Über die Liebe des Finanzamts zum Steuerzahler

Windfarben

Über die Liebe des Finanzamts zum Steuerzahler

Ein Briefwechsel über eine zärtliche Beziehung

Wir Steuerzahler können uns glücklich preisen. Extra für uns gibt es eine Behörde, die sich allzeit aufmerksam und liebevoll um uns kümmert. Womit haben wir so viel Liebe und Fürsorge verdient?

Am 23. Oktober 2018 erfreute mich das Finanzamt Saarbrücken mit der folgenden brieflichen Nachricht:

Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Kalendervierteljahr 2018

Sehr geehrter Steuerzahler,

die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist binnen zehn Tagen nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums dem Finanzamt zu übermitteln (§ 18 Absatz 1 und 2 Umsatzsteuergesetz).

Das Finanzamt kann bei verspätetem Eingang der Umsatzsteuer-Voranmeldung einen Verspätungszuschlag erheben. Er kann bis zu 10 % der vorangemeldeten oder festgesetzten Steuer betragen.

Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Kalendervierteljahr 2018 ist erst am 11. 10. 2018 eingegangen.

Ein Verspätungszuschlag wird diesmal nicht festgesetzt. Bitte sorgen Sie dafür, dass die Umsatzsteuer-Voranmeldungen künftig rechtzeitig übermittelt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Finanzamt

 

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Das 3. Kalendervierteljahr endet am 30. September. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung wurde am 11. Oktober um 12:57 Uhr an das Finanzamt übermittelt.

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Am 24. Oktober 2018 antwortete ich per eMail:

Betrifft: Ihre Nachricht zur Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Kalendervierteljahr 2018

Sehr geehrtes Finanzamt,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 22.10.2018.

Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich die Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Quartal 12 Stunden und 57 Minuten zu spät eingereicht habe.

Ich möchte mich von ganzem Herzen bedanken, dass Sie einen Verspätungszuschlag diesmal nicht festgesetzt haben.

Mit freundlichen Grüßen


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Stichwörter:
Finanzamt, Saarbrücken, Steuern, Steuerzahler, Behörden, Amtsschimmel

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Von Experten und Fachidioten – Teil 4

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

In → Teil 1, → Teil 2 und → Teil 3 haben wir einen Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz zu dem Artikel → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ kritisiert. Hier setzten wir die Kritik fort.

Volker Seitz: Ich kenne übrigens sehr viele kluge und erfolgreiche Afrikaner.

Anmerkung: Dieser Satz ist sicherlich richtig – aber er zeigt in ganz besonderer Weise, dass Volker Seitz das Kernproblem überhaupt nicht begriffen hat.
Selbstverständlich gibt es auch in Schwarzafrika kluge und erfolgreiche Menschen [A1]. Der entscheidende Punkt ist: Sehr intelligente Menschen sind in Schwarzafrika extrem selten.

Nach den gängigen Kriterien der → IQ-Ampel gelten IQ-Werte ab 125 als „sehr intelligent“. Bei einem Nationalen IQ von 75 sind unter zehntausend Menschen lediglich vier sehr intelligente zu erwarten; bei IQ-Werten von 70 bzw. 65 bzw. 60 sogar nur einer pro Zehntausend bzw. drei pro Hunderttausend bzw. sieben pro Million (siehe die Serie → Geographie der Intelligenz Teil 5 und → Teil 6).

Volker Seitz war Botschafter in Kamerun (IQ 67), der Zentralafrikanischen Republik (IQ 62) und Äquatorialguinea (IQ 65). Das Amt des Botschafters bringt es zwangsläufig mit sich, dass man einer ausgelesenen, grotesk verzerrten Stichprobe führender Persönlichkeiten zusammentrifft und „kluge und erfolgreiche“ Menschen kennenlernt.
Wenn selbst ein ausgewiesener Afrikaspezialist wie Volker Seitz nicht in der Lage ist, die alles überragende Bedeutung der extrem niedrigen Intelligenz der Schwarzafrikaner zu erkennen – was soll man dann von der abgeschotteten Kaste der Politiker erwarten?

Damit sind wir beim Kern dieser Serie angelangt.
Es geht nicht um die Person Volker Seitz; sein Gegenkommentar auf achgut.com steht exemplarisch für das zentrale Problem, dass Menschen in ihrem Fachbereich überragende Kenntnisse besitzen und in anderen Bereichen völlig versagen können.
Hans Rosling zeigt in seinem Buch „Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie ist“ [1], dass Nobelpreisträger, Spitzenforscher unterschiedlicher Disziplinen, Spitzenmanager und Spitzenpolitiker zu vielen drängenden Weltproblemen völlig verzerrte Vorstellungen haben. Gelegentlich liegen die Kenntnisse der Experten sogar unter denen von Laien.

  • Wer über die Probleme Schwarzafrikas redet und dabei die alles überragende Bedeutung der extrem niedrigen Intelligenz der Schwarzafrikaner nicht (an)erkennt, ist faktenblind!
  • Politiker, die von „Bekämpfung der Fluchtursachen“ faseln und die Fluchtursache Nr. 1, nämlich die extrem niedrige Intelligenz der Schwarzafrikaner leugnen, sind hohle Schwätzer.

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Zum Abschluss:
Wie bereits erwähnt, richtet sich diese Serie nicht gegen die Person Volker Seitz. Ich habe seine zahlreichen Beiträge auf achgut.com stets mit großem Interesse gelesen und dabei viele interessante Dinge erfahren. Die Neuauflage seines Buches „Afrika wird armregiert“ [2] steht schon lange auf meiner Wunschliste. Das Buch wird am 21. September 2018 – also übermorgen – erscheinen. Ich habe es bereits bestellt und freue mich sehr auf die Lektüre.

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Literatur


(1) Hans Rosling (2018). Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie ist. Berlin: Ullstein.

(2) Volker Seitz (2018). Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann. München: dtv.

(3) Heiner Rindermann und Georg W. Oesterdiekhoff (2008). HIV, AIDS und vormodernes Denken: Die kognitiven Ursachen einer Epidemie. In Georg W. Oesterdiekhoff und Heiner Rindermann (Hrsg.). Kultur und Kognition. Die Beiträge von Psychometrie und Piaget-Psychologie zum Verständnis kultureller Unterschiede. Münster: LIT Verlag, S.133-164.
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Anmerkungen


[A1] Es gibt viele Menschen, die sehr erfolgreich, aber alles andere als intelligent sind. Insbesondere Schwarzafrika bietet viele extreme Beispiele. Zahlreiche führende Politiker sind – nicht zuletzt dank der verantwortungslosen Entwicklungspolitik des Westens – unendlich reich, aber ihr Intelligenzniveau ist erschreckend.
Jacob Gedleyihlekisa Zuma (von 2009 bis 2018 Präsident von Südafrika) „hatte ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer Frau, von der er vorher wusste, dass sie HIV-infiziert war. Nach dem intendierten ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer HIV-Infizierten duschte er, so seine Schilderung, um das HIV-Übertragunsrisiko zu redzieren. Deshalb wäre ein HIV-Test bei ihm auch nicht nötig“ (Rindermann und Oesterdiekhoff, 2008, S.147 [3]). Rindermann und Oesterdiekhoff geben in ihrem Artikel über HIV in Schwarzafrika weitere Beispiele des schockierend niedrigen Intelligenzniveaus von führenden Politikern und „Gebildeten“. Die ethnologische Literatur ist voll unzähliger weiterer Beispiele. In einer primitiven Kultur können Menschen mit einer sehr niedrigen Intelligenz äußerst erfolgreich sein – unter den Blinden ist der Einäugige König.

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Afrika, achgut.com, Volker Seitz, Afrikaexperte, Experten, Fachidioten, Psychologie, Intelligenz, IQ, Schwarze, Schwarzafrika

Von Experten und Fachidioten – Teil 3

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

Im → Teil 1 und → Teil 2 haben wir einen Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz zu dem Artikel → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ kritisiert. Hier setzten wir die Kritik fort.

Volker Seitz: Intelligenz wird nach wieder anderen Studien angeblich durch gute Bildung, hohes Einkommen und reichhaltige Nahrung erheblich verbessert. Newsweek hat 2010 eine Studie der University of New Mexico zitiert, nach der die Intelligenz mit Infektionskrankheiten in Verbindung stehen könnte. Dies könnte schwerwiegende, lebenslange Auswirkungen auf das Hirn haben.

Anmerkung: Intelligenz hat verschiedene Ursachen. Einige davon sind genetischer Natur, andere ergeben sich aus Umweltfaktoren. Verbesserungen der Gesundheitsbedingungen könnten zwar kleinere Intelligenzgewinne erbringen, aber diese würden die gigantische Kluft zur modernen Welt nur minimal verringern.
Die einzige Intelligenzmaschine, die wir kennen, ist eine langjährige Schulausbildung mit einem modernen Curriculum, das die Gehirne ständig zur Weiterentwicklung antreibt und formales, abstraktes Denken ermöglicht, welches sich an den objektiven Gegebenheiten dieser Welt orientiert (und nicht an Magie, Aberglauben, Religion) und die kindlichen Entwicklungsstufen überwindet (Oesterdiekhoff, 2013 [1]).
Aber die Intelligenzmaschine Schulbildung kann keine Wunder bewirken. Das sieht man sehr gut an den Schwarzen in den USA. Diese sind in einer modernen Industriegesellschaft geboren und aufgewachsen, und obwohl die USA in den letzten 50 Jahren Milliarden und Abermilliarden Dollars investiert und alles unternommen haben, um die Schwarzen – zulasten der Weißen! – zu fördern, hat sich die Intelligenzkluft zwischen Weißen und Schwarzen nur minimal verringert (siehe die Serie → Intelligenzunterschiede zwischen Schwarzen und Weißen). Dieses Beispiel lehrt, dass man selbst bei extrem massiven Anstrengungen nicht erwarten darf, dass Bildung und Intelligenz der Schwarzafrikaner in absehbarer Zeit auf ein konkurrenzfähiges Niveau angehoben werden könnten.

Volker Seitz: Fazit: Es ist sehr schwierig, die Intelligenz von Deutschen, Chinesen, Indern oder Afrikanern (alle 55 Staaten haben den gleichen IQ ??) vergleichen zu wollen.

Anmerkung: Nein, ein Vergleich ist überhaupt nicht schwierig. Hierzu gibt es zahlreiche empirische Untersuchungen. Selbstverständlich haben nicht alle 55 afrikanischen Staaten den gleichen IQ. Aber kein einziger erreicht einen IQ von 80, die meisten liegen deutlich unter 75, einige sogar bei 60!
Genauere Werte finden sich zum Beispiel bei Rindermann (2018) [2] oder in der Serie → Geographie der Intelligenz.
Die weit überwiegende Mehrheit der Schwarzafrikaner weist eine deutliche Intelligenzminderung auf; und nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO wäre ein erheblicher Teil als klinisch relevant einzustufen (siehe die Serie → Intelligenzminderung).
Selbst Staaten, deren IQ bei 85 liegt, können keine modernen Industrie- und Informationsgesellschaften aus eigener Kraft aufbauen; und Schwarzafrika liegt meilenweit darunter. Mit einem Nationalen IQ von 75, 70, 65 oder 60 ist der Aufbau einer modernen Gesellschaft aus eigener Kraft völlig ausgeschlossen. Jede Politik, die diese Tatsache ignoriert, ist zum Scheitern verurteilt.

Hier gibt es die Fortsetzung → Von Experten und Fachidioten – Teil 4.

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Literatur


(1) Oesterdiekhoff, G. W. (2013). Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife. Wiesbaden: Springer VS.

(2) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.
Der Appendix zu diesem Buch (2) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Darin finden sich IQ-Werte für alle Länder dieser Welt.

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Afrika, achgut.com, Volker Seitz, Afrikaexperte, Experten, Fachidioten, Psychologie, Intelligenz, IQ, Schwarze, Schwarzafrika

Von Experten und Fachidioten – Teil 2

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

Im → Teil 1 haben wir einen Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz zu dem Artikel → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ kritisiert. Hier setzten wir die Kritik fort.

Volker Seitz: Außerdem ist Intelligenz nicht entscheidend für Erfolg.

Anmerkung: Die psychometrische Intelligenzforschung hat in unzähligen Untersuchungen gezeigt, dass Intelligenz mit Abstand das wichtigste Merkmal für Erfolg in vielen Bereichen ist [A1]. Selbstverständlich tragen auch andere Faktoren zum Erfolg bei, aber keine einzige Variable ist so bedeutsam wie die Intelligenz. Diese Aussage gilt nicht nur für Individuen, sie gilt auch und ganz besonders für Länder (siehe zum Beispiel Rindermann (2018) [1]). Ein hohes Entwicklungsniveau gibt es ausschließlich in Ländern mit hoher Intelligenz oder in Ländern, die dank des unendlichen Reichtums ihrer Bodenschätze die Intelligenz anderer Länder kaufen können [A2].

Volker Seitz: Auch die USA sind bei wissenschaftlichen Untersuchungen oft nur unteres Mittelmaß. Am besten schneiden in manchen Studien Menschen in Nordasien ab.

