Über die Liebe des Finanzamts zum Steuerzahler

Windfarben

Über die Liebe des Finanzamts zum Steuerzahler

Ein Briefwechsel über eine zärtliche Beziehung

Wir Steuerzahler können uns glücklich preisen. Extra für uns gibt es eine Behörde, die sich allzeit aufmerksam und liebevoll um uns kümmert. Womit haben wir so viel Liebe und Fürsorge verdient?

Am 23. Oktober 2018 erfreute mich das Finanzamt Saarbrücken mit der folgenden brieflichen Nachricht:

Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Kalendervierteljahr 2018

Sehr geehrter Steuerzahler,

die Umsatzsteuer-Voranmeldung ist binnen zehn Tagen nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums dem Finanzamt zu übermitteln (§ 18 Absatz 1 und 2 Umsatzsteuergesetz).

Das Finanzamt kann bei verspätetem Eingang der Umsatzsteuer-Voranmeldung einen Verspätungszuschlag erheben. Er kann bis zu 10 % der vorangemeldeten oder festgesetzten Steuer betragen.

Ihre Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Kalendervierteljahr 2018 ist erst am 11. 10. 2018 eingegangen.

Ein Verspätungszuschlag wird diesmal nicht festgesetzt. Bitte sorgen Sie dafür, dass die Umsatzsteuer-Voranmeldungen künftig rechtzeitig übermittelt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Finanzamt

 

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Das 3. Kalendervierteljahr endet am 30. September. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung wurde am 11. Oktober um 12:57 Uhr an das Finanzamt übermittelt.

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Am 24. Oktober 2018 antwortete ich per eMail:

Betrifft: Ihre Nachricht zur Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Kalendervierteljahr 2018

Sehr geehrtes Finanzamt,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 22.10.2018.

Ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich die Umsatzsteuer-Voranmeldung für das 3. Quartal 12 Stunden und 57 Minuten zu spät eingereicht habe.

Ich möchte mich von ganzem Herzen bedanken, dass Sie einen Verspätungszuschlag diesmal nicht festgesetzt haben.

Mit freundlichen Grüßen


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Stichwörter:
Finanzamt, Saarbrücken, Steuern, Steuerzahler, Behörden, Amtsschimmel

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