwer oder gar nicht gewachsen wären. Und von dem einen Sechstel, das keine Intelligenzminderung aufweist, liegt der Großteil deutlich unter dem deutschen Durchschnittsniveau. Selbstverständlich gibt es auch intelligente Schwarzafrikaner, aber diese sind extrem selten.

Im nächsten Beitrag werde ich zeigen, wie sich das katastrophale Intelligenzniveau der Schwarzafrikaner in katastrophalen Schulleistungen widerspiegelt.


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Quellen und Anmerkungen

(1) Dass Abbildung 1 perfekt symmetrisch zur vertikalen Achse ist, liegt daran, dass der mittlere IQ für Sub-Sahara-Afrika bei 70 liegt und exakt mit dem Kriterium der Weltgesundheitsorganisation WHO zusammenfällt, welches den klinischen vom nicht-klinischen Bereich trennt, und dass die beiden anderen Markierungen eine Standardabweichung darunter bzw. darüber liegen.

(2) ICD-10-GM Version 2018. Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Intelligenzminderung (F70-F79).
Online bei DMI Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information.

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Intelligenz, IQ, Psychologie, ICD-10, Debilität, Grenzdebilität, Intelligenzminderung, WHO, Sub-Sahara-Afrika, Afrika, Schwarzafrika,

Intelligenzminderung Arabien PISA TIMMS PIRLS

Intelligenzminderung

Schulleistungen – Arabische Länder (Fortsetzung)

Anhand der internationalen Studien PISA (1) und TIMSS (2) haben wir gesehen, dass die Schüler in den arabischen Staaten katastrophal schlechte Schulleistungen zeigen (→ hier, → hier, → hier). Dies will ich nun noch weiter untermauern.

In früheren Beiträgen habe ich über die PISA-Leistungen in den moslemischen Ländern berichtet (→ Mathematik, → Naturwissenschaften, → Lesekompetenz). In Tabelle 1 sind die Mittelwerte der arabischen Teilnehmerländer zusammengefasst. Dazu habe ich die PISA-Skala in eine IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 transformiert. Deutschland ist zum Vergleich angegeben.

Land  Mathematik  Naturwiss.  Lesen
Algerien 79 81 78
Jordanien 82 86 86
Katar 85 88 85
Libanon 84 83 77
Tunesien 80 83 79
VAE 89 91 90
 
Deutschland 101 101 101
Tabelle 1: PISA 2015. PISA-IQ in den arabischen Teilnehmerländern (gerundet).
Deutschland zum Vergleich


Die Werte liegen im vertrauten Bereich: 77 bis 91, also weit unter 100. Der Mittelwert der arabischen Staaten beträgt 83 (Mathematik), 85 (Naturwissenschaften) und 83 (Lesekompetenz). Dies deckt sich hervorragend mit dem IQ von 85, der mit psychometrischen Intelligenztests ermittelt wurde. Sowohl bei den Intelligenztests als auch bei den PISA-Schulleistungen liegen die arabischen Staaten im Durchschnitt eine Standardabweichung unter 100.

Im vorletzten Beitrag sind in Tabelle 2 die Werte der 14 arabischen Teilnehmerländer der TIMMS-Studie dargestellt. Der Mittelwert Mathematik beträgt 85, der Mittelwert Naturwissenschaften beträgt 87. Deutschland hat die Werte 103 und 104. Die Differenz beträgt 18 bzw. 17 TIMSS-IQ-Punkte, also etwas mehr als eine Standardabweichung.

Die Lesekompetenz wird in den TIMMS-Studien nicht berücksichtigt. Diese wird in den PIRLS-Studien getestet, die mit TIMSS unter dem gemeinsamen Dach der IEA – The International Association for the Evaluation of Educational Achievement – durchgeführt werden (3).

Land  PIRLS  PIRLSIQ
Katar 425 89
Kuwait (a) 419 88
Marokko 310 72
Oman 391 84
Saudi Arabien 430 90
VAE 439 91
 
Deutschland 541 106
Tabelle 2: PIRLS 2011. Lesekompetenz in arabischen Ländern. 4. Klasse, (a) = 6. Klasse.
Deutschland zum Vergleich


PIRLS zeigt das vertraute Bild: Die Werte reichen von 72 bis 91; der Mittelwert der arabischen Länder beträgt 86. Die Differenz zu Deutschland beträgt 20 Punkte, also 1 1/3 Standardabweichungen. (5)

Halten wir fest:

  • Alle groß angelegten weltweiten Studien – PISA, TIMMS und PIRLS – zeigen übereinstimmend, dass die Schulleistungen in den arabischen Ländern in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz eine Standardabweichung unter dem Mittelwert 100 liegen.

  • Die Schulleistungen in den internationalen Tests sind nahezu deckungsgleich mit den Befunden aus der psychologischen Intelligenzforschung, die auf psychometrischen Tests basiert. (4)

  • Zum Ausgangspunkt unserer Betrachtungen – die Intelligenz in den arabischen Staaten liegt im Mittel bei 85, also eine Standardabweichung unter 100 – gesellt sich das perfekte Spiegelbild in den Schulleistungen.

  • Noch eine Anmerkung: Im letzten Beitrag haben wir gesehen, dass die passablen Leistungen in den Emiraten am Persischen Golf einzig und allein den Migranten zu verdanken sind und dass die einheimischen Araber katastrophale Leistungen zeigen. Nimmt man die Emirate heraus, dann liegen die Schulleistungen in den arabischen Staaten sogar deutlich unter 85. Hinsichtlich der Schulleistungen ist die Differenz zwischen Arabern und Deutschen sogar noch größer als hinsichtlich der Intelligenz.

    Hier gibt es die Fortsetzung → Intelligenzminderung Sub-Sahara-Afrika.


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) PISA 2015 Ergebnisse (Band I)
    Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung

    (2) TIMSS – Trends im Mathematics and Science Studies.
    Sitemap
    Mathematik
    Naturwissenschaften

    (3) PIRLS – Progress in International Reading Literacy Study.
    PIRLS 2011

    (4) Lynn, Richard & Vanhanen, Tatu (2012). Intelligence. A Unifying Construct for the Social Sciences. London: Ulster Institute for Social Research.

    (5) Bei der IQ-Transformation habe ich die PIRLS-Skala mit Mittelwert 500 und Standardabweichung 100 zugrundegelegt. Im Vergleich zur psychometrischen IQ-Skalierung fallen die PIRLS-Werte deutlich zu hoch aus. Bei der üblichen Greenwich-Standardisierung entspricht der Skalenmittelpunkt dem Wert von England. Dieser liegt in PIRLS 2011 bei 552, er ist also etwas mehr als eine halbe Standardabweichung höher. Zentriert man die Skala bei England, dann müssen die PIRLS-IQ-Werte um etwa 8 Punkte verringert werden. Zentriert man die Skala bei Deutschland, dann müssen jeweils 6 Punkte abgezogen werden.