Anmerkung: Der erste Satz ist absurd! Welche Untersuchungen sollen das bitteschön sein? Der IQ der USA liegt etwa bei 100 oder knapp darunter. Das ist weltweit betrachtet Spitzenniveau. Bei Rindermann (2018) liegen die USA auf Platz 22 unter 200 Ländern [1]. Die USA schneiden nur dann „schlecht“ ab, wenn man sie mit der absoluten Weltspitze Nordostasien vergleicht. Unteres Mittelmaß sind die USA nur dann, wenn man die unteren 160 Länder außer Acht lässt.
Was soll der Hinweis auf die USA eigentlich aussagen? Das Thema ist Schwarzafrika. Der IQ von Schwarzafrika liegt etwa bei 70; fast alle schwarzafrikanischen Länder liegen unter 75, manche sogar bei 60! Zwischen den USA und Schwarzafrika liegen Lichtjahre!
Der Hinweis auf die USA ist jedoch ein gutes Stichwort für die folgende Differenzierung: Die weißen US-Amerikaner zeigen dasselbe Intelligenzniveau wie die Länder ihrer Vorfahren, also etwa 100. Die US-Schwarzen liegen mit einem IQ von etwa 85 meilenweit darunter und drücken das Gesamtniveau ein wenig nach unten. Wären die US-Schwarzen in einem eigenen Staat auf sich alleine gestellt, dann würde dieser aufgrund der mangelnden Intelligenz der US-Schwarzen innerhalb kürzester Zeit zusammenbrechen.
Die Schwarzafrikaner sind aber noch viel unintelligenter als die US-Schwarzen; die Differenz beträgt etwa 15 Punkte. Wenn schon die US-Schwarzen keine moderne Gesellschaft aufbauen und erhalten könnten, dann gilt dies in noch viel größerem Maße für alle Länder Schwarzafrikas.

Hier gibt es die Fortsetzung → Von Experten und Fachidioten – Teil 3

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] Selbstverständlich gibt es auch viele Bereiche, in denen Intelligenz gar keine oder nur eine geringe Rolle spielt. In dem Artikel von Volker Seitz geht es um die Frage, warum die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Schwarzafrikas so extrem weit hinterherhinkt. In Bezug auf diese Frage ist die Intelligenz der Bevölkerung von überragender Bedeutung. Solange dieser Punkt ausgeklammert wird, ist jegliche Diskussion unvollständig und letztlich auch schädlich, weil sie vom alles entscheidenden Problem ablenkt.

[A2] Dazu kommen noch ein paar Länder, die geographisch begünstigt sind und vom internationalen Tourismus profitieren – die Touristen kommen aus den höher entwickelten Ländern – sowie ein paar Steuerparadiese, die von den Reichen und Superreichen profitieren.

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Afrika, achgut.com, Volker Seitz, Afrikaexperte, Experten, Fachidioten, Psychologie, Intelligenz, IQ, Schwarze, Schwarzafrika

Von Experten und Fachidioten – Teil 1

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 65 und IQ 60

Von Experten und Fachidioten

Die erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz

Am Beispiel eines Kommentars des Afrikaexperten Volker Seitz wird gezeigt, dass Menschen, die auf einem bestimmten Sachgebiet Experten sind, auf anderen Sachgebieten völlig versagen können. Wenn es um das Thema Intelligenz geht, können viele Nicht-Fachleute nur den grotesken Unsinn wiederkauen, den politisch motivierte, aber völlig kenntnislose Journalisten in die Welt setzen.

Der Aufhänger für diesen Beitrag ist ein Kommentar des Afrikaexperten Volker Seitz [A1] auf achgut.com.

Am 16. September 2018 erschien auf achgut.com der lesenswerte Beitrag → „Afrika müsste nicht bloßer Rohstofflieferant sein“ von Volker Seitz. Im Kommentarbereich verwies der Leser Frank Box auf die Bedeutung der Intelligenz, welche im Artikel überhaupt nicht berücksichtigt wird. Darauf antwortete Volker Seitz mit einem Gegenkommentar, der eine erschreckende Unkenntnis zum Thema Intelligenz offenbart. Dieser Gegenkommentar ist ein sehr schönes Beispiel dafür, wie Experten auf einem Gebiet – hier Volker Seitz zu Afrika – auf einem anderen Gebiet – hier Intelligenz – völlig versagen können.

Volker Seitz: Der IQ wurde von Westeuropäern für Westeuropäer nach europäischen Maßstäben entwickelt. Der Begriff IQ wurde 1922 von dem deutschen William Stern geprägt. Es ist äußerst strittig, ob sich dieses Verfahren auf Völker mit gänzlich anderen sozialen Strukturen, Kulturen, Werten und Denkweisen anwenden lässt.

Anmerkung: Der IQ ist ein Maß für die Intelligenz. Es ist völlig irrelevant, wann und wo und von wem ein Maß entwickelt wurde. Nahezu alle Maße, die weltweit verwendet werden, wurden von Europäern entwickelt – Meter, Kilogramm, Sekunde, Watt, Joule, Megabyte, PS … und … und … und … – aber mit diesen Maßen kann man an jedem x-beliebigen Ort der Welt messen. Das gilt auch für den IQ.
Wenn man die Körpergröße von Schwarzafrikanern ermitteln möchte, dann misst man gewöhnlich mit einem Metermaß, obwohl das Urmeter in Paris liegt. Wenn man die Intelligenz von Schwarzafrikanern ermitteln möchte, dann misst man mit einem IQ-Test – ganz egal, wann wo und vom wem dieser entwickelt wurde.
Ein Problem stellt sich allerdings in der Tat: Die herkömmlichen Intelligenztests wurden für das europäische Intelligenzniveau normiert. Je weiter die Werte vom Durchschnitt abweichen, umso schlechter kann ein Intelligenztest zwischen verschiedenen Individuen differenzieren. Intelligenzwerte unter 70 sind in modernen Gesellschaften sehr selten, Werte unter 60 extrem selten. In Schwarzafrika gibt es jedoch sehr viele Menschen, deren IQ unter 70 oder sogar unter 60 liegt. Wenn in einem Test die Zahl der korrekten Antworten dicht an oder sogar unterhalb der Ratewahrscheinlichkeit liegt, dann ist es nicht möglich, einen IQ-Wert zu bestimmen. Dies trifft auf einen hohen Anteil der Schwarzafrikaner zu. Um im extrem niedrigen Intelligenzbereich differenzieren zu können, müsste man spezielle Intelligenztests entwickeln oder Tests verwenden, die für geistig Behinderte entwickelt wurden.
Am Rande: Der Begriff IQ wurde zwar von William Stern geprägt, aber das IQ-Maß, das heute weltweit verwendet wird, ist der Abweichungs-IQ von Wechsler, der völlig anders definiert ist als der Stern’sche IQ.

Volker Seitz: In modernen Staaten ist das Trinkwasser besser, das beugt Krankheiten vor.

Anmerkung: Und? Was soll das besagen? Es gibt auch in Schwarzafrika Gegenden, in denen das Trinkwasser hervorragend ist, aber auch dort sind die Menschen außerordentlich unintelligent. Zwischen den Ländern dieser Welt gibt es gigantische Unterschiede – siehe die Serie → Geographie der Intelligenz -; die Qualität des Trinkwassers ist mit Sicherheit keine nennenswerte Ursache für diese Unterschiede.
Den Zusammenhang zwischen Trinkwasserqualität und Intelligenz sollte man besser so betrachten: Alles Trinkwasser beruht letztlich auf dem Regenwasser. Der Regen ist in Schwarzafrika derselbe wie überall sonst. Die schlechte Wasserqualität ergibt sich daraus, dass (a) die Schwarzafrikaner sehr unintelligent sind und das Wasser selbst verseuchen, dass sie (b) aufgrund ihrer geringen Intelligenz nicht in der Lage sind, den Zusammenhang zwischen Wasserqualität und Krankheiten zu erkennen, und dass sie (c) aufgrund ihrer geringen Intelligenz keine Technologien zur Wasseraufbereitung entwickeln und instandhalten können [A2].
Hier haben wir es mit einem Rückkoppelungsprozess zu tun: Niedrige Intelligenz führt zu schlechtem Trinkwasser → schlechtes Trinkwasser kann die Intelligenzentwicklung beeinträchtigen → geringe Intelligenz verhindert die Verbesserung der Wasserqualität → schlechtes Wasser …

Hier gibt es die Fortsetzung → Von Experten und Fachidioten – Teil 2.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] achgut.com schreibt Folgendes zur Person: Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Buches „Afrika wird armregiert“. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe erscheint am 21. September 2018. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.

[A2] Auch andere Länder verseuchen ihre eigene Umwelt. Die intelligenteren sind immerhin in der Lage, die Zusammenhänge zu verstehen und mit technologischen Mitteln sauberes Trinkwasser aufzubereiten.

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Unter der Überschrift „Die Guten und die Bösen. Mutti aller Probleme“ schreibt Stefan Aust heute (15. September 2018) auf welt.de: „Für jeden, der sich seinen Blick nicht von der Rührung über die eigene humanitäre Großartigkeit verschleiern ließ, war spätestens im Sommer 2015 klar, was auf das Land zurollte.“

Der Artikel ist leider hinter einer Bezahlschranke versteckt, so dass ich ihn nicht lesen kann.

Noch mehr als der Artikel würde mich interessieren, was Stefan Aust im Jahr 2015 geschrieben hat. Ich kann mich nicht erinnern, dass irgendein prominenter Journalist der selbsternannten „Qualitäts“-Medien, sei es nun Stefan Aust oder ein anderer, damals ein einziges kritisches Wort geäußert hat (vielleicht Jan Fleischhauer). Die meisten sind ja bis heute noch nicht zu Verstand gekommen.

Meine Rede zu diesem Thema lautet seit Jahren: Wer am 31. August 2015 nicht begriffen hat, dass sich gerade die schlimmste Katastrophe in der Geschichte Deutschlands ereignet, muss schwer von Begriff sein – und wer es Mitte September 2015 immer noch nicht begriffen hat, ist ein extremer politischer Dummkopf.

Nachtrag: Mittlerweile habe ich auf welt.de den Artikel → „Herbst der Kanzlerin. Geschichte eines Staatsversagens“ vom 09. November 2015 gefunden. Die Autoren sind Stefan Aust, Manuel Bewarder, Wolfgang Büscher, Martin Lutz, Claus Christian Malzahn. Diese Herren hatten immerhin im November 2015 eine Ahnung von der Katastrophe. Aber zu mehr als einer rein deskriptiven Darstellung der chaotischen Politik hat es nicht gereicht. Kein Wort zu dem grundsätzlichen Verbrechen, das hinter dem Massenimport von völlig Ungebildeten, Kulturfremden und Kulturfeindlichen und der zwangsläufigen Zerstörung des Sozialstaats und der sozialen Gemeinschaft steckt.


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Politik, Gesellschaft, Migration, welt.de, Medien, Stefan Aust, Jounalismus, WeltN24

Splitter

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Unter der Überschrift „Gewalt gegen Ärzte: Gewappnet für den Ernstfall“ gibt das Ärzteblatt in einem langen Artikel Tipps, wie sich Ärzte auf die dramatisch zunehmende Gewalt vorbereiten können: „Verbale Gewalt, Drohungen, gar Übergriffe sind Alltag in Praxen geworden. Ärzte und Mitarbeiter kann es jeden Tag treffen. Doch sie können sich vorbereiten.“

Eine Kostprobe der praktischen Tipps:
„Hinterm Tresen, in Griffweite, eine Schale mit Vogelsand deponieren. Oder eine offene Dose mit Büroklammern. Und im – hoffentlich nie eintretenden – Extremfall: Dem Angreifer entgegenwerfen …
die Praxis räumlich vorbereiten … Stellen Sie die Möbel so, dass im Falle eines Übergriffs jederzeit die Flucht möglich ist …
“Sachen die fliegen können, sollten Sie besser wegräumen“, sagt Henke. Wer ausflippe, finde sonst gefährliche Wurfgeschosse.“

Nun ja, wenn sich Ärzte in Kampfsport und Selbstverteidigung üben, dann hat das den Vorteil, dass sie körperlich fit bleiben. So profitiert auch die Ärzteschaft von der kulturellen Bereicherung.

Das Thema kulturelle Bereicherung wird im Ärzteblatt mit keinem Wort angesprochen. Statt die zentrale Ursache der gesellschaftlichen Verrohung klar zu benennen, empfiehlt man der Ärzteschaft, die Regeln des sozialen Umgangs täglich neu auszuhandeln. Ganz so, wie es die Politik gerne möchte.

Hier geht es zum Artikel → Gewalt gegen Ärzte: Gewappnet für den Ernstfall
Dtsch Arztebl 2018; 115(35-36): A-1524 / B-1284 / C-1276

Den Hinweis auf den Artikel verdanke ich → Hadmud Danish: Tipps für den Praxisalltag, 14. September 2018.

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„Migration bedeutet, sich durch eine simple Ortsveränderung Zugang zu den Ergebnissen einer langwierigen Aufbauanstrengung anderer Menschen zu verschaffen.“
Gerd Held: Hautfarbe oder Herkunft? Egal. Es geht um die Gemeingüter! achgut.com, 13. September 2018


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Politik, Gesellschaft, Migration, Gewalt, Ärtze, Ärtzeblatt

Sozialdemokraten und die deutsche Kultur

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Sozialdemokraten und die deutsche Kultur

Vor hundert Jahren Achtung – heute nur noch Verachtung

Ja, es gab Zeiten, da hatte die SPD noch Verstand.

Ein lesenswertes historisches Zeugnis aus dem „Vorwärts“, dem „Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands“, vom 20. Mai 1920 [1]

Fort mit den Schwarzen!

Die Nationalversammlung beschäftigt sich heute mit den Ausschreitungen des französischen Militarismus, der im besetzten Gebiet seine Schwarzen hausen lässt.