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    Intelligenz, IQ, Psychologie, Arabien, TIMSS, PISA, PIRLS, Schulleistungen

    Intelligenzminderung – Schulleistungen von Arabern

    Intelligenzminderung

    Schulleistungen in arabischen Ländern (Fortsetzung)

    Im vorangegangenen Beitrag haben wir gesehen, dass die arabischen Länder sowohl in den PISA- (1) als auch in den TIMSS-Studien (2) katastrophale Schulleistungen gezeigt haben.

    Lediglich die Emirate am Persischen Golf zeigten annehmbare – aber immer noch deutlich unterdurchschnittliche – Leistungen. Die Emirate fallen jedoch aus dem Rahmen, da in diesen Ländern die Zahl der Migranten die Zahl der Einheimischen weit übersteigt. Da liegt der Verdacht nahe, dass die annehmbaren Schulleistungen in allererster Linie den Migranten zu verdanken ist. Genau dies lässt sich empirisch leicht belegen.

    Tabelle 1 zeigt den prozentualen Anteil der Schüler in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und in Katar, die bei PISA 2015 im Fach Naturwissenschaften noch nicht einmal die Stufe 2 erreichten. Die Anforderungen für Stufe 2 sind so niedrig, dass diese Schüler als Versager bezeichnet werden müssen. Die Daten sind aufgeschlüsselt nach Einheimischen sowie Migranten der 1. und der 2. Generation. Zum Vergleich ist in der letzten Zeile Deutschland angegeben.

        Migranten
    Land  Einheimische  2. Generation 1. Generation
    VAE 59,0 30,5 24,0
    Katar 68,4 43,4 27,2
     
    Deutschland 11,8 31,1 42,5
    Tabelle 1: PISA 2015 – Prozentualer Anteil der Versager in Naturwissenschaften
    Deutschland zum Vergleich


    In den Vereinigten Arabischen Emiraten gehören 59 Prozent und in Katar sage und schreibe 68.4 Prozent der einheimischen Schüler zu den Versagern! Es ist einzig und allein den Migranten zu verdanken, dass diese Länder insgesamt einigermaßen passabel abschneiden.

    In Deutschland ist das Bild – wie nicht anders zu erwarten – genau umgekehrt: Bei den Einheimischen liegt der Anteil der Versager bei 11,8 Prozent; und es sind die Migranten, die außerordentlich schlecht abschneiden. Selbstverständlich gilt der letzte Teil der Aussage nicht für alle Migranten in Deutschland – katastrophale Leistungen zeigen in allererster Linie die Türken sowie generell die Migranten aus islamischen Ländern und natürlich auch die Migranten aus Schwarzafrika (dies wird Gegenstand anderer Beiträge sein).

    An dieser Stelle ist der bekannte Spruch angebracht:
    Was ist der Unterschied zwischen den arabischen Emiraten und Deutschland?
    In den arabischen Emiraten arbeitet ein Heer von Migranten für die einheimische Bevölkerung.
    In Deutschland arbeitet die einheimische Bevölkerung für ein Heer von Migranten.


    Nimmt man die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrein und Katar heraus, dann spiegeln die außerordentlich schlechten Schülerleistungen in TIMSS und PISA perfekt das außerordentlich geringe Intelligenzniveau in diesen Ländern wider. Wenn die Hälfte der Araber signifikante Intelligenzminderungen zeigt, ist dies nicht verwunderlich. Die Intelligenz setzt Leistungen eine obere Grenze. Wo es an Intelligenz mangelt, können komplexere Leistungen schlicht und einfach nicht erbracht werden.

    Noch eine Anmerkung zu Tabelle 1:
    Es fällt auf, dass die Migranten der 2. Generation eine Zwischenstellung zwischen den Einheimischen und den Migranten der 1. Generation einnehmen. Da liegt die Vermutung nahe, dass dies auf unterschiedliche Schulsysteme im Herkunfts- und im Einwanderungsland zurückgeht. Dies spielt mit Sicherheit eine Rolle. Es ist jedoch auch zu bedenken, dass sich die 1. und die 2. Generation im Hinblick auf die Herkunftsländer und das Intelligenzniveau deutlich voneinander unterscheiden können. Zum Beispiel ist in Deutschland aktuell der Anteil der Moslems in der 2. Generation wesentlich geringer als in der 1. Generation, denn allein im Zuge der merkelschen Masseninvasion sind mehr als eine Million Moslems ins Land geströmt, die zwangsläufig zur 1. Generation gehören. Genau diese Wohlstandmigranten zeichnen sich durch ein katastrophales Intelligenzniveau aus. Wie verheerend sich die Masseninvasion auf das Leistungsniveau in Deutschland auswirken wird, wird sich ab den übernächsten PISA- und TIMSS-Studien in brutaler Deutlichkeit zeigen. Und da sich Moslems und Schwarzafrikaner viel stärker vermehren werden als die Einheimischen, ist der Weg in die absolute Bildungskatastrophe unabänderlich vorgezeichnet.


    Hier gibt es die Fortsetzung → Intelligenzminderung. Schulleistungen – Arabische Länder (Fortsetzung)


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) PISA 2015 Ergebnisse (Band I)
    Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung

    (2) TIMSS – Trends im Mathematics and Science Studies.
    Sitemap
    Mathematik
    Naturwissenschaften

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    Stichwörter:
    Intelligenz, IQ, Psychologie, Arabien, TIMSS, PISA, Schulleistungen

    Intelligenzminderung – Schulleistungen in arabischen Ländern

    Intelligenzminderung

    Schulleistungen in arabischen Ländern

    Im letzten Beitrag habe ich Intelligenzminderungen in den arabischen Ländern betrachtet und festgehalten, dass Araber ausgesprochen unintelligent sind.

    Zur Erinnerung: Intelligenz im Sinne der psychologischen Intelligenzforschung ist, grob gesagt, die Fähigkeit Probleme zu lösen; intelligentere Menschen können komplexere Probleme lösen als Unintelligente. Intelligenz bezieht sich nicht auf einzelne konkrete Handlungen, sondern auf das Potenzial, das jemand besitzt.


    In diesem Beitrag berachte ich einen Bereich, in dem die Intelligenz eine herausragende Rolle spielt, nämlich Schulleistungen.

    Schulleistungen sind selbstverständlich nicht mit Intelligenz gleichzusetzen. Zusätzlich zur Intelligenz spielen bei den schulischen Leistungen zum Beispiel Interesse und Anstrengung sowie Inhalt, Qualität und Umfang des Lehrangebots eine Rolle.

    In verschiedenen Beiträgen habe ich über schulische Leistungen im Rahmen der PISA-Studien (1) berichtet und dabei auch den Fokus auf islamische Länder gerichtet (→ Mathematik, → Naturwissenschaften, → Lesekompetenz). An der PISA-Studie 2015 nahmen sechs arabische Länder teil: Algerien, Jordanien, Katar, Libanon, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). In einem zusammenfassenden Beitrag habe ich Leistungsträger und Totalversager in den Blickpunkt gerückt.

    Leistungsträger sind Schüler, die in mindestens einem Fach sehr gute bis herausragende Leistungen zeigten.

    Totalversager sind Schüler, deren Leistungen in allen drei Fächern unter dem Minimalniveau liegen, das erforderlich ist, um vollwertig am Leben einer modernen Gesellschaft teilhaben zu können.

    In Tabelle 1 sind die prozentualen Anteile von Leistungsträgern und Totalversagern in den arabischen Ländern zusammengefasst (Deutschland zum Vergleich).

    Land  Totalversager  Leistungsträger
    Algerien 61,1 0,1
    Jordanien 35,7 0,6
    Katar 42,0 3,4
    Libanon 50,7 2,5
    Tunesien 57,3 0,6
    VAE 31,3 5,8
     
    Deutschland 9,8 19,2
    Tabelle 1: PISA 2015 – Schulleistungen in arabischen Ländern
    Deutschland zum Vergleich


    Während Deutschland „nur“ 9,8 Prozent Totalversager aufweist (ein erheblicher Teil davon stammt aus islamischen Ländern), denen fast doppelt so viele Leistungsträger gegenüberstehen, ist die Lage in den arabischen Ländern katastrophal.

    Am besten schneiden die Vereinigten Arabischen Emirate ab – aber selbst hier ist das Bild niederschmetternd: 31,3 Prozent der Schüler sind in keinem einzigen der drei Fächer den minimalen Anforderungen gewachsen; ihnen stehen lediglich 5,8 Prozent Leistungsträger gegenüber.

    In den anderen arabischen Ländern ist die Lage noch sehr viel schlechter. In Jordanien, Katar und Libanon sind mehr als ein Drittel bis knapp die Hälfte der Schüler Totalversager. Der Anteil der Leistungsträger ist (verschwindend) klein.

    Die Schlusslichter Tunesien und Algerien bieten mit 57,3 bzw. 61,1 Prozent Totalversagern und 0,6 bzw. 0,1 Prozent Leistungsträgern ein derart verheerendes Bild, dass man es kaum glauben mag.

    Als Ergänzung zur PISA-Studie, über die ich ja bereits berichtet hatte, stelle ich im Folgenden Ergebnisse aus den TIMSS-Studien vor (2). TIMMS – Trends in Mathematics and Science Studies – untersucht ebenso wie PISA Schulleistungen in zahlreichen Ländern in vierjährigen Abständen.

    Ergebnisse für die arabischen Teilnehmerländer sind in Tabelle 2 dargestellt. Sofern nichts anderes vermerkt ist, beziehen sich die Werte auf TIMSS 2015 und die 8. Klassen. In Deutschland, das zum Vergleich aufgeführt ist, und Jemen nahmen nur Schüler aus der 4. Klasse teil; und Jemen, Palästina, Syrien und Tunesien nahmen zuletzt an TIMSS 2011 teil.

    In den Spalten TIMMS stehen die TIMSS-Scores. Die TIMSS-Skala, ist ebenso wie die PISA-Skala auf einen Mittelwert von 500 und eine Standardabweichung von 100 normiert. Die Skala lässt sich leicht in eine IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 transformieren. Die gerundeten Werte finden sich in den Spalten IQTIMSS.

       Mathematik   Naturwiss. 
    Land  TIMSS   IQTIMSS   TIMSS   IQTIMSS 
    Ägypten 392 84 371 81
    Bahrein 454 93 466 95
    Jemen (a)(b) 248 62 209 56
    Jordanien 386 83 426 89
    Katar 437 91 457 94
    Kuwait 392 84 411 87
    Libanon 442 91 398 85
    Marokko 384 83 393 84
    Oman 403 85 455 93
    Palästina (a) 404 86 420 88
    Saudi Arabien 368 80 396 84
    Syrien (a) 380 82 426 89
    Tunesien (a) 425 89 439 91
    VAE 465 95 477 97
     
    Deutschland (b) 522 103 528 104
    Tabelle 2: TIMSS 2015 Schulleistungen in arabischen Staaten; 8. Klasse
    (a) = TIMSS 2011; (b) = 4. Klasse


    Im Fach Mathematik liegt der TIMMS-IQ in sieben Ländern unter 85 und in sieben Ländern darüber. Jemen ist mit 62 ein extremer Ausreißer nach unten. An der Spitze überschreiten die Vereinigten Arabischen Emirate (95), Bahrein (93), Katar (91) und Libanon (91) die 90er-Marke.

    In den Naturwissenschaften liegt der TIMMS-IQ sieben Ländern unter 88,5 und sieben sieben Ländern darüber. Auch hier ist Jemen mit 56 extremer Ausreißer nach unten. Die 90er-Marke überspringen die Vereinigten Arabischen Emirate (97), Bahrein (95), Katar (94), Oman (93) und Tunesien (91).

    Insgesamt bieten die arabischen Länder ein katastrophales Bild. Von vierzehn Ländern erreicht kein einziges den Mittelwert von 100. Allenfalls die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrein und Katar können einigermaßen mithalten. Diese drei Länder sind jedoch ganz und gar atypisch: Etwa 80 Prozent der Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate sind Arbeitsmigranten, in Bahrein sind etwas mehr als die Hälfte Ausländer und in Katar sind es sogar fast 90 Prozent! Da drängt sich der Verdacht auf, dass die recht achtbaren Schulleistungen zum allergrößten Teil den Migranten zu verdanken sind und dass die Leistungen der arabischen Schüler kaum über denen der anderen arabischen Länder liegen. Genau dies werde ich im nächsten Beitrag mit empirischen Daten belegen.

    Hier gibt es die Fortsetzung → Intelligenzminderung. Schulleistungen in arabischen Ländern (Fortsetzung).


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) PISA 2015 Ergebnisse (Band I)
    Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung

    (2) TIMSS – Trends im Mathematics and Science Studies.
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    Stichwörter:
    Intelligenz, IQ, Psychologie, Arabien, TIMSS, PISA, Schulleistungen

    Intelligenzminderung – Arabien

    Intelligenzminderung "Arabien"

    Intelligenzminderung

    Arabische Länder

    In den vorangegangenen fünf Beiträgen habe ich mich mit dem Thema Intelligenzminderung befasst und die idealisierten Modellfälle „Deutschland“, „Arabien“ und „Sub-Sahara-Afrika“ betrachtet. Im aktuellen Beitrag konzentriere ich mich auf „Arabien“ und auf die arabischen Länder (die Anführungszeichen verwende ich, wenn es um Modellannahmen geht).