Abg. Frau Roehl (Soz.): … Wir wenden uns nicht gegen schwarze Menschen als solche, denn wir lehnen getreu unserem Programm jeden Rassenhass ab. Aber wir wissen, dass die Sitten und Gebräuche bei uns im Abendlande eben anders sind und dass die Kulturstufe jener Rassen unmöglich mit unserer verglichen werden kann.
Die entsetzlichen, traurigen und schauderhaften Vorkommnisse, die zu unserer Kenntnis gekommen sind, zwingen uns dazu, flammenden Protest zu erheben.

Selbst Schulmädchen, die in Begleitung ihrer Lehrerinnen Ausflüge machten, mußten vor Marokkanern, die sie zu überfallen drohten, flüchten.

Reichsminister des Auswärtigen Dr. Köster: … Auch für die deutsche Regierung handelt es sich nicht um einen Rassenkampf gegen die Schwarzen an sich, sondern um die Verteidigung der bedrohten deutschen Sitte und Kultur. Denn ohne alle Übertreibung müssen wir vor der Öffentlichkeit feststellen, dass die Verpflanzung von ungefähr 50 000 farbigen fremdrassigen Truppen in das Herz des weißen Europa ein Vergehen an Gesamteuropa ist. (Lebhafte Zustimmung.)

Die fortgesetzte Gewalttätigkeit, die Ermordung harmloser Bürger, die Vergewaltigung von Frauen, Mädchen und Knaben … stellen eine Politik Frankreichs gegen Deutschland dar, die man nur als eine rücksichtslose und mit allen Mitteln geführte Fortsetzung des Krieges mitten im Frieden bezeichnen kann (lebhafte Zustimmung), eine Kriegsführung, die wenn nicht zum Ziel, so doch zur Folge hat, daß der deutsche Volkskörper an seinem westlichen Rande dauernder Versiechung entgegengeht.

Die deutsche Regierung konstatiert, daß nicht nur in Deutschland, sondern auch im neutralen Ausland Männer und Frauen diesem schwarzen Wahnsinn, wie es eine schwedische Zeitung nennt, ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden beginnt.

wenn wir nur sobald wie möglich von der schwarzen Plage befreit werden.

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Nun ja, andere Zeiten, andere Sitten.

Vor hundert Jahren wandten sich die Sozialdemokraten gegen 50 000 schwarze Soldaten der Besatzungsmacht Frankreich – heute haben wir Millionen Kulturfremde in Deutschland und die SPD will mit allen Mitteln weitere Millionen ins Land schleusen.

Vor hundert Jahren gab es bei den Sozialdemokraten noch einen Aufschrei gegen Gewalt und Verrohung – heute werden Morde, Vergewaltigungen, Gewalttaten, Bandenkriminalität geleugnet, kleingeredet, verharmlost, vertuscht. Der Aufschrei der Sozialdemokraten richtet sich gegen die Menschen, die es wagen, öffentlich über die Gewalttaten der Migranten zu sprechen.

Vor hundert Jahren versuchten Sozialdemokraten, die deutsche Kultur zu verteidigen – heute verachten sie die deutsche Kultur und sind in ihrer geistigen Armut noch nicht einmal in der Lage, eine eigenständige deutsche Kultur zu erkennen, selbst wenn sie hier geboren wurden und fast fünfzig Jahre in diesem Land leben.

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Quelle:
Fort mit den Schwarzen!“ In: Vorwärts. Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands
20. Mai 1920, Ausgabe 257, Abendausgabe, Jahrgang 37
dokumentiert in der → Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung „Historische Presse der deutschen Sozialdemokratie online“.
Kursive Passagen sind im Original gesperrt gedruckt, Fettdruck wie im Original.

Den Hinweis auf diese Quelle verdanke ich → Hadmud Danisch: Die SPD heute und vor 100 Jahren, 11. September 2018.


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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft, SPD, Schwarze, Rassen, Sozialdemokraten, Kultur, Aufschrei

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Das Buch „Die Grundlagen primitiven Denkens“ des Anthropologen Christopher Robert Hallpike endet mit folgenden Worten:

„Es ist durchaus vernünftig, seine eigene Gemeinschaft zu lieben, sich deren Interessen stärker als derer anderer Gesellschaften anzunehmen, die Gesellschaft von Leuten der eigenen Art der von Fremden vorzuziehen, bestimmte Werte höher als andere einzuschätzen, einem Glaubensbekenntnis mehr Vertrauen als einem anderen zu schenken, auch wenn man sich durchaus zu einem gemeinsamen, interkulturellen Verhaltensstandard bekennt. Der Versuch, eine Welt aus vereinheitlichten Menschen, aus ‚menschlichen Verwaltungseinheiten‘ zu schaffen, die nicht mehr durch die üblichen Kriterien der Nationalität, der Klasse, der Religion, der Rasse, des Geschlechts, des Alters oder sogar der körperlichen und geistigen Gesundheit voneinander verschieden sind, ist eine Absurdität. Ebenso absurd ist die Meinung, andere Leute seien keine Menschen mehr, nur weil sie von uns verschieden sind. Volles Menschsein bedeutet, zu dieser und nicht einer anderen Gesellschaft zu gehören, diese und nicht andere Pläne zu verfolgen, dieser Religionsgemeinschaft und nicht einer anderen anzugehören, denn solche verschiedenartigen Lebens- und Denkweisen sind keine Bücherweisheit, sondern gelebte Existenz, und lebendige Gesellschaften entwickeln ihre je eigenen Verhaltensregeln und Weltanschauungen, die sich von denen anderer Gemeinschaften unterscheiden. Eine weise Ordnung der menschlichen Belange erkennt an, daß Differenzierung nicht entzweit, wie eine gewisse modische Phrasendrescherei wahrhaben möchte, sondern die Grundlage dafür bietet, daß Menschen wirklich menschlich sein können.“

Christopher Robert Hallpike: Die Grundlagen primitiven Denkens. München: dtv/Klett-Cotta, 1990, S.572-573 (Originalausgabe The Foundations of Primitive Thought. Oxford: Clarendon Press, 1979).

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Hier gibt es die → Homepage von Christopher Robert Hallpike mit recht ausführlichen Informationen zum Autor und seinem Werk.
Hier kann man einige – zum Teil vergriffene – → Werke von Christopher Robert Hallpike als PDF herunterladen.


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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft, Kulturen,

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„Das Tourette-Syndrom zwingt den an Koprolalie Leidenden, immer wieder schmutzige Worte wie „Scheiße! Fotze! Arschloch!“ auszurufen. Viele pathologische Progressisten werden von einem vergleichbaren Syndrom gepeinigt, das sie zum zwanghaften Ausstoßen von Worten wie „Rassist! Nazi! Sexist!“ zwingt … Ein beachtlicher Teil dieser Geplagten ist stattdessen in den Medien untergekommenen, wo sie versuchen, in häufigem Kontakt mit ihresgleichen ein relativ normales Leben zu führen. Aber eher verstärken sich die Affekte dadurch noch“
Michael Klonowsky: Acta Diurna, 06. September 2018

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Geniale Lösungen, wohin man auch schaut.
Unter der Überschrift „Jobsharing in Führungspositionen. Ein Fall für zwei“ meldet SPIEGEL ONLINE:
„Zwei Professorinnen leiten zusammen einen Lehrstuhl, zwei Managerinnen teilen sich eine Führungsposition bei der Deutschen Bahn.“
Ein wirklich genialer Weg, die Goldene-Röcklein-Quote zu erfüllen. Wie viel Geld die Luxusdamen kassieren, erfährt der Leser leider nicht nur so viel: „Wie viel Geld ein Unternehmen extra für zwei Personen in einer Führungsposition ausgeben muss, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.“
SPIEGEL ONLINE, 29. August 2018

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Das finde ich echt genial.
Unter der Überschrift „KEIN VORREITER IN INKLUSION: Japans Regierung manipuliert Behindertenquote“ meldet die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Tausende Mitarbeiter in japanischen Regierungsbehörden wurden als behindert ausgegeben, obwohl sie es nicht sind. So sollte die offizielle Quote erhöht werden.“
Daran sollte sich die IT-Branche mal eine Scheibe abschneiden und einen Teil ihrer Mitarbeiter zu Frauen, XYZ-Sexuellen, Migranten, Nicht-Weißen, Behinderten und sonstigen Benachteiligten erklären.
FAZ Online, 28. August 2018

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Ein lesenswerter Beitrag zu dem Märchen, dass der Islam einen nennenswerten Beitrag zur Entwicklung der Wissenschaften geleistet hätte.
Paul Nellen: Hat der Islam uns die antike Kultur und Wissenschaft gebracht? achgut.com, 22. März 2018

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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft, Islam, Kultur, Wissenschaft, Inklusion, Quoten

Splitter

Mensakunst - Kunst in der Mensa Universität des Saarlandes Saarbrücken

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd und es gab keine Pogrome in Chemnitz.“

Der Mob und die Hetzer finden sich in den Medien, in der Politik und der Meute der Gutmenschen.
ARD, ZDF, SPIEGEL, ZEIT, Merkel, Seibert, Steinmeier … und … und … und …

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Zu diesem Thema

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Wer seine Mitmenschen als Nazi beschimpft, ist geistig minderbemittelt und nicht in der Lage, zwischen einer abweichenden Meinung und dem Holocaust zu differenzieren, oder er ist ein Hetzer, der Andersdenkende zu Unmenschen degradiert.
Fragt sich, was schlimmer ist.

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Die Hetzer und Denunzianten unserer Zeit.

Christian Stöcker: Krawalle in Chemnitz. Wie man Nazis erkennt
„Offenbar haben manche Ostdeutsche, aber auch einige westdeutsche Journalisten, Schwierigkeiten, Nazis zu erkennen und einzuordnen. Hier ein paar einfache Tipps.“
SPIEGEL ONLINE, 02. September 2018

Auf twitter habe ich dazu Folgendes geschrieben:

@SPIEGELONLINE @ChrisStoecker Ja, früher gab man Tipps, wie man Juden erkennt.
Heute ist es der SPIEGEL, der Volksverhetzung betreibt.

Die Reaktion des Herrn Stoecker sieht man hier:

SPIEGEL-Zensur

Nun ja, der arme Mensch wusste sich wohl nicht anders zu helfen.

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Bassam Tibi stellt in dem sehr lesenswerten Artikel „Antisemitismus 4.0“ zur Aufarbeitung der Naziverbrechen die Frage „Was habe ich als Muslim aus Damaskus damit zu tun?“ und gibt sogleich die Antwort „Ich habe mit dieser Geschichte nichts zu tun.“

Genau dieselbe Frage können 99,99 Prozent aller Deutschen stellen und genau dieselbe Antwort können 99,99 Prozent aller Deutschen geben. 99,99 Prozent aller Deutschen sind für die Naziverbrechen genauso wenig verantwortlich wie Bassam Tibi oder ein x-beliebiger Monogle, Sudanese oder Eskimo.

Bassam Tibi: Antisemitismus 4.0, achgut.com, 30. August 2018

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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft, Nazis, Volksverhetzung, Hetzer, SPIEGEL, Hetzjagd, Chemnitz

Geographie der Intelligenz – Teil 7

Intelligenz, IQ-Ampel. Oben. Mittelwert 105 (Ostasien), unten: Mittelwert 60 (Zentralafrika); Standardabweichung jeweils 15

Geographie der Intelligenz

Teil 7: Gigantische Unterschiede zwischen den Ländern dieser Welt

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. Weltweit liegt der Schwerpunkt im Bereich IQ 85. Die Länder mit der höchsten Intelligenz liegen im Bereich IQ 105, die Länder mit der niedrigsten Intelligenz im Bereich IQ 60. Der Unterschied beträgt 45 IQ-Punkte; das entspricht drei Standardabweichungen. Ein derartiger Unterschied ist – ganz unabhängig davon, welchen Gegenstandsbereich auch immer man betrachtet – extrem.

Im → Teil 1 haben wir auf der Grundlage von Rindermann (2018) [1],[A1] die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht.

Im → Teil 2 haben wir die Weltspitze betrachtet (IQ 105 und IQ 100); im → Teil 3 die Zweite Liga (IQ 95 und IQ 90), im → Teil 4 das Mittelfeld (IQ 85 und IQ 80), im → Teil 5 den unteren Bereich der grenzwertigen Intelligenz (IQ 75 und IQ 70) und im → Teil 6 die Rote Laterne der Weltintelligenz (IQ 65 und IQ 75) [A2].

Nun diskutieren wir unser Thema im Gesamtzusammenhang.

Die zentrale Aussage lautet: Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch.

Diese fundamentale Aussage haben wir bereits zu Anfang anhand der IQ-Ampel dargestellt, die in Abbildung 7.1 wiedergegeben ist.

Abbildung 7.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 105 (oben) und 60 (unten).

Intelligenz, IQ-Ampel. Oben. Mittelwert 105 (Ostasien), unten: Mittelwert 60 (Zentralafrika); Standardabweichung jeweils 15
Abbildung 7.1: IQ-Ampel. Die extreme der Weltintelligenz. IQ 105 und IQ 60.

Abbildung 7.1 zeigt die IQ-Ampel für das obere Extrem – Nordostasien – und das untere Extrem Zentralafrikanische Republik, Sierra Leone, Malawi, Gambia und St. Lucia.

Die Stufen der IQ-Ampel beruhen auf der Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15, die für Mittel-, Nord- und Westeuropa sowie die von Europäern besiedelten und geprägten Länder Kanada, USA, Australien und Neuseeland charakteristisch sind. Die IQ-Ampel ist in diesem Sinne Europa-zentriert.

Die eurozentristische Perspektive ändert jedoch nicht das Geringste an der Kernaussage. Die Differenz zwischen dem oberen und dem unteren Extrem beträgt 45 IQ-Punkte. Das entspricht 3 Standardabweichungseinheiten, und zwar völlig unabhängig vom Maßstab. Eine derartige Differenz ist – egal welchen Gegenstandsbereich auch immer man betrachten mag – gigantisch.

In den Sozialwissenschaften ist man oftmals froh, wenn man Unterschiede von 0,1 oder 0,2 Standardabweichungen nachweisen kann. Bei einem Unterschied von einer ganzen Standardabweichung geraten manche Forscher vor Begeisterung aus dem Häuschen. Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt – 3 Standardabweichungen! – sind so gigantisch, wie man es in den Sozialwissenschaften nur extrem selten vorfindet. Selbst der Unterschied zwischen der Spitze (IQ 105) und dem Mittelfeld (IQ 85) oder dem Mittelfeld und der untersten Stufe (IQ 60) ist sehr viel größer als das, was in den Sozialwissenchenschaften normalerweise anzutreffen ist.

  • Die nicht selten zu hörende Aussage „Alle Länder und Völker dieser Welt haben das gleiche Intelligenzniveau“ ist völlig absurd!
    Wer so etwas behauptet, hat nicht die allergeringste Ahnung oder er verfolgt eine politische Agenda, die nicht das Allergeringste mit der Realität zu tun hat.

Der Unterschied zwischen den intelligentesten und den unintelligentesten Ländern ist nicht nur quantitativ – zwischen diesen Intelligenzniveaus besteht auch eine gigantische qualitative Kluft. Bei einem Nationalen IQ von 100 oder gar 105 ist der Großteil der Bevölkerung zumindest in Teilbereichen und bis zu einem gewissen Niveau zu formal-operativem, also zu logisch-abstraktem Denken fähig [A3]. Bei einem Nationalen IQ von 75 oder 70 erreichen hingegen nur wenige die Entwicklungsstufe des formal-operativen Denkens; in Ländern mit einem Nationalen IQ von 65 oder 60 gelingt dies nur einem kleinen Bruchteil. Ein IQ von 75, 70, 65 und 60 entspricht dem geistigen Entwicklungsniveau von zwölf- bzw. elf-, zehneinhalb- oder neuneinhalbjährigen Kindern moderner Gesellschaften. Auf dieser niedrigen kognitiven Entwicklungsstufe ist der Aufbau einer modernen Industrie- und Informationsgesellschaft aus eigener Kraft völlig ausgeschlossen. Selbst die Länder mit einem Nationalen IQ von 80 oder 85 sind in der Mehrzahl dazu nicht in der Lage.

Fortsetzung folgt.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

(2) Oesterdiekhoff, G. W. (2013). Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife. Wiesbaden: Springer VS.

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Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Die Länder werden durch Rundung in 5er-Stufen zusammengefasst. Zum Beispiel umfasst der Bereich IQ 100 das rechtsoffene Intervall [97,5 bis 102,5[. Siehe auch die → Anmerkung in Teil 2.

[A3] Zur Stufe des formal-operativen Denkens und den anderen Stufen der geistigen Entwicklung nach Piaget vgl. das überragende Buch von Oesterdiekhoff [2].

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala,

Geographie der Intelligenz – Teil 6

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 65 und IQ 60

Geographie der Intelligenz

Teil 6: Die Rote Laterne der Weltintelligenz. IQ 65, IQ 60

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. Im alleruntersten Bereich der menschlichen Intelligenz (IQ 65 und IQ 60) finden sich 21 schwarzafrikanische Länder und 3 Karibikinseln, die von Abkömmlingen schwarzafrikanischstämmiger Sklaven bewohnt werden.

Im → Teil 1 haben wir auf der Grundlage von Rindermann (2018) [1],[A1] die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht.

Im → Teil 2 haben wir die Weltspitze betrachtet (IQ 105 und IQ 100), im → Teil 3 die Zweite Liga (IQ 95 und IQ 90), im → Teil 4 das Mittelfeld (IQ 85 und IQ 80) und im → Teil 5 den unteren Bereich der grenzwertigen Intelligenz (IQ 75 und IQ 70) [A2].

Nun betrachten wir den alleruntersten Bereich der menschlichen Intelligenz (auf Länderebene).
Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO ist ein IQ unter 70 als klinisch relevante Intelligenzbeeinträchtigung einzustufen (→ Intelligenzmidnerung – Mentale Retardation). Der Bereich von 50 bis 69 gilt als Leichte Intelligenzminderung, auch Debilität oder Leichte geistige Behinderung. Ein IQ von 65 entspricht etwa dem geistigen Entwicklungsniveau von zehneinhalbjährigen Kindern in der westlichen Welt und ein IQ von 60 liegt unter dem Intelligenzniveau von 10-Jährigen.

Abbildung 6.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 65 (oben) und 60 (unten).

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 65 und IQ 60
Abbildung 6.1: IQ-Ampel. Die Rote Laterne der Weltintelligenz. IQ 65 und IQ 60.

In der IQ-Ampel ist die Farbe Grün fast vollständig verschwunden, intelligente Menschen gibt es in den betroffenen Länder so gut wie gar keine und selbst durchschnittlich intelligente Menschen sind außerordentlich selten. Anstelle einer Ampel haben wir eine (fast vollständig) Rote Laterne.

IQ 65

Im Bereich IQ 65 finden sich Angola, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Lesotho, Niger, Togo, Äquatorialguinea, Guinea-Bissau, Guinea, Dominica, Tschad, Ghana, Liberia, São Tomé und Príncipe, Haiti.
95 Prozent der Bevölkerung dieser Länder fallen in den roten Bereich der IQ-Ampel: 75 Prozent sind sehr unintelligent, weitere 20 Prozent sind unintelligent. Lediglich 5 Prozent sind durchschnittlich. Nur ein Achtel Prozent ist intelligent; und sehr intelligente Menschen sind extrem selten (drei pro Hunderttausend).

IQ 60

Im Bereich IQ 70 finden sich Zentralafrikanische Republik, Sierra Leone, Malawi, Gambia, St. Lucia.
98 Prozent der Bevölkerung dieser Länder fallen in den roten Bereich: 84 Prozent sind sehr unintelligent; 14 Prozent unintelligent. Nur 2 Prozent sind durchschnittlich. Intelligente Menschen gibt es praktisch gar nicht: etwa vier von Zehntausend sind intelligent und sehr intelligent sind etwa sieben pro eine Million!

Die geographische Verteilung zeigt ein klare Bild:

  • 21 Länder gehören zu Schwarzafrika.
  • 3 Länder sind Karibikinseln, die von den Nachkommen schwarzafrikastämmiger Sklaven bewohnt sind.

Damit ergibt sich eine klare Aussage:

  • Der unterste Bereich der menschlichen Intelligenz ist – auf Länderebene – eine exklusive Domäne der Schwarzen.

Unterhalb von IQ 60 gibt es keine weiteren Länder; damit ist der Überblick über die Verteilung der Nationalen IQs abgeschlossen.

In der nächsten Folge diskutieren wir unser Thema im Gesamtzusammenhang.

Hier gibt es die Fortsetzung → Geographie der Intelligenz. Teil 7: Gigantische Unterschiede zwischen den Ländern dieser Welt.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

*

Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Die Länder werden durch Rundung in 5er-Stufen zusammengefasst. Zum Beispiel umfasst der Bereich IQ 100 das rechtsoffene Intervall [97,5 bis 102,5[. Siehe auch die → Anmerkung in Teil 2.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala, Afrika, Karibik, Schwarzafrika

Geographie der Intelligenz – Teil 5

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Geographie der Intelligenz

Teil 5: Der untere Bereich der grenzwertigen Intelligenz. IQ 75, IQ 70

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. Im unteren Bereich der grenzwertigen Intelligenz (IQ 75 und IQ 70) finden sich 26 afrikanische, 7 lateinamerikanische und 5 asiatische Länder.

Im → Teil 1 haben wir auf der Grundlage von Rindermann (2018) [1],[A1] die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht.

Im → Teil 2 haben wir die Weltspitze betrachtet (IQ 105 und IQ 100); im → Teil 3 die Zweite Liga (IQ 95 und IQ 90) und im → Teil 4 das Mittelfeld (IQ 85 und IQ 80) [A2].

Nun betrachten wir den Intelligenzbereich IQ 75 bis IQ 70.
Wie im → Teil 4 angemerkt, gilt der IQ-Bereich zwischen 85 und 70 als kritisch („borderline mental retardation“, „grenzwertige Intelligenz“, „niedrige Intelligenz“ oder auch „Grenzdebilität“) und ein erheblicher Teil der Personen auf diesem Intelligenzniveau ist als lernbehindert anzusehen. Wir betrachten nun also den unteren Bereich der grenzwertigen Intelligenz. Der IQ von 75 entspricht etwa dem geistigen Entwicklungsniveau von 12-jährigen Kindern in der westlichen Welt und der IQ von 70 entspricht dem Intelligenzniveau von 11-Jährigen.

Abbildung 5.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 75 (oben) und 70 (unten).

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 75 und IQ 70

Abbildung 5.1: IQ-Ampel. Das Mittelfeld der Weltintelligenz. IQ 75 und IQ 70.

IQ 75

Im Bereich IQ 75 finden sich Madagaskar, Mosambik, Kirgisistan, Nepal, Marokko, Sudan, Nigeria, Ruanda, Honduras, Eritrea, Kenia, Mauretanien, Swasiland, Bhutan, Botswana.
84 Prozent der Bevölkerung dieser Länder fallen in den roten Bereich der IQ-Ampel: Die Hälfte der Bevölkerung ist Prozent sehr unintelligent, weitere 34 Prozent sind unintelligent. Lediglich 15 Prozent sind durchschnittlich. Nur 1 Prozent ist intelligent; und sehr intelligente Menschen sind äußerst selten (vier pro Zehntausend).

IQ 70

Im Bereich IQ 70 finden sich Kapverden, Tansania, Republik Kongo, Dschibuti, Uganda, Belize, Afghanistan, Burundi, Komoren, Südafrika, Simbabwe, Antigua und Barbuda, Grenada, St. Kitts und Nevis, Mali, Senegal, Sambia, Jamaica, St. Vincent und die Grenadinen, Jemen, Gabun, Namibia, Somalia.
91 Prozent der Bevölkerung dieser Länder gehören zu den Unintelligenten: Fast zwei Drittel (63 Prozent) sind sehr unintelligent; 28 Prozent unintelligent. Nur 9 Prozent sind durchschnittlich, weniger als ein halbes Prozent (0,37 Prozent) sind intelligent und sehr intelligente Menschen gibt es praktisch gar keine (einer pro Zehntausend).

Die geographische Verteilung ist sehr einseitig:

  • 26 Länder gehören zu Afrika.
  • 7 Länder gehören zu Lateinamerika.
  • 5 Länder gehören zu Asien.

Mit Ausnahme der fünf asiatischen Länder und Marokko handelt es sich um schwarzafrikanische Länder und Länder mit einem sehr hohen Anteil von Mischlingen (Mestizen oder Kreolen) oder Abkömmlingen von schwarzafrikastämmigen Sklaven.

In der nächsten Folge betrachten wir die Bereiche IQ 65 und IQ 60.

Hier gibt es die Fortsetzung → Geographie der Intelligenz. Teil 6: Die Rote Laterne der Weltintelligenz. IQ 65, IQ 60.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

*

Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Die Länder werden durch Rundung in 5er-Stufen zusammengefasst. Zum Beispiel umfasst der Bereich IQ 100 das rechtsoffene Intervall [97,5 bis 102,5[. Siehe auch die → Anmerkung in Teil 2.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala, Afrika, Lateinamerika, Schwarzafrika

Geographie der Intelligenz – Teil 4

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 85 und IQ 80

Geographie der Intelligenz

Teil 4: Das Mittelfeld. IQ 85, IQ 80

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. Ein Drittel aller Länder befindet sich im Bereich IQ 80, IQ 85. Das Mittelfeld der Weltintelligenz ist charakteristisch für Lateinamerika, die Pazifikinseln und Asien. Keines der sechs afrikanischen Länder gehört zu Schwarzafrika. Europa ist nur mit zwei Ländern vertreten, nämlich dem vom Osmanischen Reich geprägten Mazedonien und Albanien.

Im → Teil 1 haben wir auf der Grundlage von Rindermann (2018) [1],[A1] die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht.

Im → Teil 2 haben wir die Weltspitze betrachtet. Hierzu gehören die Länder mit einem Nationalen IQ von 100 und darüber [A2].

Im → Teil 3 haben wir die Zweite Liga betrachtet, die die Bereiche IQ 95 und IQ 90 umfasst.

Nun betrachten wir den Intelligenzbereich IQ 85 bis IQ 80, gewissermaßen das Mittelfeld der Weltintelligenz.

Abbildung 4.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 85 (oben) und 80 (unten).

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 85 und IQ 80
Abbildung 4.1: IQ-Ampel. Das Mittelfeld der Weltintelligenz. IQ 85 und IQ 80.


Mit dem IQ 85 sind wir an einem markanten Punkt angekommen. Konventionell wird der Bereich 70 bis 85 als kritisch angesehen. Im Englischen wird dieser Bereich meist als „borderline mental retardation“ bezeichnet; im Deutschen als „grenzwertige Intelligenz“, „niedrige Intelligenz“ oder auch „Grenzdebilität“. Ein erheblicher Teil der Personen auf diesem Intelligenzniveau ist als lernbehindert anzusehen. Ein IQ von 85 entspricht einem Intelligenzalter von 13,6 Jahren, ein IQ von 80 entspricht einem Intelligenzalter von 12,8 Jahren. Das heißt: In den Ländern, die wir nun betrachten, liegt der Nationale IQ unter dem intellektuellen Niveau von 14-jährigen oder gar 13-jährigen Kindern in der westlichen Welt.