    Die Ergebnisse zu „Arabien“ sind in Abbildung 1 dargestellt.
    Die rote und die braune Fläche zeigen den Anteil klinisch relevanter geistiger Behinderungen nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO (1).
    Rot: schwerere Intelligenzminderung (schwere geistige Behinderung, Imbezillität und Idiotie).
    Braun: leichte Intelligenzminderung (Debilität).
    Die gelbe Fläche steht für grenzwertige Intelligenzminderung (Grenzdebilität), die zwar nicht klinisch relevant, aber dennoch von erheblicher Bedeutung ist.
    Die blaue Fläche repräsentiert den gesamten Rest, der von unintelligent bis hochintelligent reicht.

    Abbildung 1: Intelligenzminderung in „Arabien“.

    Halten wir noch einmal fest, was schon mehrfach gesagt wurde:

  • 16 Prozent der „Araber“ weisen eine klinisch relevante geistige Behinderung auf. 13,4 Prozent sind als debil einzustufen. 2,4 Prozent weisen eine noch schwerere geistige Behinderung auf, die eine dauerhafte Betreuung erfordert.
  • Zusätzlich sind 34 Prozent grenzdebil.


    Am Ende des vorangegangen Beitrags hatte ich festgestellt:

  • Nach allem, was wir aufgrund der empirischen Forschung wissen, stimmen die Modellannahmen für „Deutschland“, „Arabien“ und „Sub-Sahara-Afrika“ sehr gut mit den realen Verhältnissen überein.

  • Diese Aussage gilt insbesondere auch für „Arabien“. Dementsprechend werde ich im Folgenden die Anführungszeichen weitgehen weglassen und von den arabischen Ländern reden. Ich will jedoch ausdrücklich betonen, dass die Prozentwerte stets nur Näherungen sind. Die tatsächlichen Werte sind nicht bekannt. Die Abweichungen – egal ob nach oben oder nach unten – können aber nicht gravierend sein. Zudem sind die Verhältnisse in den arabischen Ländern selbstverständlich nicht identisch. Sie sind jedoch so ähnlich, dass es Sinn macht, diese Länder als Gesamtgruppe zu betrachten.

    Dass sage und schreibe die Hälfte der arabischen Bevölkerung eine Intelligenzminderung aufweist, ist nur ein Teil der Geschichte.

    34 Prozent liegen im Bereich 85 bis 100 und das heißt: Insgesamt liegen 84 Prozent der arabischen Bevölkerung unter dem deutschen Mittelwert.

    Lediglich jeder Sechste übertrifft den Durchschnittswert der Deutschen; und von diesen liegt der größte Teil nur wenig über 100.

    Da im oberen Bereich die Kurve immer flacher und flacher wird, sind hohe Intelligenzwerte außerordentlich selten. Unter dem Kriterium IQ ≥ 110 (Herrnstein und Murray, 1994; (2)) würde man allenfalls 5 Prozent als intelligent bezeichnen. Hochintelligente (IQ ≥ 130; Rost, 2009; (3)) sind extrem selten, ihr Anteil liegt bei 0,1 Prozent. Für Deutsche lauten die entsprechende Werte 25 und 2,4 Prozent. Das heißt: Unter den Deutschen gibt es (prozentual) fünfmal so viele Intelligente und vierundzwanzigmal so viele Hochintelligente wie in den arabischen Ländern.

    So, da steht er nun schon eine ganze Weile vor uns im Raum, der Elefant. Wir können weiterhin ganz fest die Augen verschließen oder wir können die unumstößliche Tatsache klipp und klar aussprechen:

  • Nicht nur im Vergleich zu den Deutschen, sondern auch nach allgemein anerkannten Kriterien sind die Menschen in den arabischen Ländern ausgesprochen dumm.

    Für alle, die kurz vor einem Herzinfarkt stehen und „Nazi! Nazi! Rassist! Rassist!“ kreischen, ein kleiner Hinweis: Ostasiaten sind deutlich intelligenter als Deutsche, aschkenasische Juden sind deutlich intelligenter als Ostasiaten. Aus der Sicht von Ostasiaten sind Deutsche dumm, aus der Sicht von aschkenasischen Juden sind Deutsche sehr dumm. Mit diesem Thema werde ich mich demnächst befassen.


    Das Wort dumm hat, wie so viele andere Wörter auch, unterschiedliche Facetten.

    Es ist offensichtlich, dass ich es hier als Gegenbegriff zu intelligent im fachspezifischen Sinne verwende. Intelligenz ist, grob gesagt, die Fähigkeit Probleme zu lösen; intelligentere Menschen können komplexere Probleme lösen als Unintelligente. Intelligenz im Sinne der psychologischen Intelligenzforschung bezieht sich nicht auf einzelne konkrete Handlungen, sondern auf das Potenzial, das jemand besitzt. Dieses Potenzial ist bei Menschen aus den arabischen Ländern sehr viel geringer als bei europäischstämmigen Mittel-, West- und Nordeuropäern. Dies ist eine Tatsache, die durch unzählige Untersuchungen empirisch belegt ist.

    Als dumm können wir aber auch ganz konkrete Handlungen bezeichnen. Menschen mit hoher Intelligenz sich können durchaus dumm verhalten (leider tun sie dies nur allzu oft); und Menschen mit geringer Intelligenz können durchaus sehr klug handeln. Ein Musterbeispiel für diesen konkreten Aspekt, der scharf von dem psychologischen Begriff Intelligenz zu unterscheiden ist, bietet die Masseninvasion von Arabern und Afrikanern nach Deutschland. Die Refjudschies-Wellkamm-Hysterie und die merkelsche Wahnsinnstat sind Akte beispielloser Dummheit, begangen von durchaus intelligenten Menschen. Die Araber und Afrikaner verhalten sich hingegen trotz ihrer geringen Intelligenz außerordentlich klug, indem sie sich selbst und ihren Verwandten eine lebenslange Rundumversorgung sichern, sich auf Kosten der dummen Deutschen ungehemmt fortpflanzen und die dummen Deutschen in wenigen Jahrzenten zu einer Minderheit degradieren.

    In evolutionärer Sicht werden sich wohl in diesem Jahrhundert – zumindest in Deutschland und weiten Teilen Europas – die unintelligenten Invasoren als die Erfolgreichen und die intelligenten Alteingesessenen als die Dummen erweisen, die mit hypermoralischer Hybris ihren eigenen genetischen und kulturellen Selbstmord bejubeln.

    Hier gibt es die Fortsetzung → Intelligenzminderung – Schulleistungen in arabischen Ländern


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) ICD-10-GM Version 2018. Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Intelligenzminderung (F70-F79).
    Online bei DMI Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information.