IQ 85

Im Bereich IQ 85 finden sich Costa Rica, Argentinien, Georgien, Jordanien, Türkei, West-Samoa, Mauritius, Niederländische Antillen, Mexiko, Bahrain, Irak, Mazedonien, Brasilien, Kambodscha, Iran, Tonga, Algerien, Ägypten, Libyen, Cuba, Indonesien, Fidschi, Neukaledonien, St. Helena, Bolivien, Peru, Venezuela, Libanon, Pakistan, Palästina, Katar, Albanien und die Marshallinseln.
Fast zwei Drittel der Bevölkerung dieser Länder fallen in den roten Bereich der IQ-Ampel: 28 Prozent unintelligent; 25 Prozent sehr unintelligent. 32 Prozent sind durchschnittlich. Nur 4 Prozent sind intelligent und weniger als ein halbes Prozent (0,38 Prozent) sind sehr intelligent.

IQ 80

Im Bereich IQ 80 finden sich Panama, Kolumbien, Ecuador, Paraguay, Brunei, Myanmar, Ost-Timor, Syrien, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Kiribati, Seychellen, Bahamas, Puerto Rico, Nicaragua, Papua-Neuguinea, Saudi Arabien, Mikronesien, Vanuatu, Bangladesch, Oman, Philippinen, Marianen, Salomonen, Barbados, El Salvador, Guatemala, Kuwait, Dominikanische Republik, Guyana, Indien, Malediven, Sri Lanka.
Dreiviertel der Bevölkerung dieser Länder gehört zu den Unintelligenten: 38 Prozent unintelligent, 37 Prozent sehr unintelligent. 23 Prozent sind durchschnittlich, nur 2 Prozent sind intelligent und nur ein Achtelprozent ist sehr intelligent.

Mit insgesamt 67 Ländern stellt der Bereich IQ 80 bis IQ 85 ein Drittel aller Länder und repräsentiert damit den Schwerpunkt der weltweiten Intelligenz.

Die geographische Verteilung zeigt ein sehr gemischtes Bild:

  • 28 Länder gehören zu Asien.
  • 21 Länder gehören zu Lateinamerika.
  • 10 Länder sind Pazifikinseln.
  • Nur 6 Länder gehören zu Afrika.
  • Nur 2 Länder gehören zu Europa.

Für Asien, Lateinamerika und die Pazifikinseln gilt, dass jeweils (weit) mehr als die Hälfte der Länder im Bereich IQ 85 und IQ 80 liegen.

Die sechs Vertreter des afrikanischen Kontinents sind neben Algerien, Libyen und Ägypten die Inseln Mauritius, St. Helena und die Seychellen. Somit hat es kein einziges schwarzafrikanisches Land ins Mittelfeld der Weltintelligenz geschafft [A3].

Die beiden europäischen Länder Mazedonien und Albanien bilden das Schlusslicht der europäischen Intelligenz. Beide gehörten mehr als vierhundert Jahre lang zum Osmanischen Reich, haben einen (sehr) hohen Anteil von Moslems und sind sehr stark vom Nahen Osten geprägt.

Hervorzuheben ist schließlich noch:

  • Im Bereich IQ 80, IQ 85 befindet sich fast die gesamte arabische Welt und der weitaus größte Teil der islamischen Welt.

In der nächsten Folge betrachten wir die Bereiche IQ 75 und IQ 70.

Hier gibt es die Fortsetzung → Geographie der Intelligenz. Teil 5: Der untere Bereich der grenzwertigen Intelligenz. IQ 75, IQ 70.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Die Länder werden durch Rundung in 5er-Stufen zusammengefasst. Zum Beispiel umfasst der Bereich IQ 100 das rechtsoffene Intervall [97,5 bis 102,5[. Siehe auch die → Anmerkung in Teil 2.

[A3] Die Bewohner von Mauritius stammen zu etwa zwei Dritteln aus Indien, der Großteil der übrigen Bewohner sind Kreolen, also Mischlinge. St. Helena hat knapp 5.000 Einwohner, die Mehrzahl davon sind europäischer Herkunft. Die Bewohner der Seychellen sind zum allergrößten Teil Mischlinge.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala, Asien, Afrika, Lateinamerika, Islamische Länder

Geographie der Intelligenz – Teil 3

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 95 und IQ 90

Geographie der Intelligenz

Teil 3: Die Zweite Liga. IQ 95, IQ 90

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. In der Zweiten Liga finden sich im oberen Bereich (IQ 95) neben Israel und Vietnam ausschließlich europäische Länder, überwiegend aus Süd- und Osteuropa. Im unteren Bereich (IQ 90) finden sich 9 asiatische, 6 europäische und 5 lateinamerikanische Länder sowie die pazifischen Cook-Inseln und Tunesien als einziges afrikanisches Land.

Im → Teil 1 haben wir auf der Grundlage von Rindermann (2018) [1],[A1] die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht.

Im → Teil 2 haben wir die Weltspitze betrachtet. Hierzu gehören die Länder mit einem Nationalen IQ von 100 und darüber [A2].

Nun betrachten wir die Länder im Intelligenzbereich IQ 95 bis IQ 90, gewissermaßen die Zweite Liga der Weltintelligenz.

Abbildung 3.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 95 (oben) und 90 (unten).

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 95 und IQ 90
Abbildung 3.1: IQ-Ampel. Das Intelligenzniveau der Zweiten Liga. IQ 95 und IQ 90.

Bevor wir den Blick auf die einzelnen Länder werfen, ist eine methodische Anmerkung angebracht:
Die IQ-Ampel beruht auf der Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100, die für Mittel-, West- und Nordeuropa charakteristisch ist. Beim Mittelwert 100 ist die Verteilung der Stufen symmetrisch; der Anteil der Intelligenten ist genauso groß wie der Anteil der Unintelligenten.
Bei IQ-Werten unter 100 verschiebt sich die IQ-Ampel in den roten Bereich, es gibt also mehr Unintelligente als Intelligente.
Wie Abbildung 3.1 zeigt, ist die Verschiebung bereits bei einem IQ von 90 so groß, dass die Hälfte der Bevölkerung (sehr) unintelligent ist. Bei noch kleineren Werten nimmt die „Rotverschiebung“ dramatisch zu.
Man sollte im Folgenden stets im Auge behalten, dass die Kategorien der IQ-Ampel den Intelligenzstandard der westlichen Welt repräsentieren.

IQ 95

Im Bereich IQ 95, also unmittelbar unter der Weltspitze, finden sich die Länder Kroatien, Irland, Lettland, Luxemburg, Polen, Russland, Slowenien, Weißrussland, Spanien, Israel, Griechenland, Litauen, Portugal, Vietnam, Andorra, Malta, Bulgarien, Zypern, Ukraine.
Hier ist die IQ-Ampel leicht in den roten Bereich verschoben: 2 Prozent sehr intelligent; 13 Prozent intelligent; 47 Prozent durchschnittlich; 28 Prozent unintelligent; 9 Prozent sehr unintelligent. Der Anteil der Unintelligenten ist mehr als doppelt so groß wie der Anteil der Intelligenten; fast die Hälfte (47 Prozent) zeigt eine durchschnittliche Intelligenz.

IQ 90

Im Bereich IQ 90 finden sich Bosnien, Tunesien, Mongolei, Tibet, Rumänien, Serbien, Uruguay, Armenien, Kasachstan, Malaysia, Moldawien, Bermudas, Chile, Thailand, Vereinigte Arabische Emirate, Trinidad Tobago, Surinam, Aserbaidschan, Laos, Grönland, Montenegro, Cookinseln.
In dieser Gruppe zeigt die IQ-Ampel zur Hälfte Rot. Die Hälfte der Bevölkerung dieser Länder ist unintelligent (34 Prozent) oder sehr unintelligent (16 Prozent). 41 Prozent sind durchschnittlich. Nur 8 Prozent sind intelligent und nur 1 Prozent ist sehr intelligent.

Die geographische Verteilung der Zweiten Liga zeigt folgendes Bild:

  • Im Bereich IQ 95 finden sich neben den beiden asiatischen Ländern Israel und Vietnam ausschließlich europäische Länder, und zwar vor allem aus Süd- und Osteuropa.
  • Lediglich fünf islamische Länder schaffen es in die Zweite Liga und dort lediglich in den Bereich IQ 90, in dem die Hälfte der Bevölkerung zu den (sehr) Unintelligenten gehört.
  • Für Lateinamerika gilt dasselbe wie für die islamischen Länder: Nur fünf Länder schaffen es in die Zweite Liga und dort lediglich in den Bereich IQ 90.
  • Afrika ist mit einem einzigen Land vertreten, nämlich Tunesien.
  • Die Cookinseln sind der einzige Vertreter der pazifischen Inselwelt.

Da IQ 90 der Scheidepunkt ist, an dem die Hälfte der Bevölkerung (sehr) unintelligent ist, folgt:

  • In fast allen Ländern Europas sind die Unintelligenten (deutlich) in der Minderheit.
  • Asien stellt zwar die absolute Weltspitze sowie einige Länder in der Zweiten Liga, aber in den meisten asiatischen Ländern sind die Unintelligenten in der Mehrheit.
  • In Lateinamerika und in der islamischen Welt erreicht nur eine Handvoll Länder die Zweite Liga (untere Stufe). In den allermeisten lateinamerikanischen und islamischen Ländern ist die Mehrheit der Bevölkerung (sehr) unintelligent.
  • Mit einer einzigen Ausnahme – Tunesien – schafft es Afrika noch nicht einmal in die Zweite Liga – das heißt: auf dem afrikanischen Kontinent ist (weit) mehr als die Hälfte der Bevölkerung (sehr) unintelligent.

In der nächsten Folge betrachten wir die Bereiche IQ 85 und IQ 80.

Hier gibt es die Fortsetzung → Geographie der Intelligenz. Teil 4: Das Mittelfeld. IQ 85, IQ 80.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Die Länder werden durch Rundung in 5er-Stufen zusammengefasst. Zum Beispiel umfasst der Bereich IQ 100 das rechtsoffene Intervall [97,5 bis 102,5[. Siehe auch die → Anmerkung in Teil 2.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala, Europa, Asien, Afrika, Lateinamerika, Islamische Länder

Geographie der Intelligenz – Teil 2

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 105 und IQ 100

Geographie der Intelligenz

Teil 2: Die Weltspitze. IQ 105, IQ 100

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. An der Weltspitze – im IQ-Bereich 100 bis 105 – befinden sich Nordostasien, West-, Mittel- und Nordeuropa sowie Länder, die von Europäern besiedelt und geprägt wurden.

Im → Teil 1 haben wir die extrem ungleiche Verteilung der Intelligenz über die Länder dieser Welt mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht. Nun wollen wir die geographische Verteilung der Intelligenz detaillierter betrachten.

Zur Methode: Der Datensatz beruht auf dem Buch „Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations“ von Heiner Rindermann (2018) [1]. Im Anhang [A1] zu dem Buch finden sich die IQ-Werte für 200 Länder. Im Folgenden werden die Länder durch Rundung in 5er-Schritten zusammengefasst. Die Ländergruppe IQ 105 umfasst den Bereich IQ ≥102,5 und < 107,5; die Ländergruppe IQ 100 den Bereich IQ ≥ 97,5 und < 102,5 usw. Da der Nationale IQ nicht präzise bestimmt werden kann, ist es durchaus möglich, dass der wahre Wert eines Landes in eine benachbarte Gruppe gehört. Größere Fehlzuordnungen sind wohl eher selten; sie betreffen vermutlich vor allem Länder für die nur sehr wenige empirische Daten vorliegen; und das sind insbesondere die Länder im untersten Intelligenzbereich.

Wir beginnen mit den Ländern, die das höchste Intelligenzniveau aufweisen.

Abbildung 2.1 zeigt die Intelligenzampel für die Mittelwerte 105 (oben) und 100 (unten).

Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ. IQ-Ampel. IQ 105 und IQ 100
Abbildung 2.1: IQ-Ampel. Das Intelligenzniveau der Weltspitze. IQ 105 und IQ 100.

IQ 105

Die absolute Weltspitze der Intelligenz bilden die Länder Südkorea, Singapur, Hongkong, Japan und Taiwan, deren Mittelwert – gerundet – bei 105 liegt.
In diesen Ländern ist der Grün-Anteil der IQ-Ampel (9 Prozent sehr intelligent; 28 Prozent intelligent) deutlich größer als der Rot-Anteil (14 Prozent unintelligent; 2 Prozent sehr unintelligent).

IQ 100

Die Länder, deren Mittelwert – gerundet – 100 beträgt, sind: Kanada, China, Finnland, Niederlande, Estland, Schweiz, Großbritannien, Nordkorea, Australien, Neuseeland, Österreich, Belgien, Tschechien, Deutschland, Liechtenstein, Schweden, USA, Macau, Dänemark, Frankreich, Ungarn, Island, Italien, Norwegen, Slowakei.
In dieser Gruppe ist die IQ-Ampel per Definition symmetrisch: 50 Prozent sind durchschnittlich, je 20 Prozent sind intelligent bzw. unintelligent und je 5 Prozent sind sehr intelligent bzw. sehr unintelligent.