    (2) Herrnstein, R.J. & Murray, C. (1994). The Bell Curve. Intelligence and Class Structure in American Life. New York: The Free Press.
    110 ist der Wert, der das obere Viertel der IQ-Skala und den unteren drei Vierteln trennt. Das ist ein sehr gängiges Kriterium, das zum Beispiel auch in den groß angelegten weltweiten TIMSS-Studien verwendet wird (TIMSS = Trends in International Mathematics and Science Study).

    (3) Rost, D.H. (2009). Intelligenz. Fakten und Mythen. Weinheim: Beltz.

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    Stichwörter:
    Intelligenz, IQ, Psychologie, ICD-10, Debilität, Grenzdebilität, Intelligenzminderung, WHO, Arabien, Dummheit

  • Intelligenzminderung – Güte der Modellannahmen

    Intelligenzminderung

    Methodische Aspekte – Güte der Modellannahmen

    Im letzten Beitrag habe ich die Intelligenzminderung für die idealisierten Modellfälle „Deutschland“, „Arabien“ und „Sub-Sahara-Afrika“ betrachtet und dabei gigantische Unterschiede aufgezeigt.

  • In „Deutschland“ ist ein Sechstel von Intelligenzminderung betroffen. Lediglich 2,4 Prozent sind klinisch relevant.
  • In „Arabien“ ist die Hälfte von Intelligenzminderung betroffen! 16 Prozent sind klinisch relevant.
  • In „Sub-Sahara-Afrika“ sind 84 Prozent von Intelligenzminderung betroffen! Die Hälfte der Bevölkerung ist im klinischen Sinne als debil oder imbezill einzustufen!

  • Die Definition von Intelligenzminderung beruht zum einen auf den offiziellen Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO (1) und zum anderen auf der üblichen Festlegung der grenzwertigen Intelligenz oder Grenzdebilität. Diese Kriterien sind allgemein akzeptiert.

    Die prozentualen Anteile der jeweils von einer Intelligenzminderung Betroffenen beruhen auf idealisierten Modellannahmen; es handelt also nicht um empirisch erhobene Daten. Es ist daher zunächst einmal zu klären, wie gut die Modellannahmen sind.

    Das zugrundeliegende Modell ist die Normalverteilung. Bei der Konstruktion von Intelligenztests werden die Leistungen an einer (sehr) großen Eichstichprobe erhoben und die Messwerte werden so verrechnet, dass die IQ-Werte möglichst gut an eine Normalverteilung angepasst sind. Die tatsächlichen Werte in der Gesamtpopulation bilden niemals eine hundert Prozent perfekte Normalverteilung (dies ist bei endlichen Populationen theoretisch gar nicht möglich). Je nachdem, in welcher Weise die realen Werte von der Normalverteilung abweichen, können die Anteile von Intelligenzminderung ein wenig günstiger, aber genauso gut auch ein wenig ungünstiger ausfallen. Gravierende Abweichungen von der Normalverteilung wurden bei angemessen großen und zufällig ausgewählten repräsentativen Stichproben nicht berichtet; daher sind auch keine nennenswerten Veränderungen bei den prozentualen Anteilen intelligenzbehinderter Personen zu erwarten.

    Eine Normalverteilung ist vollständig definiert durch ihren Mittelwert und ihre Standardabweichung.

    Die Mittelwerte „Deutschland“ = 100, „Arabien“ = 85 und „Sub-Sahara-Afrika“ = 70 stimmen nahezu perfekt mit den empirisch ermittelten Werten für Deutsche ohne Migrationshintergrund, die arabischen Länder und die Sub-Sahara-Länder überein; siehe Lynn und Vanhanen (2012) (2). In Bezug auf diesen Parameter sind praktisch keine Differenzen zwischen der Modellannahme und den realen Gegebenheiten zu erwarten.

    Als Standardabweichung wurde in allen drei Modellen der Wert 15 verwendet, der bei der Normierung von Intelligenztests üblich ist. Nennenswerte Differenzen zwischen der Modellannahme und den realen Gegebenheiten sind auch hier nicht zu erwarten. Dennoch lohnt sich eine nähere Betrachtung.

    Eine Veränderung der Standardabweichung würde sich wie folgt ausdrücken:
    Bei einer größeren Standardabweichung würde die Glockenkurve etwas breiter und flacher, bei einer kleineren Standardabweichung würde die Glockenkurve etwas schmaler und höher.

    Der springende Punkt ist: Das Zentrum, also der Mittelwert und der Gipfel der Glockenkurve bleiben unverändert. Das hat folgende Konsequenzen: Der Anteil der Personen mit Intelligenzbehinderung in „Arabien“ bleibt völlig unverändert bei 50 Prozent, der Anteil der Personen mit einer klinisch relevanten Intelligenzminderung bleibt in „Sub-Sahara-Afrika“ völlig unverändert bei 50 Prozent (3). Eine Veränderung der Standardabweichung würde das Gesamtbild kaum ändern. Es würde sich allenfalls eine Umschichtung zwischen den klinisch relevanten geistigen Behinderungen und den grenzwertigen Behinderungen ergeben. Bei größerer Standardabweichung gibt es mehr Extremfälle, also mehr klinisch relevante Behinderungen, bei kleinerer Standardabweichung wird der klinisch relevante Anteil etwas geringer.

    Insgesamt ist festzuhalten: Nach allem, was wir aufgrund der empirischen Forschung wissen, stimmen die Modellannahmen für „Deutschland“, „Arabien“ und „Sub-Sahara-Afrika“ sehr gut mit den realen Verhältnissen überein. Dementsprechend sind die berechneten prozentualen Anteile von Personen mit Intelligenzbehinderung wohl ein sehr gutes Spiegelbild der Realität.

    In folgenden Beiträgen werde ich die Befunde näher diskutieren, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Folgen der Masseninvasion aus Arabien und Sub-Sahara-Afrika.

    Hier gibt es die Fortsetzung → Intelligenzminderung – Arabien


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) ICD-10-GM Version 2018. Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Intelligenzminderung (F70-F79).
    Online bei DMI Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information.

    (2) Lynn, Richard & Vanhanen, Tatu (2012). Intelligence. A Unifying Construct for the Social Sciences. London: Ulster Institute for Social Research.

    (3) Dass die IQ-Werte der arabischen Länder bei 85 und der Sub-Sahara-Länder bei 70, also genau eine beziehungsweise zwei Standardabweichungen unter dem Mittel liegen, ist keineswegs einer Simplifizierung geschuldet – dies ist eine empirische Tatsache.