Die geographische Verteilung der Weltspitze zeigt ein sehr klares Bild:

  • Die absolute Weltspitze findet sich in Nordostasien [A2].
  • Darüber hinaus finden sich an der Weltspitze ausschließlich europäische Länder bzw. Länder, die von Europäern besiedelt und geprägt wurden (Kanada, Australien, Neuseeland, USA).

Komplementär ergibt sich unter anderem:

  • In der Weltspitze findet sich kein einziges Land aus Afrika, kein einziges Land aus Lateinamerika und – mit Ausnahme von Nordostasien – kein asiatisches Land.
  • Insbesondere findet sich in der Weltspitze kein einziges islamisches Land.
  • Mit Ausnahme von Italien findet sich an der Weltspitze in Europa kein einziges Land, das südlich der Alpen liegt [A3].

In einem Satz zusammengefasst gilt für die Weltspitze:

  • Hohe Intelligenz ist – zurzeit noch – ein Privileg von Nordostasiaten, Europa und einigen europäisch geprägten Ländern [A6].

Das entscheidende Wort in der Zusammenfassung ist „zurzeit“. Unsere Geographie der Intelligenz ist selbstverständlich nur eine Momentaufnahme. Es besteht kein Zweifel, dass zahlreiche Länder im Laufe dieses Jahrhunderts bemerkenswerte Zugewinne verzeichnen werden. Leider besteht auch kein Zweifel, dass sich einige Länder durch eine verantwortungslose dysgenische Migrationspolitik und eine interne dysgenische Fortpflanzungsrate (die Unintelligenten pflanzen sich stärker fort als die Intelligenten) erheblich verschlechtern werden. Nach den Prognosen von Rindermann [1] ist zu befürchten, dass das Intelligenzniveau in Europa so stark sinken wird, dass im Jahr 2100 nur noch extrem wenige Länder einen IQ um 100 aufweisen werden.
Die Zukunftsaussichten – für Europa düster, für den Rest der Welt sehr erfreulich – werden wir in einer eigenen Serie ausführlich behandeln.

In der nächsten Folge betrachten wir die Bereiche IQ 95 und IQ 90.

Hier gibt es → Geographie der Intelligenz. Teil 3: Die Zweite Liga. IQ 95, IQ 90.

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Literatur


(1) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

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Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (1) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Singapur liegt nicht in Nordost-, sondern in Südostasien. Die große Mehrheit der Bevölkerung stammt jedoch auch China, und es sind die Chinesen, die das sehr hohe Intelligenzniveau Singapurs tragen – die Intelligenz wird nicht durch die geographische Lage bestimmt, sondern durch die Bewohner der Region.

[A3] Italien weist ein extremes Nord-Süd-Gefälle auf. In den nördlichen Provinzen liegt der IQ etwa 10 Punkte höher als in Süditalien; siehe → Geographie der Intelligenz. Nord-Süd-Gefälle in Italien.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala, Europa, Nordostasien

Splitter

Windfarben

„Damit sind Asylbewerber relativ zur Anzahl ca. 89-mal so häufig Tatverdächtige eines Mord- oder Totschlagdelikts wie Deutsche.“
Aus dem äußerst lesenswerten Beitrag „Tagesschau-Gniffke im Faktencheck: durchgefallen“ von Jochen Renz auf Tichys Einblick, 24. August 2018

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My own affluent North London street is surrounded by estates populated in part by the ethnic groups whose names feature in virtually every report of the violence: Somalis, Ethiopians, North and Central Africans, Afghans …
much of the apparently random violence isn’t random at all: It’s the consequence of the war to supply middle-class parties with drugs …
A disproportionate number of the killers and their victims come from single-parent households, with mothers holding down multiple jobs …
TREVOR PHILLIPS Race is a part of knife crime and we must speak the truth even if media avoids mentions of ethnicity, The SUN, 19th August 2018

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About 58% of men convicted in Sweden of rape and attempted rape over the past five years were born abroad, according to data from Swedish national TV.
… in cases where the victim did not know the attacker, the proportion of foreign-born offenders was more than 80%.
Sweden rape: Most convicted attackers foreign-born, says TV. BBC News, 22. August, 2018

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I read a book by an expatriate Rhodesian who visited Zimbabwe not too many years ago. Traveling with a companion, she stopped at a store along the highway. A black man materialized next to her car window. “Job, boss, (I) work good, boss,” he pleaded. “You give job.”
“What happened to your old job?” the expatriate white asked.
The black man replied in the straightforward manner of his race: “We drove out the whites. No more jobs. You give job.”
Christopher Jackson: A White Teacher Speaks Out, American Renaissance, July 2009

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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft, Kriminalität, Ausländerkriminalit, Migranten, Gewalt

Splitter

Selbstportrait in Grün

Splitter

„Merkel … Mächtigste Frau der Welt? Lange her … Auf viele wirkt sie inzwischen wie eine Grabplatte, die sich auf Deutschland gelegt hat.“
Hans-Hermann Tiedje: Merkel und ihr Schattenmann, Neue Zürcher Zeitung, 20. August 2018

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„Die Verfassung und die Gleichberechtigung von Mann und Frau haben einen höheren Wert als religiöse Intoleranz.“
Lausannes Vizebürgermeister Pierre-Antoine Hildbrand, zitiert in Roger Letsch: Vorsicht Westpresse!, achgut.com, 19. August 2018.

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Zwei äußerste lesenswerte Artikel zu dem niedrigen anthropologischen Entwicklungsniveau von Schwarzen und zum Thema Moral und Intelligenz:

Hadmut Danisch: Über die modernen Sklavenschiffe und neuen Kolonien der Linken, 19. August 2018

„Der Neger braucht Führung und Anleitung“, SKB News, 2017.

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„noch sind die meisten Migrationshintergründe ethnisch europäisch, auch wenn das Herkunftsland Kasachstan sein sollte. Das Augenmerk ist daher auf die Zahl der Türkei- bzw. Nah-, Mittelost- und Afrikastämmigen zu richten. Hier nähern wir uns der 5 Millionengrenze. Und hier muss das Rückführen ansetzen, denn diese Migrantengruppen stellen den sozialen Sprengstoff“
Kommentar des Lesers Peter Steinbacher zu den Artikel „BEVÖLKERUNGSSTATISTIK. Migrationshintergründe von Helmut Berschin, Tichys Einblick“ , 18. August 2018.
Dieser Kommentar bringt das zentrale Problem auf den Punkt. Man kann das Problem auch mit zwei Worten beschreiben: Islam, Afrika.

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„Ich dachte immer, „Pippi Langstrumpf“ sei ein Kinderbuch. Ich hätte es besser als Dystopie mit offenem Ende für die Leser verstehen sollen: stell dir vor, die wird älter, bleibt wie sie war – und führt ein Industrieland!“
Kommentar des Lesers Micci zu Josef Kraus: ÜBERFORDERUNG? Desaströse Personalplanung der Schulminister mehrerer Bundesländer: „Setzen, SECHS!“; Tichys Einblick, 17. August 2018

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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft,

Geographie der Intelligenz – Teil 1

Intelligenz, IQ-Ampel. Oben. Mittelwert 105 (Ostasien), unten: Mittelwert 60 (Zentralafrika); Standardabweichung jeweils 15

Geographie der Intelligenz

Teil 1: Der Datensatz, die IQ-Ampel und die weltweiten Extreme

Die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern dieser Welt sind gigantisch. Auf der Grundlage der aktuellsten, umfassendsten und präzisesten Daten werden die Unterschiede zwischen den Ländern mit Hilfe der IQ-Ampel veranschaulicht.

Die Intelligenz ist mit großem Abstand das bedeutsamste psychologische Merkmal. Keine andere Variable hat eine auch nur annähernd so große Erklärungskraft wie die Intelligenz.

In krassem Gegensatz zu dem quasi-religösen Alle-Menschen-sind-gleich-Dogma gibt es nicht nur gigantische Unterschiede in der Intelligenz von Individuen [1], sondern auch gigantische Unterschiede im Intelligenzniveau verschiedener Länder und Völker [2]; und diese Unterschiede hatten und haben eine überragende Bedeutung für die Menschheitsentwicklung [3].

In dieser Serie beschäftigen wir uns mit der Geographie der Intelligenz und betrachten die außerordentlich ungleiche Verteilung der Intelligenz über die verschiedenen Länder dieser Welt.

Als Datengrundlage dient das Buch „Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations“ von Heiner Rindermann (2018) [2]. Dies ist das aktuellste, umfassendste und präziseste Werk zu diesem Thema. Der für unsere Serie relevante Datensatz ist im Appendix im Internet verfügbar [A1], unsere Daten lassen sich somit jederzeit überprüfen.

Zur Veranschaulichung des Intelligenzniveaus verschiedener Länder nutzen wir die → IQ-Ampel.

Ein gebräuchliches Kategoriensystem unterteilt die kontinuierliche IQ-Skala in die fünf Stufen, die in Tabelle 1.1 dargestellt sind.

Tabelle 1.1: IQ-Ampel.

  IQ   ≥125 sehr intelligent
  IQ   ≥110 und <125 intelligent
  IQ   ≥90 und <110 durchschnittlich
  IQ   ≥75 und < 90 unintelligent
  IQ   < 75 sehr unintelligent

Diese Wertung orientiert sich an dem Intelligenzniveau, das für Mittel-, West- und Nordeuropa und die von Europäern besiedelten Länder USA, Kanada, Australien und Neuseeland charakteristisch ist. Hier liegt der durchschnittliche IQ etwa bei 100 und die Bewertungen „sehr intelligent“, „intelligent“, „unintelligent“ und „sehr unintelligent“ ergeben sich aus der „europäischen Intelligenz“, die eine Standardabweichung von 15 aufweist und annähernd normalverteilt ist [A2].

Nur nordostasiatische Länder [A3] liegen über oder auf dem „europäischen Intelligenzniveau“, der Rest der Welt liegt darunter, die meisten Länder sogar sehr weit darunter.

Abbildung 1.1 zeigt im oberen Teil die IQ-Ampel der Länder mit dem höchsten Intelligenzniveau (Nordostasien; Normalverteilung mit Mittelwert 105 und Standardabweichung 15). Die untere IQ-Ampel mit Mittelwert 60 und Standardabweichung 15 repräsentiert die Länder mit dem niedrigsten Intelligenzniveau (Zentralafrikanische Republik, Sierra Leone, Malawi, Gambia, St. Lucia).

Intelligenz, IQ-Ampel. Oben: Mittelwert 105 (Nordostasien); unten: Mittelwert 60 (Zentralafrika); Standardabweichung jeweils 15
Abbildung 1.1: IQ-Ampel. Oben: Mittelwert 105 (Nordostasien); unten: Mittelwert 60 (Zentralafrika u.a.); Standardabweichung jeweils 15.

Abbildung 1.1 belegt eindrucksvoll, dass die Intelligenzunterschiede zwischen den Ländern in der Tat gigantisch sind.

Gemessen an der euro-zentrierten IQ-Ampel gibt es in Nordostasien einen sehr hohen Anteil an intelligenten (28 Prozent) und sehr intelligenten Menschen (9 Prozent) und der Anteil der sehr unintelligenten ist verschwindend klein (1 Prozent).

Am unteren Extrem finden sich die Zentralafrikanische Republik, Sierra Leone, Malawi, Gambia und St. Lucia. In diesen Ländern gibt es praktisch gar keine intelligenten Menschen; 84 Prozent sind nach westlichen Maßstäben sehr unintelligent und weitere 14 Prozent unintelligent [A4].

Wichtiger Hinweis: Prozentangaben beziehen sich in dieser Serie stets auf eine theoretische Normalverteilung mit dem jeweiligen Mittelwert und der Standardabweichung 15. Da die empirische Verteilung in keinem einzigen Land einer perfekten Normalverteilung entspricht und die Standardabweichungen mehr oder weniger stark von 15 abweichen, sind die Prozentangaben als mehr oder weniger grobe Richtwerte zu verstehen.

Nachdem wir nun kurz die Extreme dargestellt haben, werden wir in den nächsten Folgen die Geografie der Intelligenz im Detail betrachten.

Hier git es die Forstezung → Geographie der Intelligenz. Teil 2: Die Weltspitze. IQ 105, IQ 100.

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Literatur


(1) Jensen, A. (1998).The g factor. The science of mental ability. Westport, Connecticut: Praeger.

(2) Rindermann, H. (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.

(3) Oesterdiekhoff, G. W. (2013). Die Entwicklung der Menschheit von der Kindheitsphase zur Erwachsenenreife. Wiesbaden: Springer VS.

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Anmerkungen


[A1] Der Appendix zu Rindermanns Buch (2) ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.
Unsere Datengrundlage ist der Index CA totc in Table A.2: Corrected cognitive ability measures including estimates, Seite 18ff. CA totc steht für Cognitive Ability, korrigiert; wir bezeichnen diesen Index als IQ.

[A2] Ausgangspunkt ist die Standard-IQ-Skala, die einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 aufweist. Diese Parameter beziehen sich auf England und die Standard-IQ-Skala wird in Anlehnung an den Nullmeridian in Greenwich bei London auch als Greenwich-IQ bezeichnet. Bei einer Normalverteilung mit diesen Parametern ergeben sich für die fünf Kategorien folgende Anteile: sehr intelligent: 5 Prozent; intelligent: 20 Prozent; durchschnittlich: 50 Prozent; unintelligent: 20 Prozent; sehr unintelligent: 5 Prozent.

[A3] Zu den absoluten Spitzenländern zählt auch Singapur. Singapur ist kein nordost-, sondern ein südostasiatisches Land. Die überwiegende Mehrheit stammt jedoch aus China und es sind die Chinesen, denen Singapur das hohe Intelligenzniveau zu verdanken hat.