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    Stichwörter:
    Intelligenz, Normalverteilung, IQ, Psychologie, ICD-10, Debilität, Grenzdebilität, Intelligenzminderung, WHO, Mittelwert, Standardabweichung, Glockenkurve, Deutschland, Arabien, Sub-Sahara-Afrika, Schwarzafrika

    Intelligenzminderung – Deutschland – Arabien – Sub-Sahara-Afrika

    Intelligenzniveau und Intelligenzminderung – Deutschland – Arabien – Sub-Sahara-Afrika

    Intelligenzminderung

    Deutschland – Arabien – Sub-Sahara-Afrika

    In den beiden vorangegangenen Beiträgen haben wir gesehen:

    • Eine klinisch relevante Intelligenzminderung – Mentale Retardation, geistige Behinderung – liegt vor, wenn der Intelligenzkoeffizient IQ kleiner als 70 ist. Menschen, deren Intelligenz nur knapp unterhalb 70 liegt, können mit Einschränkungen durchaus am sozialen Leben teilhaben. Bei niedrigeren Werten ist jedoch eine zeitweise oder gar dauerhafte Unterstützung erforderlich.
    • Der Bereich 70 bis 85 – grenzwertige Intelligenz, Grenzdebilität – ist zwar nicht klinisch relevant, aber dennoch von erheblicher Bedeutung. Ein großer Teil der betreffenden Personen weist eine Lernbehinderung auf. Zusätzlich zu den eingeschränkten intellektuellen Fähigkeiten treten oftmals affektive und soziale Probleme auf.

    Die Festlegung der Bereiche der Intelligenzminderung basiert auf einer IQ-Skala mit dem Mittelwert 100 und einer Standardabweichung von 15. Die Länder dieser Welt weisen jedoch gravierende Unterschiede in ihrem Intelligenzniveau auf. Welche Konsequenzen dies in Bezug auf die Intelligenzminderung hat, ist in Abbildung 1 dargestellt.

    Abbildung 1 zeigt drei Modellverteilungen, die sich in ihren Mittelwerten unterscheiden, aber eine identische Standardabweichung von 15 besitzen.

    Die obere Verteilung mit Mittelwert 100 ist charakteristisch für Deutsche (ohne Migrationshintergrund).

    Die mittlere Verteilung hat einen Mittelwert von 85. Sie ist zum Beispiel typisch für Schwarze in den USA. Sie ist aber auch typisch für die arabischen Länder (1). Ich werde im Folgenden die mittlere Verteilung unter dem Stichwort „Arabien“ ansprechen, weil die arabischen Länder aufgrund der Masseninvasion für Deutschland wesentlich relevanter sind als die Schwarzen in den USA.

    Die untere Verteilung hat einen Mittelwert von 70. Sie ist ein guter Repräsentant für die Sub-Sahara-Staaten in Afrika. (1) [Im Hinblick auf die Masseninvasion wird Sub-Sahara-Afrika künftig eine sehr viel wichtigere Rolle spielen als Arabien.]

    Intelligenzniveau und Intelligenzminderung – Deutschland – Arabien – Sub-Sahara-Afrika
    Abbildung 1: Auswirkung des allgemeinen Intelligenzniveaus auf den Anteil von Intelligenzminderungen.
    Oben „Deutschland“; Mitte „Arabien“; unten „Sub-Sahara-Afrika“.

    Die obere Verteilung – „Deutschland“ – ist bereits aus dem vorangegangenen Beitrag bekannt. Bei einer perfekten Normalverteilung würden 16 Prozent, also etwa ein Sechstel, eine Intelligenzminderung aufweisen.
    Grenzdebilität : 13,6 Prozent
    Debilität : 2,3 Prozent
    Mittlere bis schwerste Retardation : 0,1 Prozent

    In der mittleren Verteilung – „Arabien“ – weist die Hälfte eine Intelligenzminderung auf!
    Grenzdebilität : 34,1 Prozent
    Debilität : 13,6 Prozent
    Mittlere bis schwerste Retardation : 2,4 Prozent

    In der unteren Verteilung – „Sub-Sahara-Afrika“ – sind sage und schreibe 84,2 Prozent von einer Intelligenzminderung betroffen!
    Grenzdebilität : 34,1 Prozent
    Debilität : 34,1 Prozent
    Mittlere bis schwerste Retardation : 16 Prozent

    Diese schockierenden Zahlen lasse ich für sich sprechen. Sie, liebe Leser, können sie erst mal in Ruhe verdauen. In den folgenden Beiträgen werde ich diese Befunde ausführlicher diskutieren.

    Hier gibt es die → Fortsetzung


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) In den meisten arabischen Ländern liegt der Mittelwert sogar leicht unter 85; und in vielen Sub-Sahara-Ländern liegt der Mittelwert sogar unter 70.

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    Stichwörter:
    Intelligenz, Normalverteilung, IQ, Psychologie, Debilität, Grenzdebilität, Intelligenzminderung, Afrika, Arabien, Sub-Sahara-Afrika, Schwarzafrika

    Intelligenzminderung – Klinisch relevante Beeinträchtigungen und Grenzdebilität

    Intelligenzminderung - IQ-Skala

    Intelligenzminderung

    Klinisch relevante Beeinträchtigungen und Grenzdebilität

    Im vorangegangenen Beitrag habe ich Beeinträchtigungen der Intelligenz betrachtet, die so schwerwiegend sind, dass sie als klinisch relevant angesehen werden. Nun werde ich den Blickwinkel erweitern und auch Intelligenzminderungen berücksichtigen, die zwar nicht klinisch relevant, aber dennoch von erheblicher Bedeutung sind.

    Zur Erinnerung:

  • Eine klinisch relevante Intelligenzminderung (mental retardation) liegt vor, wenn der IQ kleiner als 70 ist.
  • Den IQ-Bereich von 50 bis 69 bezeichnet ICD-10 (1) als Leichte Intelligenzminderung, Debilität oder Leichte geistige Behinderung. Erwachsene mit diesen Werten erreichen maximal das geistige Niveau eines ganz und gar durchschnittlichen 11-Jährigen.
  • Im IQ-Bereich unter 50 unterscheidet ICD-10 drei Kategorien mit unterschiedlich schweren Behinderungsgraden. Allen gemeinsam ist, dass die Betroffenen nicht zu einer selbstständigen Lebensführung in der Lage und in den unteren Kategorien sogar auf dauerhafte Unterstützung angewiesen sind.

  • Abbildung 1 zeigt eine Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15, die eine gute Annäherung an die Verteilung der IQ-Werte in Deutschland darstellt. Der klinisch relevante Bereich ist rot hervorgehoben.

    Intelligenz Normalverteilung IQ - Mentale Retardation nach ICD-10
    Abbildung 1: Normalverteilung IQ – Mentale Retardation nach ICD-10

    Bei einer perfekten Normalverteilung liegen 2,4 Prozent der IQ-Werte unter 70. Tatsächlich ist der Anteil der Diagnosen „Mentale Retardation“ jedoch etwas größer. Die zusätzlichen Fälle beruhen im Wesentlichen auf genetischen Defekten oder auf vor, während oder nach der Geburt auftretenden äußeren Einwirkungen, die die intellektuelle Entwicklung – oftmals sehr stark – beeinträchtigen.

    Der Schwellenwert 70, der den klinisch relevanten Bereich vom Rest trennt, trägt keine „höhere“ Bedeutung. Er ist vielmehr eine Konvention, die darauf beruht, dass 70 genau zwei Standardabweichungen unter dem Mittelwert liegt. Intelligenz ist eine kontinuierliche Variable und Menschen mit einem IQ von 70 oder 71 sind kaum merklich intelligenter als Menschen mit einem IQ von 68 oder 69. An der Stelle IQ=70 erfolgt kein Sprung; und ebenso wie im gesamten Bereich sind auch bei der Marke 70 die Übergänge fließend. Dementsprechend finden sich auch oberhalb von 70 relevante Intelligenzminderungen.

    Konventionell wird der Bereich 70 bis 85 – also der Bereich zwischen einer und zwei Standardabweichungen unter dem Mittelwert – als kritisch angesehen. Der Bereich wird im Englischen meist als „borderline mental retardation“ bezeichnet; im Deutschen als „grenzwertige Intelligenz“, „niedrige Intelligenz“ oder auch „Grenzdebilität“. Ein erheblicher Teil der Personen mit diesem Intelligenzniveau werden als lernbehindert angesehen. Die Obergrenze von 85 entspricht einem Intelligenzalter von 13,6 Jahren. Das heißt: selbst die Besten erreichen nicht das intellektuelle Niveau eines ganz und gar mittelmäßigen 14-Jährigen.

    In Abbildung 2 ist die klinisch relevante Intelligenzminderung rot und die Grenzdebilität blassrot hervorgehoben.

    Intelligenzminderung - IQ-Skala Mentale Retardation Grenzdebilität
    Abbildung 2: IQ-Skala – Bereiche der Intelligenzminderung, Mentale Retardation, Grenzdebilität

    Bei einer perfekten Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 entfallen auf den klinisch relevanten Bereich 2,4 Prozent und auf die grenzwertige Intelligenz (Debilität) 13,6 Prozent. Zusammen sind das 16 Prozent, also etwa ein Sechstel der Gesamtheit.

    Die IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 beschreibt sehr gut die Verteilung der Intelligenz in der deutschen Bevölkerung (ohne Migrationshintergrund) – in anderen Gegenden der Welt sieht es jedoch zum Teil völlig anders aus und das hat ganz erhebliche Auswirkungen auf den Anteil der Personen mit Intelligenzminderung in den jeweiligen Ländern. Diesen ganz zentralen Punkt werde ich in den folgenden Beiträgen ausführlicher beleuchten.

    Hier gibt es die Fortsetzung → Intelligenzminderung. Deutschland – Arabien – Sub-Sahara-Afrika


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) ICD-10-GM Version 2018. Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Intelligenzminderung (F70-F79).
    Online bei DMI Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information.

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    Intelligenz, Normalverteilung, IQ, Psychologie, ICD-10, Debilität, Grenzdebilität, Intelligenzminderung, WHO

    Inteligenzminderung – Mentale Retardation

    Normalverteilung IQ - Mentale Retardation nach ICD-10

    Mentale Retardation

    Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit

    Im vorangegangenen Beitrag habe ich die Verteilung der Intelligenz betrachtet. Zur Erinnerung: Als Maß der Intelligenz dient der Intelligenzquotient, kurz IQ. Die IQ-Werte werden so normiert, dass sie sich möglichst gut an eine Normalverteilung annähern. Der Mittelwert wird auf 100 und die Standardabweichung auf 15 festgelegt. Bei einer Normalverteilung – und somit auch bei den IQ-Werten – liegt der weit überwiegende Teil nahe am Mittelwert. Je stärker die Werte vom Mittelwert abweichen, desto seltener werden sie. Sehr große Abweichungen – nach oben ebenso wie nach unten – sind zwar sehr selten, aber dennoch kommen sie vor.

    Im aktuellen Beitrag beschäftige ich mit den Abweichungen nach unten, den Fällen mit sehr geringer oder extrem geringer Intelligenz. Es geht also um Intelligenzminderung, Beeinträchtigung der kognitiven Leistungsfähigkeit, mentale Retardation.

    ICD-10 – das ist die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Internationale Klassifikation der Krankheiten
    definiert Intelligenzminderung (engl. mental retardation) wie folgt:

  • „Ein Zustand von verzögerter oder unvollständiger Entwicklung der geistigen Fähigkeiten; besonders beeinträchtigt sind Fertigkeiten, die sich in der Entwicklungsperiode manifestieren und die zum Intelligenzniveau beitragen, wie Kognition, Sprache, motorische und soziale Fähigkeiten. Eine Intelligenzminderung kann allein oder zusammen mit jeder anderen psychischen oder körperlichen Störung auftreten.
    Der Schweregrad einer Intelligenzminderung wird übereinstimmungsgemäß anhand standardisierter Intelligenztests festgestellt.“ (1)

  • Der kritische Punkt, ab dem Intelligenzminderung als klinisch relevant angesehen wird, liegt bei einem IQ von 70. Das entspricht zwei Standardabweichungen unterhalb des Mittelwerts (siehe Abbildung 1 am Ende dieses Beitrags). Für die Themen, die ich auf diesem Blog betrachte, sind vor allem bei beiden leichteren Formen der Intelligenzminderung nach ICD-10 relevant.

  • IQ 50 bis 69
    Leichte Intelligenzminderung (auch Debilität oder Leichte geistige Behinderung)

    „(bei Erwachsenen Intelligenzalter von 9 bis unter 12 Jahren) Lernschwierigkeiten in der Schule. Viele Erwachsene können arbeiten, gute soziale Beziehungen unterhalten und ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten.“ (ICD-10)
    Bei einem Intelligenzalter von zum Beispiel 12 Jahren darf man sich keinen besonders aufgeweckten 12-Jährigen vorstellen. Die Bezugsgröße ist vielmehr ein durchschnittlicher, also im Wortsinne ganz und gar mittelmäßiger 12-Jähriger. Selbst die Besten dieser Kategorie erreichen nicht das intellektuelle Niveau eines mittelmäßigen 12-Jährigen.
    Anmerkung: Die Angabe Intelligenzalter „unter 12“ ist zwar korrekt, aber faktisch entspricht ein IQ von 69 einem Intelligenzalter von 11,04 Jahren; somit wäre das kognitive Niveau eines mittelmäßigen 11-Jährigen der sinnvollere Vergleich.

  • IQ 35 bis 49
    Mittelgradige Intelligenzminderung (Mittelgradige geistige Behinderung)

    „(bei Erwachsenen Intelligenzalter von 6 bis unter 9 Jahren). Deutliche Entwicklungsverzögerung in der Kindheit. Die meisten können aber ein gewisses Maß an Unabhängigkeit erreichen und eine ausreichende Kommunikationsfähigkeit und Ausbildung erwerben. Erwachsene brauchen in unterschiedlichem Ausmaß Unterstützung im täglichen Leben und bei der Arbeit.“ (ICD-10)
    Hier ist also eine selbstständige Lebensführung nicht möglich.