[A4] Damit weist der weit überwiegende Teil der Bevölkerung der Niedrigstintelligenzländer nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO eine klinisch relevante oder eine Borderline-Intelligenzminderung auf (siehe → Mentale Retardation. Beeinträchtigungen der kognitiven Leistungsfähigkeit). Dieses Thema werden wir später näher betrachten.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Geographie, Intelligenzforschung, Cognitive Ability, Kognitive Kompetenz, IQ-Skala

Die IQ-Ampel – Teil 3

IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem

Die IQ-Ampel

Teil 3: Effekte von unterschiedlichen Mittelwerten und Standardabweichungen

Die IQ-Ampel unterteilt die IQ-Skala in fünf Stufen. IQ > 125: sehr intelligent; IQ 110 bis 125: intelligent; IQ 90 bis 110: durchschnittlich; IQ 75 bis 90: unintelligent; IQ < 75 sehr unintelligent. Es wird gezeigt, wie sich unterschiedliche Mittelwerte und Standardabweichungen auf die prozentualen Anteile dieser Stufen auswirken.

Im → Teil 1 haben wir die IQ-Ampel vorgestellt, die die kontinuierliche IQ-Skala in fünf Stufen unterteilt. Abbildung 3.1 zeigt die IQ-Ampel für die Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15.

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Ampel. Intelligenz-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem
Abbildung 3.1: IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem.

Im → Teil 2 haben wir in → Tabelle 2.1 dargestellt, wie sich unterschiedliche Populationsmittelwerte auf die prozentualen Anteile auswirken, die auf die fünf Stufen der IQ-Ampel entfallen.

In Tabelle 2.1 wurden die Prozentwerte bis zur zweiten Nachkommastelle angegeben. Diese Werte ergeben sich bei einer perfekten Normalverteilung. Die Normalverteilung ist eine theoretische Verteilung. In der Realität sind Variablen niemals exakt normalverteilt; die Normalverteilung kann allenfalls eine mehr oder weniger gute Annäherung an die empirische Verteilung sein [A1]. Da zudem IQ-Messungen nur recht grob sind, täuscht die Angabe von zwei Nachkommastellen eine Präzision vor, die weit über die empirische Präzision hinausgeht. In Tabelle 3.1 sind die Werte aus Tabelle 2.1 auf ganzzahlige Prozentwerte gerundet. Diese sind für praktische Zwecke voll ausreichend [A2].

Tabelle 3.1: Prozentualer Anteil der IQ-Kategorien für unterschiedliche Populationsmittelwerte (M) bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15. Gerundet auf ganze Zahlen.

 
 
M
< 75
sehr un-intelligent
75 – 90
unintel-ligent
90 – 110
durch-schnittlich
110-125
 intelligent 
> 125
sehr in-telligent
110 1 8 41 34 16
105 2 14 47 28 9
100 5 20 50 20 5
95 9 28 47 14 2
90 16 34 41 8 1
85 25 38 32 4 0
80 37 38 23 2 0
75 50 34 15 1 0
70 63 28 9 0 0

Nachdem wir mit Tabelle 3.1 den Unterschied zwischen theoretischer und empirischer Verteilung und die relativ grobe IQ-Messung ins Bewusstsein gerufen haben, werden wir im Folgenden weiterhin mit theoretisch abgeleiteten Werten arbeiten und Nachkommastellen berücksichtigen, die über die empirische Messgenauigkeit hinausgehen. Die folgenden Tabellen sollen als Nachschlagewerk dienen; bei der Verwendung sollten die Werte an das Messniveau der konkret vorliegenden Fragestellung angepasst werden.

Tabelle 3.2 gibt für unterschiedliche Populationsmittelwerte (M) an, wie viel Prozent der Fälle bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15 unterhalb der IQ-Werte 75, 90, 100, 110 und 125 liegen. Zusätzlich zu den Grenzen, die die Stufen der IQ-Ampel voneinander trennen, ist der Mittelwert der Standard-IQ-Skala, also der Wert 100, berücksichtigt.

Tabelle 3.2: Prozentualer Anteil, der unterhalb eines bestimmten IQ-Wertes liegt für verschiedene Populationsmittelwerte (M) bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15.

M < 75 < 90 < 100 < 110 < 125
110 0,98 9,12 25,25 50 84,13
105 2,28 15,87 36,94 63,06 90,88
100 4,78 25,25 50 74,75 95,22
95 9,12 36,94 63,06 84,13 97,72
90 15,87 50 74,75 90,88 99,02
85 25,25 63,06 84,13 95,23 99,63
80 36,94 74,75 90,88 97,72 99,86
75 50 84,13 95,22 99,01 99,95
70 63,06 90,88 97,72 99,62 99,99

Bislang haben wir lediglich Effekte des Mittelwerts berücksichtigt. Eine Normalverteilung ist jedoch auch definiert durch die Standardabweichung definiert. Tabelle 3.3 zeigt, wie sich unterschiedliche Standardabweichungen auf eine Normalverteilung mit dem Mittelwert 100 auswirken.

Tabelle 3.3: Prozentualer Anteil der IQ-Kategorien für verschiedene Standardabweichungen (s) bei einer Normalverteilung mit Mittelwert 100.

 
 
s
< 75
sehr un-intelligent
75 – 90
unintel-ligent
90 – 110
durch-schnittlich
110-125
 intelligent 
> 125
sehr in-telligent
18 8,24 20,68 42,15 20,68 8,24
17 7,07 20,75 44,36 20,75 7,07
16 5,91 20,69 46,80 20,69 5,91
15,36 5,18 20,57 48,50 20,57 5,18
15 4,78 20,47 49,50 20,47 4,78
14,64 4,39 20,34 50,54 20,34 4,39
14 3,71 20,05 52,49 20,05 3,71
13 2,72 19,36 55,82 19,36 2,72
12 1,86 18,37 59,53 18,37 1,86
10 0,62 15,24 68,27 15,24 0,62

Tabelle 3.3 verdeutlicht das allgemeine Prinzip: Je größer die Standardabweichung, desto mehr Fälle wandern von der Mitte in den oberen und den unteren Bereich; je kleiner die Standardabweichung, desto mehr Fälle konzentrieren sich in der Mitte und die Enden werden ausgedünnt. Für die hier ausgewählten Standardabweichungen sind die Effekte aber wesentlich kleiner als die Auswirkungen der Mittelwertsunterschiede in Tabelle 3.1.

Die Mittelwerte, die in Tabelle 3.1 berücksichtigt werden, weisen eine außerordentlich breite Spanne auf. Im weltweiten Vergleich finden sich jedoch Länder und Gruppen, die diese Mittelwerte aufweisen [A3]. Die Mittelwertseffekte bilden also reale Unterschiede ab.

Im Gegensatz zu den Mittelwerten, welche gigantische Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Völkern aufweisen, sind die Unterschiede in der Variationsbreite, also der Varianz oder der Standardabweichung, zwischen verschiedenen Ländern und Völkern nur sehr klein [A4].

Leider werden oftmals nur Mittelwerte, aber keine Standardabweichungen angegeben. Oftmals wird zum Beispiel bei Ländervergleichen eine Standardabweichung von 15 unterstellt, ohne detaillierte Angaben für die einzelnen Länder. Die meisten Länder weisen zwar recht ähnliche Streuungen auf, aber gelegentlich kann es doch große Unterschiede geben. So ergaben sich zum Beispiel für die 72 Länder, die an PISA 2015 teilnahmen, folgende Minimal- und Maximalwerte: Lesen 11,0 / 18,5; Mathematik 10,2 / 16,5; Naturwissenschaften 9,8 / 17,7. Minimum und Maximum sind jedoch nicht repräsentativ; die meisten Länder weisen, wie gesagt, recht ähnliche Streuungen auf.

In Tabelle 3.3 sind mit 14,64 und 15,36 zwei krumme Standardabweichungen aufgeführt. Dahinter steht folgender Gedanke: Beim Vergleich zweier Stichproben oder Populationen wird gelegentlich der Varianzquotient (größere Varianz dividiert durch kleinere Varianz) berechnet. Nach einer groben Faustregel werden Varianzunterschiede erst dann als relevant angesehen, wenn die größere Varianz um mindestens 10 Prozent größer ist als die kleinere, mit anderen Worten: wenn der Varianzquotient mindestens 1,1 beträgt [A5]. Die Standardabweichung 14,64 entspricht einer Varianz von 214,3; die Standardabweichung 15,36 entspricht einer Varianz von 235,9; daraus ergibt sich ein Varianzquotient von 1,1. Tabelle 3.3 zeigt, wie sich bei diesen Werten die prozentualen Anteile in der IQ-Ampel verschieben.


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Literatur


(1) Lynn, R. (2011). The Chosen People: A Study of Jewish Intelligence and Achievement. eBook Amazon Kindle.

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Anmerkungen


[A1] In Deutschland zum Beispiel werden die realen Verhältnisse immer stärker von einer Normalverteilung abweichen. Durch die massive Zuwanderung aus Niedrig- und Niedrigstintelligenzländern und die hohe Fortpflanzungsrate der Migranten wird der untere Intelligenzbereich stetig aufgebläht, während der obere Bereich durch die niedrige Fortpflanzungsrate der Einheimischen stetig ausgedünnt wird. Aufgrund der politisch gewollten Masseninvasion von Unintelligenten wird sich die IQ-Verteilung in wenigen Jahrzehnten markant von einer Normalverteilung unterscheiden. Der Populationsmittelwert wird um mehrere Punkte sinken und die Standardabweichung wird sich vergrößern.

[A2] Selbstverständlich beziehen sich auch die gerundeten Prozentwerte auf die theoretische Normalverteilung; und je nachdem, wie stark die (unbekannte) empirische Verteilung in der Population von der mathematisch definierten Normalverteilung abweicht, können sich mehr oder weniger große Fehler ergeben.

[A3] Der Wert 110 wird in keinem Land erreicht; aber die Gruppe der aschkenasischen Juden soll diesen Mittelwert aufweisen [1]. Am unteren Ende gibt es sogar Länder, deren Nationaler IQ bei 60 liegt, also deutlich unter den in Tabelle 3.1 und 3.2 berücksichtigten Mittelwerten.

[A4] Achtung! Die Aussage „Zwischen Ländern und Völkern sind die Unterschiede in der Variationsbreite nur sehr klein“ bezieht sich auf den Vergleich zwischen verschiedenen Ländern. Innerhalb der Länder gibt es jedoch gigantische Unterschiede zwischen den Individuen.

[A5] Dieses Thema haben wir zum Beispiel bei der Frage nach → Geschlechtsunterschieden in der Intelligenz diskutiert. Dabei haben wir gesehen, dass bereits recht „kleine“ Varianzunterschiede sehr große Unterschiede in den Extremen bewirken können. Dieser entscheidende Punkt wird bei den meist hysterischen Diskussionen um die übergroße Dominanz der Männer im mathematisch-technischen Bereich aus Unkenntnis übersehen oder bewusst unter den Teppich gekehrt.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Intelligenz-Ampel, Psychologie, Mittelwert, Standardabweichung, IQ-Skala

Splitter

Moderne Galerie Saarbrücken. Saarlandmuseum. Karl-Otto Götz: LetztesÖlbild

Splitter

Kulturelle Bereicherung wohin man auch schaut

Unter dem Titel „Stadt der Monster“ gibt es heute – 17. August 2018 – einen Artikel vor Martina Meiser, der leider nur über eine Bezahlschranke lesbar ist.
Wenn man den kurzen Vorspann liest, weiß man, warum dieser Artikel nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt ist:
„Im Norden von Marseille regiert das organisierte Verbrechen. Der Bürgermeister hat aufgegeben: „Solange die sich nur untereinander umbringen, ist das nicht schlimm.“ Die Polizei traut sich kaum noch in diese Siedlungen. Denn dort herrscht Krieg.“
https://www.welt.de/politik/ausland/plus180986488/Marseille-Die-Stadt-der-Monster.html

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Auf achgut.de erfährt man heute mal wieder was über die Zustände in Schweden.
Peter Breit: Schweden – Augen zu und weiter so!
„Nahezu beiläufig und auf ein Minimum reduziert berichteten die deutschen Medien über die Ausschreitungen in verschiedenen schwedischen Städten in der Nacht vom 13. zum 14. August. In Göteborg, Hjällbo, Malmö und Helsingborg gingen zahllose Autos in Flammen auf. Vermummte Jugendliche lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei. Videos von Anwohnern zeigen regelrechte Feuerwände brennender Fahrzeuge und vermitteln den Eindruck bürgerkriegsähnlicher Zustände …“
Um welche Sorte von Jugendlichen es sich in Schweden handelt, muss man nicht lange raten.
hier weiterlesen

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Über die Zustände in Deutschland erfährt man hin und wieder auch etwas. Die kulturelle Bereicherung muss sich nicht allein auf die Messerkünste beschränken, ein Fleischerbeil tut’s auch. Ob die Polizei in Kerpen auch kommentierte „Solange die sich nur untereinander umbringen, ist das nicht schlimm“, ist nicht überliefert.
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/4037647


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Stichwörter:
Politik, Gesellschaft, Migranten, Gewalt, Kriminalität

Die IQ-Ampel – Teil 2

IQ-Ampel. Oben: Mittelwert = 105 (Ostasien); unten Mittelwert = 75 (Schwarzafrika)

Die IQ-Ampel

Teil 2: Der Effekt von Mittelwertsunterschieden

Die IQ-Ampel unterteilt die IQ-Skala in fünf Stufen. IQ > 125: sehr intelligent; IQ 110 bis 125: intelligent; IQ 90 bis 110: durchschnittlich; IQ 75 bis 90: unintelligent; IQ < 75 sehr unintelligent. Die prozentualen Anteile dieser Stufen werden für verschiedene Populationsmittelwerte tabellarisch dargestellt.