  • Die beiden untersten Bereiche (Schwere Intelligenzminderung und Schwerste Intelligenzminderung) sind für die Themen, die ich betrachte nicht von Belang. Gemeinsam ist beiden Stufen, dass die Betroffenen nicht ohne dauerhafte Unterstützung lebensfähig sind.
  • Wie bereits erwähnt, markiert der IQ von 70 die Schwelle, unterhalb derer die Intelligenzminderung als klinisch relevant angesehen wird. Der klinisch relevante Bereich ist in Abbildung 1 rot hervorgehoben.

    Normalverteilung IQ - Mentale Retardation nach ICD-10
    Normalverteilung IQ – Mentale Retardation nach ICD-10

    Im folgenden Beitrag werde ich das Thema weiter ausbauen und neben den klinisch relevanten Fällen einen breiteren Bereich der Intelligenzminderung berücksichtigen.

    Hier gibt es die Fortsetzung → Intelligenzminderung – Klinisch relevante Beeinträchtigungen und Grenzdebilität


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    Quellen und Anmerkungen

    (1) ICD-10-GM Version 2018. Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen (F00-F99). Intelligenzminderung (F70-F79).
    Online bei DMI Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information.

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    Intelligenz, IQ, Psychologie, Mentale Retardation, Retardation, Retardierung, kognitive Leistungsminderung, Intelligenzbeeinträchtigungen, Debilität, Intelligenzminderung, geistige Behinderung

    Intelligenz – Normalverteilung der IQ-Werte

    Intelligenz – kurze methodische Vorbemerkungen

    Normalverteilung der IQ-Werte

    Die Menschen sind nicht alle gleich. Das gilt auch – und in ganz besonders auffälliger Weise – für die Intelligenz.

    In zahlreichen Beiträgen dieses Blogs spielte die Intelligenz eine wichtige Rolle. In den nächsten Beiträgen werde ich mich etwas intensiver mit den unteren und den oberen Bereichen des Intelligenzspektrums befassen. Als Vorarbeit will ich im Folgenden einige grundsätzliche Dinge festhalten, die für die weiteren Betrachtungen von Bedeutung sind.

    Die Intelligenz wird mit standardisierten Tests gemessen. Als Maß der Allgemeinen Intelligenz dient der Intelligenzquotient, kurz IQ. Bei der Entwicklung von Intelligenztests werden die IQ-Werte so normiert, dass sich – für die jeweilige Population – eine möglichst gute Annäherung an eine Normalverteilung ergibt.

    Eine Normalverteilung ist definiert durch ihren Mittelwert und ihre Standardabweichung. Traditionsgemäß werden IQ-Werte so normiert, dass der Mittelwert 100 und die Standardabweichung 15 beträgt (beachte den Hinweis am Ende dieses Beitrags). Eine mathematisch perfekte Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 ist in Abbildung 1 dargestellt.

    Intelligenz - Normalverteilung IQ-Skala
    Normalverteilung IQ-Skala

    In der Realität sind die IQ-Werte einer Population natürlich nicht perfekt normalverteilt, aber die Abbildung 1 bildet eine gute Annäherung.

    Der springende Punkt bei der Normalverteilung ist: Die meisten Werte liegen nahe beim Mittelwert und je stärker die Werte vom Mittelwert abweichen desto seltener werden sie. In den Extrembereichen finden sich nur sehr, sehr wenige Fälle.

    Zur Verdeutlichung ist die Verteilung in 15er-Schritten unterteilt. Dadurch ergeben sich Bereiche, die eine, zwei, drei oder mehr als drei Standardabweichungen über beziehungsweise unter dem Mittelwert liegen. Im oberen Teil von Abbildung 1 ist angegeben, wie viel Prozent der Fälle in den jeweiligen Bereich fallen (aufgrund der Rundung liegt die Summe über 100 Prozent).

    Zwischen 100 und 115 – das ist der Bereich zwischen Mittelwert und Mittelwert plus eine Standardabweichung – liegen 34,1 Prozent der Fälle. Dasselbe gilt für den spiegelbildlichen Bereich zwischen 85 und 100. Insgesamt weichen demnach 68,2 Prozent aller Fälle maximal eine Standardabweichung vom Mittelwert ab.

    Zwischen 70 und 85 bzw. 115 und 130 liegen jeweils 13,6 Prozent.

    Zwischen 55 und 70 bzw. 130 und 145 liegen jeweils 2,3 Prozent.

    Unter 55 bzw. über 145 liegen jeweils nur noch 0,1 Prozent.

    Bezeichnet man die Bereiche mit „durchschnittlich“, „hoch / niedrig“, „sehr hoch / sehr niedrig“ sowie „extrem hoch / extrem niedrig“, dann heißt dies:

  • Die allermeisten Menschen sind durchschnittlich intelligent.
  • Einige weisen eine hohe und einige weisen eine niedrige Intelligenz auf.
  • Sehr wenige weisen eine sehr hohe beziehungsweise sehr niedrige Intelligenz auf.
  • Extrem wenige besitzen eine extrem hohe beziehungsweise extrem niedrige Intelligenz.

  • Zum Abschluss ein ganz wichtiger Hinweis: Ich habe hier die Parameter Mittelwert = 100 und Standardabweichung = 15 verwendet. Diese Werte beziehen sich auf deutsche und mittel- und nordeuropäische Verhältnisse. In anderen Regionen der Welt sieht die Sache völlig anders aus – weit überwiegend im Negativen, zum Teil aber auch im Positiven.

    • Berücksichtigt man die jeweilige Bevölkerungsgröße, dann liegt der Welt-IQ bei 89.

    Hier gibt es einen → Überblick über den IQ in verschiedenen Ländern dieser Welt
    und hier gibt es noch mehr Informationen zum → Welt-IQ

    Tipp: Hier gibt es eine Ergänzung zum Thema Intelligenz, IQ, Normalverteilung → Die IQ-Ampel. Ein einfaches Kategoriensystem in Analogie zu Schulnoten.

    Tipp: Hier beginnt eine Serie zum Thema → Intelligenzminderung. Dort werden auf der Basis der theoretischen Normalverteilung sowie empirischer Daten Deutschland, Arabien und Sub-Sahara-Afrika verglichen. Die Befunde sollte jedermann kennen, der in der Diskussion um Intelligenzunterschiede zwischen verschiedenen Völkern, Rassen oder Ethnien mitreden will.

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    Stichwörter:
    Intelligenz, Normalverteilung, IQ, Psychologie, Intelligenzquotient, Standardabweichung, Welt-IQ