Im → Teil 1 haben ein gängiges Kategoriensystem vorgestellt, das die kontinuierliche Verteilung der Intelligenzwerte in fünf Kategorien unterteilt, und dieses einfache Kategoriensystem durch die IQ-Ampel veranschaulicht, die in Abbildung 2.1 dargestellt ist (entspricht Abbildung 1.2 in Teil 1).

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Ampel. Intelligenz-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem
Abbildung 2.1: IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem.

Abbildung 2.1 zeigt die IQ-Ampel für die Standard-IQ-Skala, die durch einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 definiert ist. Diese Parameter sind – mehr oder weniger – typisch für das Intelligenzniveau einheimischer Mittel-, Nord- und Westeuropäer [A1].

Weltweit betrachtet ist das Intelligenzniveau in den verschiedenen Ländern außerordentlich unterschiedlich. In einigen wenigen Ländern liegt der Nationale IQ über 100; in den meisten Länder liegt er deutlich, in zahlreichen Ländern sogar sehr deutlich darunter.

Tabelle 2.1 zeigt, wie sich die prozentualen Anteile der Kategorien sehr intelligent, intelligent, durchschnittlich, unintelligent und sehr unintelligent in Abhängigkeit vom Populationsmittelwert verändern. Die Mittelwerte (M) sind in Fünferschritten absteigend von 110 bis 70 gelistet [A2].

Tabelle 2.1: Prozentualer Anteil der IQ-Kategorien für unterschiedliche Populationsmittelwerte (M) bei einer Normalverteilung mit Standardabweichung 15.

 
 
M
< 75
sehr un-intelligent
75 – 90
unintel-ligent
90 – 110
durch-schnittlich
110-125
 intelligent 
> 125
sehr in-telligent
110 0,98 8,14 40,88 34,13 15,87
105 2,28 13,59 47,19 27,82 9,12
100 4,78 20,47 49,50 20,47 4,78
95 9,12 27,82 47,19 13,59 2,28
90 15,87 34,13 40,88 8,14 0,98
85 25,25 37,81 32,17 4,40 0,38
80 36,94 37,81 22,97 2,14 0,13
75 50,00 34,13 14,88 0,94 0,04
70 63,06 27,82 8,74 0,37 0,01

Tabelle 2.1 macht deutlich, dass die Unterschiede in Abhängigkeit vom Populationsmittelwert gigantisch sein können. In einer Population mit Mittelwert 110 ist die Hälfte intelligent oder sehr intelligent; unintelligent sind lediglich 8 und sehr unintelligent ist gerade mal 1 Prozent.
In einer Population mit Mittelwert 70 gibt es fast gar keine intelligenten Menschen, fast zwei Drittel sind sehr unintelligent, weitere 28 Prozent sind unintelligent.

Wie gigantisch die Intelligenzunterschiede sein können, wird durch Abbildung 2.2 veranschaulicht. Diese zeigt die IQ-Ampel für den Mittelwert 105 (typisch für Nordostasien) und 75 (typisch für Schwarzafrika).

IQ-Ampel. Oben: Mittelwert = 105 (Nordostasien); unten: Mittelwert = 75 (Schwarzafrika). Intelligenz, Psychologie, Normalverteilung, IQ
Abbildung 2.2: IQ-Ampel. Oben: Mittelwert = 105 (Nordostasien); unten: Mittelwert = 75 (Schwarzafrika).

Abbildung 2.2 spricht für sich: Die gigantischen Unterschiede springen sofort ins Auge. Da ein Mittelwert von 105 (obere Verteilung) typisch ist für Nordostasien und ein Mittelwert von 75 (untere Verteilung) weite Teile Schwarzafrikas charakterisiert, zeigt Abbildung 2.2, wie extrem unterschiedlich die Intelligenz weltweit verteilt ist. Dieses Thema werden wir in einer eigenen Serie ausführlich behandeln.

Der aktuelle Beitrag soll lediglich die IQ-Ampel vorstellen und – gewissermaßen als Nachschlagewerk – ein paar allgemeine Daten tabellarisch bereitstellen. Diese Arbeit wird in der nächsten Folge weitergeführt.

Hier gibt es die Fortsetzung → Die IQ-Ampel. Teil 3: Effekte von unterschiedlichen Mittelwerten und Standardabweichungen.


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Literatur


(1) Lynn, R. (2011). The Chosen People: A Study of Jewish Intelligence and Achievement. eBook Amazon Kindle.

(2) Heiner Rindermann (2018). Cognitive Capitalism. Human Capital and the Wellbeing of Nations. Cambridge: Cambridge University Press.
Der Appendix zu dem Buch ist im Internet erhältlich unter
https://tu-chemnitz.de/hsw/psychologie/professuren/entwpsy/team/rindermann/pdfs/RindermannCogCapAppendix.pdf.

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Anmerkungen


[A1] Ein Mittelwert von 100 ist zwar mehr oder weniger typisch für die einheimischen Mittel-, Nord- und Westeuropäer, aber aufgrund der massiven Migration aus Niedrig- und Niedrigstintelligenzländern sinkt der Nationale IQ in diesen Ländern.

[A2] Die weltweit höchsten Intelligenzwerte werden für die aschkenasischen Juden berichtet, deren IQ etwa bei 110 liegen soll [1]. IQ-Werte um die 70 sind charakteristisch für weite Teile Schwarzafrikas [2].

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Intelligenz-Ampel, Psychologie, Mittelwert, Standardabweichung, IQ-Skala

Die IQ-Ampel – Teil 1

IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem

Die IQ-Ampel

Teil 1: Intelligenzstufen in Analogie zu Schulnoten

Ein gebräuchliches Kategoriensystem teilt die kontinuierlichen IQ-Werte in fünf Stufen ein. IQ > 125: sehr intelligent; IQ 110 bis 125: intelligent; IQ 90 bis 110: durchschnittlich; IQ 75 bis 90: unintelligent; IQ < 75 sehr unintelligent. Diese Klassifikation wird durch die IQ-Ampel veranschaulicht, die als farblich markierte Normalverteilung dargestellt wird.

Intelligenz ist eine Variable, die nicht direkt beobachtbar ist, aber mit Hilfe von Intelligenztests gemessen werden kann [A1]. Die Intelligenzmessung erfolgt typischerweise mit Intelligenztests. Die Leistung, die in einem Intelligenztest erzielt wird, bezeichnet man als IQ [A2].

Bei der Konstruktion von Intelligenztests werden anhand einer sehr großen repräsentativen Stichprobe die IQ-Werte so normiert, dass die Werte in der Population normalverteilt sind [A3].

Eine Normalverteilung ist vollständig definiert durch ihren Mittelwert und ihre Standardabweichung. Die Standard-IQ-Skala hat einen Mittelwert von 100 und eine Standardabweichung von 15 [A4]. Diese wird durch Abbildung 1.1 veranschaulicht.

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Skala, Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15
Abbildung 1.1: IQ-Skala, Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15.

In Abbildung 1.1 ist die Verteilung in Anlehnung an eine Ampel farblich variiert. Rot kennzeichnet niedrige, Gelb durchschnittliche und Grün hohe IQ-Werte. Die farblichen Übergänge sind – so gut wie es das Graphikprogramm nun mal zulässt – nicht abrupt, sondern kontinuierlich. Dies veranschaulicht, dass die IQ-Werte in einer Population kontinuierlich verteilt sind und dass es im Prinzip unendlich viele Feinabstufungen gibt und dass die Übergänge von „unintelligent“ zu „durchschnittlich“ zu „intelligent“ fließend sind.

Da der menschliche Verstand nicht sonderlich gut mit kontinuierlichen Variablen umgehen kann, werden in vielen Bereichen kontinuierliche Variablen in eine kleine, übersichtliche Zahl von Kategorien unterteilt [A5].

In Analogie zu Schulnoten unterteilt eine gängige Klassifikation den kontinuierlichen IQ-Bereich in fünf Stufen:

  • IQ > 125: sehr intelligent
  • IQ 110 bis 125: intelligent
  • IQ 90 bis 110: durchschnittlich
  • IQ 75 bis 90: unintelligent
  • IQ < 75: sehr unintelligent

Diese Klassifikation ist in Abbildung 1.2 mit den Ampel-Farben Rot, Gelb und Grün dargestellt. Wir bezeichnen diese Darstellung als IQ-Ampel.

Intelligenz, psychometrische Intelligenzforschung. IQ-Ampel. Intelligenz-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem
Abbildung 1.2: IQ-Ampel. Normalverteilung mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 und fünfstufigem Kategoriensystem.

Es versteht sich von selbst – und der Vergleich von Abbildung 1.1 mit Abbildung 1.2 macht dies deutlich -, dass es an den Kategoriengrenzen 75, 90, 110 und 125 keinerlei qualitative Veränderungen gibt [A6].

Die Kategoriengrenzen sind zwar willkürlich gewählt, aber dennoch steht hinter diesem Kategoriensystem eine sinnvolle Überlegung: Auf der Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15 fallen rund 50 Prozent der Fälle in die Kategorie „durchschnittlich“, jeweils rund 20 Prozent entfallen auf die Kategorien „intelligent“ bzw. „unintelligent“ und jeweils rund 5 Prozent entfallen auf die Kategorien „sehr intelligent“ bzw. „sehr unintelligent“, also:

  • sehr intelligent: 5 Prozent
  • intelligent: 20 Prozent
  • durchschnittlich: 50 Prozent
  • unintelligent: 20 Prozent
  • sehr unintelligent: 5 Prozent

Diese (gerundeten) Prozentzahlen gelten, wie gesagt, für die Standard-IQ-Skala mit Mittelwert 100 und Standardabweichung 15.

In diesem Blog beschäftigen wir uns häufig mit Populationen, die andere Parameter aufweisen (in aller Regel: Populationen, deren Mittelwert von 100 abweicht). In diesen Populationen fällt die prozentuale Aufteilung auf die fünf Kategorien selbstverständlich anders aus. In der nächsten Folge werden wir zeigen, wie sich die Relationen mit Veränderung der Populationsmittelwerte verschieben.

In einer Serie werden wir dann die Geographie der Intelligenz – die Verteilung der IQ-Werte über die verschiedenen Länder dieser Welt – auf der Grundlage der IQ-Ampel betrachten.

Hier gibt es die Forsetzung → Die IQ-Ampel. Teil 2: Der Effekt von Mittelwertsunterschieden.


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Anmerkungen


[A1] Mit der Intelligenz verhält es sich nicht anders als zum Beispiel mit allen anderen theoretischen Konzepten. Nehmen wir zum Beispiel die Temperatur: Auch die Temperatur ist nicht direkt beobachtbar, aber man kann sie zum Beispiel mit einem Thermometer messen.

[A2] Der IQ einer Person ist nicht identisch mit ihrer Intelligenz, sondern lediglich ein Indikator.

[A3] Da sich die Leistung in Intelligenztests mit dem Alter systematisch ändert, erfolgt die Normierung jeweils nur innerhalb von bestimmten Altersgruppen. Der IQ gibt daher Aufschluss über die Leistung einer Person in Relation zu ihrer Altersgruppe. Mit der Altersnormierung erhalten zum Beispiel ein 50-Jähriger und ein 25-Jähriger, die exakt dieselbe Leistung in einem Intelligenztest zeigen, unterschiedliche IQ-Werte.

[A4] Die Parameter 100 und 15 beziehen sich strenggenommen auf England und die Standard-IQ-Skala wird in Anlehnung an die Festlegung des Null-Meridians bei Greenwich auch als Greenwich-IQ-bezeichnet. Ein Mittelwert von (rund) 100 und eine Standardabweichung von (rund) 15 ist charakteristisch für die meisten mittel-, west- und nordeuropäischen Länder. Ostasiatische Länder erreichen höhere, der Rest der Welt erreicht niedrigere, zum Teil sehr, sehr viel niedrigere Werte. Die Geographie der Intelligenz – die Verteilung der IQ-Werte auf die Länder dieser Welt – wird in einer eigenen Serie mit Hilfe der IQ-Ampel ausführlich dargestellt.

[A5] Man denke zum Beispiel an die Ampel-Kennzeichnung für Energieeffizienzklassen für elektrische Geräte, Handelsklassen für Nahrungsmittel, die Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst, Winter), Tageszeiten (Morgen, Mittag, Nachmittag, Abend, Nacht), Lebensphasen (Säuglingsalter, Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter, Alter, Hohes Alter), Windstärken, die beliebten Sterne-Bewertungen für Köche oder Hotels und alle möglichen sonstigen Produkte.

[A6] Zum Beispiel ist Unterschied zwischen 109 und 111 genauso groß wie der Unterschied zwischen 99 und 101. Im ersten Fall liegen die Werte in unterschiedlichen Kategorien (109: durchschnittlich; 111: intelligent), im zweiten Fall (99 und 101) liegen beide Werte in derselben Kategorie (durchschnittlich). Da IQ-Messungen keine perfekte Präzision aufweisen, kann der wahre Wert einer Person, deren IQ-Wert nahe an einer Grenze liegt, durchaus in die benachbarte Kategorie fallen.

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Stichwörter:
Intelligenz, IQ, IQ-Ampel, Normalverteilung, Intelligenz-Ampel, Psychologie, IQ-Skala